Kategorie-Archiv: Leica

Perspektivisch und schräg

Am Vitra Campus habe ich mich wieder mit dem bekannten Durchgang beschäftigt. Herausgekommen ist ein Bild, das ich zunächst gar nicht in die engere Wahl genommen habe. Jetzt habe ich aber doch etwas mit dem Beschnitt gearbeitet und es gefällt mir recht gut.

Lange habe ich auch überlegt, ob ich es perspektivisch korrigieren und ev. unten etwas beschneiden soll. Habe es dann aber doch sein lassen. Ich denke der Durchgang hat Potential für zukünftige Aufnahmen…

Alex

Vitra…wieder mal!

Der Vitra Campus liegt von uns nur 25 Min. entfernt und so bietet es sich an, das herrliche Gelände ab und an zu besuchen. So auch letzte Woche! Natürlich hat man das Gefühl, dass sich die Bilder wiederholen, aber man entdeckt doch auch immer wieder neue Ecken. Abwechslung kann ja schon eine andere Brennweite bringen. Habe dieses mal nur die 50 mm verwendet – spannend!

Hier mal zwei Bilder. Beim zweiten Bild bin ich mir noch nicht sicher, ob es zu dunkel ist – für einen Tipp bin ich also sehr dankbar.

Euer Alex

Nachtrag:

Und hier der Versuch das zweite Bild mit etwas mehr Kontras zu versehen (danke Rob für den Tipp).

Baumansicht

Neulich bei einem Spaziergang durch den Wald oberhalb von Müllheim-Feldberg ist mir der Blick in einen relativ jungen Baumbestand aufgefallen. Der Blick wirkte herrlich „komprimiert in der Tiefe“. Das Bild das ich dort gemacht habe, gibt diesen Blick sehr gut wieder – es ist nicht perfekt und besser hätte ich die Blende wohl weiter geschlossen, aber trotzdem strahlt das Bild etwas Besonders aus.

Manchmal sieht man wahrlich den Wald vor lauter Bäume nicht 🙂

Alex

Nebeleiszapfen

Neulich gab es mehrere Tage an denen der Nebel tief über unseren Hügeln hing und eine bittere Kälte den Nebel wie Eiszapfen in der Luft gefrieren ließ. Es war eine seltsame Stimmung – ohne Sonne, dunkel und trüb. Also raus aus dem Haus und über die Hügel gewandert – mit Leica M und 35er.

Erstmals habe ich diese Bilder übrigens komplett in Darktable bearbeitet, inkl. der Verkleinerung auf die Zielgröße. Früher habe ich dazu immer Gimp verwendet und hatte den Eindruck, dass die Bilder auf den letzten Metern (gerade beim Verkleinern) etwas an Qualität (Schärfe) verloren haben. So richtig scharf scheinen die Bilder hier im Blog aber nie abgebildet zu werden – keine Ahnung warum!

Euer Alex

Was bleibt da noch zu sagen? Gedanken zur neuen Leica M11

Jetzt bin ich aber ganz schön spät dran, ein paar Worte zur Leica M11 zu verschwenden. Vieles wurde in den letzten Wochen geschrieben, besprochen und diskutiert. Auf ein paar wenige Fakten möchte ich trotzdem eingehen (wie immer als sehr subjektive und persönliche Sicht).

Auflösung: 60 MP sind natürlich ein ziemlicher Hammer, aber immerhin, lässt sich nun auch die RAW-Auflösung in drei Stufen variieren. Ich finde das ziemlich clever und offensichtlich auch schön gelöst. Dass die niederen Auflösungen keinen nennenswerte Vorteil bei Rauschen und Dynamik bringen, spricht für die unglaublich hohe Qualität des Sensors im oberen Auflösungsbereich. Persönliche Bewertung: 60 MP hätte ich nicht gebraucht, aber aus derzeitiger Sicht stören sie mich nicht. Daher: Neutral.

Belichtungsmessung: Wahrscheinlich eine der größten Änderungen an der M11 ist die Art der Belichtungsmessung. Erstmals wird diese komplett (auch im Messsuchermodus) über den Bildsensor gemacht. Das führt dazu, dass sich der Verschlussvorhang öffnet, sobald die Kamera eingeschaltet wird. Früher war dies nur im LiveView der Fall. Dadurch soll sich die Einschaltezeit der M11 deutlich erhöht haben und irgendwo zw. 2 und 3 Sekunden liegen, was ich ziemlich viel finde. Persönliche Bewertung: Sollte für meine Art der Fotografie eigentlich unwichtig sein, wenn sich die Einschaltezeit aber deutlich erhöht, wäre dies aus meiner Sicht ein deutlicher Rückschritt. Die Hoffnung ist, dass Leica hier mit einer neuen Firmware mehr Tempo rein bringen wird. Daher: Negativ bis neutral.

