Kategorie-Archiv: Super-Elmar-21

Valencia – Die Stadt der Künste und Wissenschaften (Teil 4)

Zum Abschluss dieser kleinen Valencia-Serie verlassen wir die engen Gassen, die lebhaften Märkte und das warme Abendlicht der Altstadt und begeben uns in eine völlig andere Welt: die Stadt der Künste und Wissenschaften – Ciutat de les Arts i les Ciències.

Dieser futuristische Komplex wirkt auf den ersten Blick fast wie ein Filmset. Weiße, organisch geschwungene Baukörper, spiegelnde Wasserflächen und eine Architektur, die eher an Raumfahrt als an klassische Stadtplanung erinnert, prägen das Bild. Entworfen wurde das Ensemble von Santiago Calatrava und Félix Candela und entstand zwischen den 1990er-Jahren und den frühen 2000er-Jahren auf dem ehemaligen Flussbett des Turia, das nach einer verheerenden Überschwemmung in den 1950er-Jahren umgeleitet und später in einen langen Stadtpark verwandelt wurde.

Genau diese Umnutzung ist ein spannender Teil der Geschichte: Aus einem einstigen Fluss wurde eine grüne Lebensader und am Ende dieses Parks entstand eines der modernsten Architektur-Ensembles Europas. Zwischen Wissenschaftsmuseum, Opernhaus, Planetarium und Aquarium zeigt sich Valencia hier von seiner visionären Seite. Ein Ort, der bewusst nach vorne schaut und sich nicht an historische Formen klammert, sondern neue Welten entwirft.

Beim Spaziergang durch die Anlage wird schnell klar, wie sehr hier mit Perspektiven gearbeitet wird. Linien ziehen sich über den Boden, Bögen spannen sich über Wasserflächen, und überall entstehen Spiegelungen, die Architektur und Himmel miteinander verschmelzen lassen. Je nach Tageszeit wirkt der Komplex kühl und futuristisch oder warm und fast organisch, aber nie langweilig.

Fotografisch ist das Gelände ein Spielplatz der Formen. Genau hier kamen wieder beide Objektive zum Einsatz: das 21 mm Super-Elmar, um die monumentalen Strukturen in ihrer ganzen Weite einzufangen, und das 35 mm APO-Summicron, um Details, Reflexionen und kleinere Ausschnitte herauszuarbeiten. Zwischen extremen Weitwinkelszenen und intimeren Kompositionen pendelnd, zeigt sich die Anlage je nach Brennweite völlig neu.

Besonders spannend ist der Kontrast zu den vorherigen Teilen dieser Serie. Nach den engen Gassen, der dichten Marktatmosphäre und dem warmen, organischen Stadtgefühl wirkt die Stadt der Künste und Wissenschaften wie ein bewusster Gegenpol: glatt, geometrisch, ruhig und fast klinisch in ihrer Klarheit. Und doch fügt sie sich auf ihre eigene Weise perfekt in das Gesamtbild Valencias ein.

Mit diesem letzten Teil endet die kleine Reise durch Valencia. Vier sehr unterschiedliche Facetten, die am Ende doch dasselbe Bild zeichnen: eine Stadt, die lebt, experimentiert und immer wieder überrascht. Ich liebe Valencia!

Euer Alex

Valencia – Zwischen Türmen, Gassen und urbaner Kunst (Teil 1)

Über Pfingsten ging es für ein paar Tage nach Valencia. Kein straffes Besichtigungsprogramm, keine Kilometerjagd von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Stattdessen standen Entspannung, Fotografie und natürlich gutes Essen auf dem Plan. Valencia erwies sich dabei als genau die richtige Wahl: eine Stadt, die mediterrane Gelassenheit mit historischem Charme und überraschend viel urbaner Kreativität verbindet.

Den Auftakt dieser kleinen 4-teiligen-Serie machen einige Eindrücke aus dem historischen Zentrum: Beginnend mit einem Blick von einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, dem Glockenturm El Micalet (spanisch auch El Miguelete) der Kathedrale von Valencia. Der zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert errichtete gotische Turm prägt bis heute die Silhouette der Altstadt. Nach dem Aufstieg über die berühmte Wendeltreppe mit ihren 207 Stufen eröffnet sich ein fantastischer Rundumblick über die Dächer Valencias bis hinaus in Richtung Mittelmeer.

