Kategorie-Archiv: Reisefotografie

Zwei Stunden Regensburg

Diese Woche war ich beruflich in Regensburg und hatte tatsächlich Zeit mit meiner Leica zwei Stunden durch die Stadt zu schlendern. Herausgekommen sind ein paar wenige Bilder, welche ich in „hartem“ Schwarz-Weiß ausgearbeitet habe – bewusst! Es war kalt, es war grau und irgendwie ungemütlich, was zu dieser gemütlich-wirkenden Stadt gar nicht zu passen scheint.

Alle Bilder entstanden mit meiner Leica M und dem Summicron-M 35 mm. Ich denke, die Stadt lohnt einen zweiten Besuch – Hauptsache es ist dann wärmer und trockener.

Euer LiK/Alex

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La grande bellezza – Teil 2

Und nun, wie versprochen, der zweite Teil der Mini-Serie aus Italien. Die folgenden Bilder zeigen vor allem Detailstudien, so wie ich sie oft erstelle und mag. Die ersten beiden Bilder wurden am Strand von Cannobio aufgenommen. Der abgerissene Holzstamm (wohl eine Stütze einer nicht mehr vorhandenen Konstruktion) zeugt von Vergänglichkeit. Die Form wirkt fast „mensch-gemacht“, wie ein kleines Kunstwerk. Die vier Stühle spinnen den Grundgedanken von „Vergänglichkeit“ weiter. Wo sind die Menschen, die sich die Stühle zurecht gerichtet haben?

Das dritte Bild wurde am Hafen von Cannobio fotografiert und wirkt auf mich sehr surreal. Die weit geöffnete Blende lässt den Hintergrund völlig unscharf wirken, die dunklen Wolken erzeugen eine fast unwirkliche Stimmung und das Geländer links verläuft von Vorne nach Hinten, vom Unscharfen ins Unscharfe. Die Anzeige suggeriert, dass in 10 Minuten etwas besonders passieren muss!  Die zwei folgenden Bilder wurden hoch oben über Cannero Riviera aufgenommen. Die Tür bildet den Seiteneingang zu einer kleinen Kirche und war etwas versteckt hinter Bäumen. Die Treppe wirkt auf mich, als wolle sie gar nicht zur Tür führen, sondern am liebsten an ihr vorbei. Das zweite Bild steht für die marode Infrastruktur in Italien: nur wenig funktioniert dort, (fast) alles ist kaputt – trotzdem lieben und leben die Menschen das Leben. Kaktus am Strand – muss mehr mehr sagen? Auch für diesen zweiten Teil kam „nur“ das Summicron-M 35 mm an der Leica M zum Einsatz. In Summe bin ich mit der Qualität dieser Kombination sehr zufrieden, auch wenn mir das Bokeh des 35er bei detailreichem Hintergrund (z. B. linke Seite des Kaktus-Bildes) zur unruhig wirkt. Dies habe ich ja bereits in meinem Beitrag „Objektiv betrachtet“ in 2015 beschrieben. Soweit also der zweite Teil, der nächste Woche durch einen dritten Teil abgeschlossen wird…

Euer Alex / LiK

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La grande bellezza – Teil 1

La grande belezza (Die große Schönheit) bezeichnet in meinem Fall die italienische Stadt Cannobio und Umgebung. Dort durfte ich eine ganze Woche verbringen und fand die eine oder andere Minuten, um Bilder von dieser herrlichen kleinen Stand, mit ihren engen Gassen und der Umgebung zu machen. Italien ist bei mir immer Schwarz-Weiß – zu sehr habe ich die alten Fellini-Filme im Kopf. Daher findet ihr in diesem Beitrag auch nur in SW ausgearbeitete Aufnahmen. Alle Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm aufgenommen. Irgendwie habe ich gerade wieder eine solche „35er-Phase“. Die Brennweite ist einfach herrlich, um durch die Straßen zu ziehen und flexibel zu fotografieren.

Die engen Gassen bringen die Herausforderung mit sich, auf Gegenlicht bzw. schräg von oben einfallendes Licht reagieren zu müssen. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, gewisse Orte zu einem späteren Zeitpunkt, bei anderem/besserem Licht, noch einmal zu besuchen. Daher musste ich das beste aus der Situation Vor-Ort machen. Die extreme Grauwertdynamik in den Bildern ist natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, spiegelt die Situation in den Gassen aber gut wieder.

Die ersten beiden Bilder unten zeigen die Stadt Cannero Reviera südlich von Cannobio. Berühmt ist die Stadt für ihren Badestrand – ich fand den Glockenturm und den Blick von Oben irgendwie spannender. Die letzten beiden Bilder sind dann wieder in Cannobio aufgenommen – direkt an der Promenade.

Der Überschrift könnt ihr entnehmen, dass dies der erste Beitrag einer kleinen Serie ist. Nächste Woche werde ich euch einige Bilder mit dem Fokus Richtung Details zeigen. Natürlich wieder in Schwarz-Weiß!

