Schlagwort-Archiv: Leica M

Die Treppe zum Wein…

Letzte Woche, als ich durch die Weinberge von Feldberg lief und mit dem Summilux-M 50 mm bei f/1.4 fotografierte, entstand auch dieses Bild. Da es in Schwarz-Weiß wesentlich besser wirkt als in Farbe, wollte ich es nicht gemeinsam mit den anderen Bildern aus der Serie „f/1.4“ zeigen. Daher also nun hier der Nachtrag.

Treppe zum wein. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M @ f/1.4.

Treppe zum wein. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M @ f/1.4.

Die abgebildete Treppe führt von einem kleinen landwirtschaftlichen Weg in den darüber liegenden Weinberg. Unscheinbar, schon in die Jahre gekommen, aber ein sehr schönes Motiv.

Alex

Projekt f/1.4

Bin heute durch die Weinberge von Feldberg gewandert und habe einige Bilder gemacht. Dabei stellte ich mir die Aufgabe, endlich wieder das Summilux-M 50 mm zu verwenden und dieses nur bei f/1.4 einzusetzen. Entstanden sind eine ganze Reihe von Bildern, von denen einige hier gezeigt werden sollen.

l1000052l1000059 l1000062 l1000063 l1000066 l1000068Nach einigen Wochen der „Summilux-Abstinenz“  war ich einfach nur hin und weg von der Qualität der Abbildung. Klar, der scharfe Bereich wird schon bei f/1.4 absolut scharf abgebildet (bis in die Ecken), aber dieser Unschärfebereich – wow! Dafür liebe ich dieses Objektiv so sehr und denke immer noch, dass es dem doppelt so teuren APO 50 mm überlegen ist oder zumindest seine ganz eigene Charakteristik hat.

Das Projekt f/1.4 ist übrigens jedem mehr als zu empfehlen. Nicht nur, dass man sich durch eine Festbrennweite einschränkt und dadurch seine Kreativität freisetzt, die Limitierung auf einen festen Blendenwert gibt diesem Prozess noch einmal einen zusätzlichen Schub. Einschränkung ist in der Fotografie eben doch etwas sehr Nützliches!

Alex

Kinder vor der Kamera – Ana #1

Die Leica M ist mit Sicherheit keine prädestinierte Kamera für das Festhalten schneller Bewegungen. Klar, Generationen von Fotografen haben mit dieser Kamera Street Photography betrieben bzw. betreiben dies noch immer. Bewegt sich das Sujet aber sehr schnell, muss man schon einige Tricks anwenden, um auch bei offener Blende den Schärfepunkt perfekt zu treffen. Ähnlich wie die Straßenfotografie ist auch die Sportfotografie … und das Fotografieren von Kindern! Ja, Kinder sind in ihrer Bewegung unberechenbar und eben auch (ab einem gewissen Alter) sehr schnell.

In den letzten Wochen habe ich viel Zeit damit verbracht unsere Tochter Ana zu fotografieren. Ja, sie ist noch sehr klein und auch noch nicht ganz so schnell, aber trotzdem stellt es für mich eine Herausforderung dar, sie gekonnt und auch wirklich scharf ins Bild zu bekommen. Umso zufriedener bin ich mit dem entstandenen Bild. Sanft von der Seite einfallendes Licht, ein fokussierter Blick und eine weit offene Blende. Das Summilux-M 50 mm trägt dann noch eine ganz eigene Bildstimmung bei, die man nur schwer erklären kann. Zusätzlich ein Bokeh zum Niederknien.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Klar, noch besser wäre es gewesen, wenn das Ohr nicht leicht angeschnitten ist und am oberen Rand noch etwas mehr Spielraum geblieben wäre. Wenn man nur genug Zeit hätte, bevor sich die Kleine wieder weiter bewegt und das Interesse am Fenster und der Kamera verliert.

LiK

Das Dach Freiburgs

Es gibt in Freiburg nur wenige Bauten, die so umstritten sind wie das Konzerthaus (die neue Uni-Bibliothek mal ausgenommen). Der Bau polarisierte in den späten 90ern und zieht noch immer die Aufmerksamkeit auf sich. Da ich schon mehrmals im Konzerthaus (beruflich) Platz nehmen durfte, kenne ich den Bau inzwischen recht gut. Trotzdem wurde es Zeit, sich mit der Dachkonstruktion (ohne jeden Zweifel der auffälligste Teil des Gebäudes) etwas näher zu befassen.

Entstanden sind eine ganze Reihe von Bildern, drei davon möchte ich euch zeigen. Die Bildsprache bewusst minimiert, auf Schwarz-Weiß reduziert und immer nur einen kleinen Ausschnitt darstellend.

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Das Dach Freiburgs I. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0.

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Das Dach Freiburgs II. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0.

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Das Dach Freiburgs III. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/8.0.

Ich mühe mich übrigens schon seit über 2 Jahren an diesem Objekt ab. Immer wieder versuchte ich Bilder zu machen, versuchte unterschiedliche Blickwinkel aus, aber nie gelang mir eine Perspektive die mich wirklich zufrieden stellte. Auch heute war ich wieder dort – probierte und probierte und probierte … und bin endlich (einigermaßen) zufrieden. Trotzdem möchte ich mich mit dem Objekt noch weiter beschäftigen und wer weiß, vielleicht wird ja ein ganzes Projekt daraus.

Alex

Stadtrundgang (Teil 3 – Farbe)

Nachdem in den letzten Wochen schon Teil 1 und Teil 2 meiner Stadtrundgänge veröffentlicht wurden, hier nun also Teil 3. Ob es der letzte dieser Serie ist, kann ich nicht sagen – hängt von Wetter, Zeit, … ab.