ISO: Endlich haben wir in der M11 einen Basis-ISO-Wert von 64. Summilux ohne Filter, auch an einem schönen Sommertag mit viel Licht, wird dadurch möglich! Persönliche Bewertung: Eine kleine Verbesserung, die für mich extrem wichtig ist. Daher: Positiv.

Gehäuse: Die Bodenplatte ist nun Geschichte und bei der schwarzen Version der Kamera setzt Leica nun auf Aluminium und nicht mehr auf Messing. Das führt dazu, dass die schwarze Variante deutlich leichter ist. Man wird sehen, ob die höhere Wärmeleitfähigkeit von Aluminium zu Schwierigkeiten beim empfindlichen Messsucher führen wird. Aus meiner Sicht sollte das Leica aber bestens im Griff haben. Aluminium als Gehäusematerial ist heute bei vielen Kameras Standard und gilt als ausreicht stabil und fest. Die Lackierung der Kamera muss beobachtet werden – bisher war die Eloxierung auf Messing ja immer extrem robust. Persönliche Bewertung: Weniger Gewicht bei gleichbleibender Stabilität ist für mich ein Vorteil. Um die Farbe mache ich mir keine Gedanken. Daher: Positiv.

Und sonst so: Interner Speicher (positiv), Konnektivität (positiv), Akku (positiv).

Preis: Hmmm….8.350 €! Die M10 kostete bei der Einführung 6.500 €. Also wenn nicht Leica draufstehen würde, könnte man fast denken, dass das unverschämt ist, oder? Jemand hat neulich zu mir gesagt: „Man ist bereit den Preis zu zahlen oder eben nicht!“ Noch Fragen? Aber mal ein anderer Gedanke: Der Preis der M11 richtet sich eindeutig an der M10-R aus (exakt der gleiche Preis!). Hätte eine M11 weniger gekostet, hätte niemand mehr die M10-R gekauft, die offensichtlich zunächst im Programm bleibt. Kann es sein, dass Leica mittelfristig (sagen wir mal in 12 Monaten) eine M11s auf den Markt bringt, die dann etwas abgespeckt ist und im Bereich von 6.800 € kosten wird? Vergleichbares hat man mit der SL2 gemacht. Auch dort gibt es eine s-Variante, die sich offensichtlich wie die warmen Semmeln verkauft. In 24 Monaten könnte man dann die übliche P-Variante (M11P) auf den Markt bringen und hätte somit drei unterschiedliche Modelle für unterschiedliche M-Zielkunden. Nur ein Gedankenspiel!

Fazit: Ohne jeden Zweifel ist die M11 eine tolle Kamera und bringt vieles mit, was ich mir schon bei der M10 gewünscht habe. Alleine der niedere ISO-Basiswert, die Möglichkeit mit einem elektronischen Verschluss auch kürzer als 1/4.000 zu belichten und das niedere Gewicht würden einen Kauf für mich rechtfertigen. Wäre da nicht der Preis! Also warte ich erst mal ab…

Wenn ihr einen schönen Überblick von der M11 bekommen wollt, dann schaut euch das Video von Paddy an.

Euer Alex

Die neue „Laika“ – Spekulation zur Leica M11

Derzeit sprechen Leica-Jünger ja nur noch über den 13. Januar 2022 – also morgen, dem Tag an dem (vermutlich) die neue Leica M11 vorgestellt werden wird. Mein Tochter (6 Jahre alt!) hat mir zu Weihnachten (vermutlich, weil ich auch seit Monaten nur noch von DIESER neuen Leica spreche) eine echte „Laika“ geschenkt. Aus meiner Sicht DIE einzige echte Alternative zur kommenden M11.

Was wünsche ich mir aber von der M11? Ich bin mal in mich gegangen und habe versucht aufzuschreiben, was die neue M11 können muss, um unwiderstehlich für mich zu sein:

  • ISO-Werte weit unterhalb von 100 (am besten in Richtung 50), um auch mit f/1.4 bei praller Sonne ohne ND-Filter arbeiten zu können.
  • Verschlusszeiten kürzer als 1/4.000 – gerne auch mit elektronischem Verschluss (auch hier spielt das Thema „Offenblende“ eine Rolle).
  • bessere Akkuleistung als die M10, vergleichbar mit meiner M240.
  • geringeres Gewicht (unterhalb von 600 g ohne Akku wäre super! Meine M240 wiegt um die 680 g mit Akku!).
  • höhere Auflösung (klasse wäre es, wenn man die Auflösung der RAW anpassen könnte) zw. 40 und 60 MP.
  • Preis auf dem Niveau einer M10 🙂

Mal sehen was Leica morgen bringen wird (erste Spekulationen gehen ja durchaus in die richtige Richtung!). Das Event gibt es übrigens live im Netz zu sehen.

Ein sehr schönes „Spekulationsvideo“ findet sich hier:

Euer Alex