Euer Alex / LiK

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Phaeno – Farbe

Wie letzte Woche versprochen, hier nun der zweite Teil der Bilder vom Phaeno in Wolfsburg. Die Bilder jetzt in Farbe ausgearbeitet. Die Farbgebung habe ich bewusst leicht ins Gelbe gezogen, um den Bilder etwas Surreales zu geben.

Besonders das erste und das letzte Bild finde ich in Farbe fast besser als in Schwarz-Weiß. Der Kontrast zwischen gelblichem Beton und blauem Himmel ist sehr stimmig. Bei den anderen Bildern könnte ich mich schwer zwischen den beiden Varianten entscheiden. Und wie geht es euch?

Euer Alex / LiK

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Die Waldkönigin…

Bereits vor einiger Zeit, bei einer Wanderung bei Lana (Südtirol) habe ich eine wahrlich schräge Fassade entdeckt. Gelb, verwaschen und völlig heruntergekommen. Welch ein geniales Objekt. Leider sind nur wenige Bilder entstanden, zwei davon zeige ich euch hier.

Die Waldkönigin. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Schräg, schräger, … Fotografiert mit Leica M und Simmicron-M @ f/4.0.

Die Bilder sind wie immer kaum bearbeitet. Beide Aufnahmen habe ich jedoch perspektivisch leicht korrigiert und die Verzeichnung entfernt. Gerade bei Aufnahmen von Fassaden finde ich es unglaublich schön, ein perfekt entzerrtes Bild zu bekommen. Die Farben wurden im Übrigen gar nicht angepasst – die Farbe der Oberfläche ist wirklich derart gelb.

Euer Alex

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Warschau in Farbe

Wie versprochen, möchte ich nun in einem dritten (nicht geplanten) Teil zwei Bilder aus Warschau zeigen, welche ich in Farbe ausgearbeitet habe. Das Licht dort war sensationell – gelblich und fast etwas fremd und irreal. Bewusst habe ich das Gelb durch den Weißabgleich etwas verstärkt, sodass die Bilder eine sehr eigene Sprache bekommen. Anfangs dachte ich mir, dass ich einfach nur etwas zu extrem an den Reglern gedreht hatte, als ich mir die Originale aber ansah, wurde mir klar, dass die Stimmung wirklich sehr farb-intensiv gewesen ist. Fast malerisch, wie ein Gemälde wirken die Aufnahmen.

Schlussendlich kann ich mich (wie so oft) nicht entscheiden, ob nun Schwarz-Weiß oder Farbe besser wirkt. Ich denke, beide Varianten haben ihre Berechtigung. Aber irgendwie ist „der Osten“ für mich halt immer Schwarz-Weiß (hat wohl auch mit den herrlichen Bildern von Alexander Rodtschenko zu tun).

Alex

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Warschau in Schwarz-Weiß – Teil 2

Wie angekündigt, will ich euch nun im zweiten Teil der „Warschau-Bilder“ weitere Aufnahmen zeigen und Infos zu Ausarbeitung geben. Aber erst mal zu den Bildern…

Kapitalismus 2.0. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Springbrunnen im Gegenlicht. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

„The Metropolitan“ des Architekten Sir Norman Foster. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Innenansicht des „The Metropolitan“ des Architekten Sir Norman Foster. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Beförderungsmittel. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Stillstand. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Hinteransicht des „The Metropolitan“. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Ausschnitt des „The Metropolitan“. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Stadtplatz. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Prachtstraße. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Warum Schwarz-Weiß? Als ich mich Richtung Osten nach Warschau aufgemacht habe, war für mich klar: die Stadt ist heruntergekommen, die Menschen arm und alles vermutlich sehr Schwarz-Weiß! Dann kam ich in Warschau an und der Weg vom Flughafen ins Hotel bestärkte mich in dieser vorgefertigten Meinung. Der Weg von der Peripherie in das Innere von Warschau, zeigte mir dann aber deutlich, wie sehr die Menschen hier am Aufbruch arbeiten. Häuser werden fein herausgeputzt, die Straßen sind sauber und der Kapitalismus hat die Menschen in Beschlag genommen. Herausragend war aber das Licht an jenem Tag: extrem schräg einfallend, leicht gelblich und sensationell warm! Dadurch entstand ein stimmiger Kontrast, den ich so noch nicht erlebt hatte. Trotzdem habe ich die Bilder nun in Schwarz-Weiß hier gezeigt. Die Bilder habe ich nur marginal bearbeitet: manchmal leicht beschnitten und den Kontrast minimal angehoben.

Und als kleine Draufgabe, möchte ich euch in einem separaten Beitrag, hier bereits gezeigte Bilder, doch noch in Farbe ausgearbeitet darlegen: als Hommage an das Licht!

Alex

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