Ich denke, diese Bilder fallen eindeutig in die Kategorie „herbstlich“ – daher auch die Entscheidung für eine Farbausarbeitung. Das Wetter (19°C am 24.10.2015) zieht die Menschen raus. Jeder will die letzten warmen Sonnenstunden genießen.

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Typische Sitzposition auf der blauen Brücke. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.4.

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Ebenbild. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

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Was ist wohl hinter dieser Mauer. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

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Bunter Zaun. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0.

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Herbstlich. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.4.

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Unglaubliche Herbstfarben. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Hoffen wir mal auf weitere warme Stunden und Tage und auf ausreichend Zeit zum fotografieren!

Alex

Portrait…

Wer sagt, dass man für ein gutes Portrait immer ins Studie gehen oder auf aufwendige Aufbauten zurückgreifen muss!? Folgendes Portrait entstand gestern am Balkon beim Wäscheaufhängen. Die Wäsche wirkte wie ein „Aufheller“ und lässt das Gesicht wahrlich leuchten. Fotografiert wurde mit der Leica M und dem Summilux-M 50 mm bei f/2.0.

Portrait „zwischen der Wäsche“. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

In Darktable wurde das Bild in Schwarz-Weiß konvertiert, sonst wurden keine Bearbeitungen angebracht. Ich finde vor allem die weiche Zeichnung des Bildes extrem passend. Die Bildkomposition mit der Wäsche seitlich des Kopfes (aus und in die Unschärfe laufend) fokussiert den Blick des Betrachters extrem. Ich experimentierte auch mit einer „außermittigen“ Darstellung, was meiner Meinung nach aber nicht funktioniert hat.

LiK

Update: Bildformat.

Habe jetzt zwei verschiedene Versionen erzeugt – so richtig überzeugen kann mich aber keine der beiden. Euch?

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5:4 Format.

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Quadratisches Format.

Der Albtraum mit Happy End…Chronik des Schreckens.

Jeder der eine Kamera besitzt und sie liebt, hat so seine ganz eigene „Horrorstory“, von der er hofft, dass sie nie Realität wird. Bei mir war und ist es immer, dass Luigi (also meiner Leica M) etwas passiert. Raub, Fallschade, … die Vorstellungskraft kennt hier kaum Grenzen. Und trotzdem bin ich jemand, der seine Kamera gerne immer dabei hat, sie mit sich trägt und damit auf Mauern, Berge, Hügel und Klippen steigt.

Am Comer See war es nun so weit! Leichter Regen, eine steile Marmortreppe, Turnschuhe und durchnässtes Laub, hatten zur Folge, dass es mich, trotz extremer Vorsicht, wortwörtlich aus den Schuhe hob. Ich fiel rückwärts, hart und schnell. Mein Lowepro Fotorucksack schütze meinen Rücken perfekt, sodass ich bei dem 2-Meter-Sturz nur eine leichte Schürfwunde an der rechten Hand vorzuweisen hatte. Meine Kamera klatschte aber voll auf Marmor. Ergebnis: leichte Beschädigung der Kameraoberseite und eine Delle an der Streulichtblende des Summilux-M 50 mm.

Ergebnis des Sturzes.

Ergebnis des Sturzes.

Natürlich war der Schock groß – etwas anderes war auch nicht zu erwarten. Ich kontaktierte noch von Italien aus Leica per Mail und erhielt sogleich eine Antwort: Kamera und Objektiv bitte einschicken! Zum Glück passierte das Unglück am letzten Urlaubstag; die verbleibenden Stunden konnten also mit dem 35er zu Ende dokumentiert werden. In Freiburg angekommen schickte ich die Kamera und beide (!) Objektive zu Leica. Bei dieser Gelegenheit sollte die Schärfe an beiden Objektiven geprüft und justiert werden (war zwar mit dem 35er voll zufrieden aber ein Check schadet ja nicht). Nach ca. 24 Stunden bekam ich eine Bestätigung, dass das Paket angekommen sei. Weitere 24 Stunden später lag mir die Kostenaufstellung vor. Die Reparatur sollte ca. 300 Euro kosten; inkl. eines Schnellservice und der Mehrwertsteuer kam ich auf knapp 500 Euro, was für einen solchen Schaden absolut in Ordnung ist. Ich beauftragte und innerhalb von 4 Tagen war die Kamera wieder bei mir. Über diesen Service kann man nun wirklich nicht klagen.

Leider war der Fokusring beider Objektive nicht nach meiner Vorstellung eingestellt, was weniger an Leica lag, sondern an meinen Vorlieben. Also rief ich bei Leica an und bekam die überraschende Antwort, dass Leica einen Abholservice per DHL organisieren und dann versuchen werde die Objektive so einzustellen, dass sie meinen Vorstellungen entsprechen. Dazu sollte das 35er etwas schwergängiger gemacht werden, das 50er etwas leichtgängige. Die Objektive wurden wieder innerhalb 24 Stunden abgeholt und eine Woche später hatte ich sie zurück in den Händen. Am 50er wurde nichts verstellt, da der Kraftaufwand der für das Fokussieren notwendig ist, innerhalb der Toleranzgrenzen liegt; beim 35er wurde hingegen etwas nachgebessert. Nun ist alles wunderbar!

Ich kann den Leica Customer Service (CC) hier nur ausdrücklich lobe. Ich bekam immer innerhalb kürzesten Zeit Feedback – per Mail oder Telefon. Natürlich sind die Preise hoch, aber dafür bekommt man auch einen ausgezeichneten und kompetenten Service. Ich hoffe nie wieder einen solchen Service in Anspruch nehmen zu müssen – falls doch, weiß ich meine Kamera in ausgezeichneten Händen.

LiK