Archiv für den Autor: lichtknoten

Schiibi – schiibo, wem soll die Schiiebe goh“

Bereits 2017 hatte ich hier vom Brauch des Scheibenschlagen erzählt. Letztes Jahr hatten wir es leider nicht geschafft dabei zu sein, aber in diesem Jahr haben wir sogar selber Hand angelegt und tatsächlich das erste Mal solche Feuerscheiben in den Himmel befördert. Und dabei ist sogar ein Bild entstanden, welches ich euch hier zeigen möchte. Es drückt die Stimmung die dort herrschte recht gut aus: der Regen hing schon in der Luft, das Feuer loderte und Alt und Jung schossen die Feuerscheiben über eigene Schanzen in die Luft. Dazu gab es Bier und andere Zielwässerchen. Das Bild entstand übrigens mit meinem Smartphone.

Euer LiK/Alex

Model | Arbus | Goldin

In Wien habe ich die Ausstellung „Model | Arbus | Goldin“ im Westlicht besucht. Ich erwartete mir einfach interessante Bilder, war aber sonst relativ unvoreingenommen. Und dann…Wow! Diese Kombination war schon ziemlich genial. Die Bilder ergänzten sich dermaßen perfekt, dass sich die Ausstellung für mich wirklich wie aus einem Guss darstellte. Model kannte ich schon aus früheren Ausstellungen, aber Arbus und Goldin waren mir tatsächlich nur aus Büchern bekannt. Die Wucht, welche die Bilder entfachen, wenn sie vor einem an der Wand hängen, ist dann noch einmal eine andere Kategorie. Wenn ihr also in Wien seit und die Möglichkeit habt, schaut euch die Ausstellung an – es lohnt sich!

Blick in die Ausstellung.

Euer LiK/Alex

Wien…

Letzte Woche war ich kurz in Wien und hatte die Gelegenheit einige wenige Stunden mit meiner Leica M um die Häuser zu ziehen. Und so spazierte ich über den Campus der Wirtschaftsuniversität und dem Prater. Den Abschluss des Spaziergangs machte der Stadtteil Neubau. Alle Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm aufgenommen.

Graphische Struktur einer Fassade. Aufgenommen bei f/4.0.
Spannender Blick hinter die Fassade. Aufgenommen bei f/4.0.
Futuristischer Anblick der Bibliothek. Aufgenommen bei f/4.0.
Musterfassade. Aufgenommen bei f/5.6.
Industriehinterhof oder Universität? Aufgenommen bei f/8.0.
Das Kreuz der Ausbildung. Aufgenommen bei f/2.8.
Stille Erscheinung. Aufgenommen bei f/2.0.
Chinagirl. Aufgenommen bei f/5.6.
Sinnbild für Wien? Aufgenommen bei f/4.0.

Der Kurzspaziergang hat mir wieder gezeigt, wie viel Spaß es doch mit der Leica M macht. Kleine Kamera, man bewegt sich unauffällig und schlendert durch die Gegend und fotografiert. Der Prozess war dabei wieder mal wichtiger als die Bilder, obwohl ich mit dem Ergebnis mehr als glücklich bin. Für 2 Stunden fotografieren sind die Bilder doch nicht mal so schlecht, oder?

Euer LiK/Alex

Mal eben so…

Mal eben so…in Berlin! Muss man da noch viele Worte verlieren? Ein Bild als Sinnbild für den Zustand einer Stadt? So schlimm ist es zum Glück nicht…

Euer LiK/Alex

Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton. Nudes. Ausstellung in Berlin.

Nachdem ich diese Woche in Berlin war und tatsächlich zwei freie Stunden fand, besuchte ich die Ausstellung „Saul Leiter. David Lynch. Helmut Newton. Nudes.“ Die Ausstellung war in der Helmut-Newton-Stiftung. Newton kannte ich ja schon sehr gut und so freute ich mich besonders auf die Bilder von Leiter und Lynch – besonders David Lynch mag ich als Regisseur ungemein.