Die ersten Bilder dieser Serie entstanden genau dort oben. Mit dem Leica Super-Elmar 21 mm ließ sich die Weite der Stadt hervorragend einfangen. Die roten Ziegeldächer, die Türme und Kuppeln der historischen Gebäude sowie die modernen Akzente am Horizont verschmelzen zu einem Stadtbild, das Geschichte und Gegenwart gleichermaßen widerspiegelt. Von hier oben wird deutlich, wie kompakt die Altstadt eigentlich ist und wie eng die einzelnen Viertel miteinander verwoben sind.

Nach dem Abstieg führte der Weg wieder hinein in das Labyrinth der Altstadtgassen. Für diese Aufnahmen kamen das Leica APO-Summicron 35 mm zum Einsatz. Besonders das Viertel El Carmen zog mich magisch an. Hinter beinahe jeder Ecke wartet ein neues Motiv: schmale Durchgänge, verwitterte Fassaden, kleine Plätze und immer wieder überraschende Details, die man erst auf den zweiten Blick entdeckt.

Auffällig sind dabei die zahlreichen Graffiti und Wandbilder. Anders als in vielen anderen Städten wirken sie hier selten wie reine Schmierereien. Vielmehr sind sie Teil des Stadtbildes geworden. Besonders interessant fand ich die kunstvoll gestalteten Rollläden der kleinen Geschäfte. Tagsüber geöffnet und oft unscheinbar, verwandeln sie sich nach Geschäftsschluss in eine riesige Freiluftgalerie. Figuren, Schriftzüge, Karikaturen und farbenfrohe Kunstwerke verleihen den Straßen eine ganz eigene Atmosphäre.

Was Valencia dabei besonders sympathisch macht, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Geschichte und Gegenwart nebeneinander existieren. Zwischen jahrhundertealten Gebäuden findet man moderne Kunst, kleine Cafés und kreative Läden. Nichts wirkt aufgesetzt oder künstlich inszeniert. Die Stadt lebt und genau das spürt man bei jedem Spaziergang.

Euer Alex

Sommermärchen 2025 (Teil 7) – Le Grau-du-Roi

Der letzte Stopp der Reise war in Le Grau-du-Roi, ein Ort kurz vor Montpellier. Der Grund warum wir dort Halt gemacht haben, waren die berühmten Salzfelder und die Flamingos, die man in freier Wildbahn beobachten kann…und natürlich die unendlichen Sandstrände, die es dort gibt. Als Bonus gab es dann noch die „Retortenstadt“ La Gande-Motte, die ich euch aber erst im kommenden Blogbeitrag nächste Woche zeigen werde.

Kurz ein paar Infos zum Bild oben: das sind freilebende Flamingos, fotografiert mit der Leica M11-P mit dem 35er APO Objektiv. Das Bild ist nicht beschnitten worden! Ihr könnte euch also vorstellen wie nahe man an die Tiere dort rankommt. Um die Sache noch etwas spannender zu machen, habe ich die Blende auf f/2.0 geöffnet. Und da sagt noch einer, dass Wildtierfotografie nur mit Teleobjektiv klappt 🙂

Und dann noch ein paar Bilder von diesen endlosen Sandstränden…

Euer Alex

Kurvenreich

Neulich war ich mal wieder auf dem Vitra Campus – ein Ort, an dem ich immer sehr gerne bin und die Zeit genieße. Dort habe ich eine ganze Reihe von Bildern gemacht, unter anderem auch von der markanten Rutsche. Einen solchen Turm abzulichten ist durchaus herausfordernd, aber mit dem Ergebnis bin ich am Ende recht zufrieden. Alle drei Bilder sind mit dem Super-Elmar 21 mm entstanden. In der Nachbearbeitung habe ich lediglich eine Schwarz-Weiß-Konvertierung vorgenommen – fertig!

Euer Alex

Der Pass

Zu Ostern verbrachte ich ein paar Tage in Südtirol. Auf der Rückreise entschied ich mich, nicht die übliche Strecke über den Brenner zu nehmen, sondern über das Vinschgau und den Ofenpass zu fahren. Hoch oben in den Schweizer Alpen war es wunderbar: sonnig, aber kalt, und es lag noch Schnee. Viel Zeit zum Fotografieren hatte ich nicht, aber drei Bilder habe ich mitgebracht. Alle drei Aufnahmen entstanden mit dem Super-Elmar 21 mm – für diese Landschaft das perfekte Objektiv.

Bei der Bearbeitung habe ich die Bilder nur leicht entsättigt und die Objektivverzerrung korrigiert. Zudem hat sich auf meinem Sensor inzwischen einiges an Schmutz angesammelt, der bei Blende f/11 sichtbar wird – die entsprechenden Flecken habe ich weggestempelt.

Euer Alex