Blick in den Raum mit den Bildern von Leiter.
Bewährte Ansicht des Treppenaufgangs im Museum.

Leider enttäuschten mich aber vor allem die Bilder von Lynch. Aktfotografie ohne rechtes Konzept und Idee, dazu noch ziemlich platt und schon fast normal. Wo bleiben die Experimente, die ich von den Filmen des Herrn Lynch kenne? Leiter hingegen überzeugt durch feine Aktstudien – nichts wirklich Revolutionäres, aber gut gemacht und schön inszeniert. Und Newton? Ist eben Newton…genial! Vielleicht verblasst Lynch hier auch leicht, da Newton wie ein Dampfhammer daherkommt: dunkles Schwarz, weißes Weiß! Frontal, ungeschönt, provokativ!

Euer LiK/Alex

Wandbaum

Neulich bin ich in Müllheim an einer Wand vorbei gelaufen, die mehr Baum als Wand war. Mit dabei mein Mate 10. Also kurz auf Monochrom-Modus umgeschaltet und diese fünf Bilder gemacht.

Euer Alex/LiK

Jahresrückblick 2018

Bereits zum siebten mal schreibe ich nun einen Jahresrückblick hier – man könnte also durchaus sagen: Alle Jahre wieder! Nun also 2018: Das „spiegellose Jahr“ wie ich es so schön nenne.

Aber erst mal der Reihe nach – beginnen wir mit der üblichen Gliederung:

  • Technisches,
  • Künstlerisches und
  • Persönliches

Technisches:

Und schon sind wir mitten drinnen. 2018 wird wohl in die Geschichte eingehen, weil alle großen Hersteller spiegellose Kamerasysteme vorgestellt oder angekündigt haben. Das Jahr also als die Spiegelreflexkamera zu Grabe getragen wurde. Und das ist gut so! Der Spiegel wird schon lange nicht mehr gebraucht – zumindest nicht in einer Kamera. Die elektronischen Sucher sind dermaßen gut geworden, dass auch der gewohnte DSLR-Nutzer gerne umsteigt. Und für die vehementen Verfechten des „klaren analogen Blickes“ bleibt immer noch der Messsucher bestehen – zumindest bei Leica. Und was tat sich sonst so? Leica hat gemeinsam mit Panasonic und Sigma die L-Mount Alliance gegründet. Wirkt verrückt und kaum zu glauben, aber könnte spannend werden. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass es Leica gelingen mag, beim Bajonett den Standard zu setzen und andere Hersteller zu gewinnen auf das „L-Objektivanschlussverfahren“ zu setzen. In Summe also ein spannendes und interessantes Jahr.

Künstlerisches:

In diesem Jahr sind mir folgende Fotografen mit ihren Projekten im Kopf hängen geblieben: der Mexikanischer Juan Pablo Ramirez mit seinem Projekt „The Last Remains of Intimacy“ (die Bilder transportieren für mich eine Stimmung die nur schwer in Worte zu fassen ist – bewegend!) und die Österreicherin Stefanie Moshammer. Moshammer wird ja bereits seit einiger Zeit extrem diskutiert – bislang fehlte mir aber der Zugang. Ich kann nicht sagen warum ich diesen jetzt plötzlich gefunden habe, ihre Arbeiten (nicht nur die Bilder) sprechen mich aber extrem an.

Persönliches:

Gleich vorneweg: Nein, „A Dash of Sadness“ habe ich auch 2018 nicht fertig stellen können. Ich war kurz davor, aber es fühlte sich noch nicht nach DEM ENDE an. In Summe war für mich 2018 aber ein sehr viel besseres Jahr als 2017. Ich konnte deutlich öfter zur Kamera greifen, wenn auch nicht so oft wie es notwendig gewesen wäre! Gerade die Arbeit der letzten Monate „The Passengers #1 und #2“ stellt für mich aber einen Schritt nach vorne dar. Es sind kleine Schritte, aber immerhin bewege ich mich.

Jahresrückblicke der letzten Jahre:

Euer LiK/Alex