Schlagwort-Archiv: Leica M

Nicht mehr ganz oben in den Bergen – Südtirol Teil 3

Nach der hochalpinen Tour ging es einen Tag später hoch nach Vöran auf den Tschögglberg. Mit der Seilbahn hinauf auf 1.200 Meter und dann oben auf einem 12-Kilometer-Rundweg hoch und runter, sodass es am Ende wieder fast 1.000 Höhenmeter waren. Das Wetter war herrlich und fast ein wenig warm (um die 30 °C). Natürlich ist die Landschaft weniger spektakulär als auf der Tour zum Grünsee im Ultental, aber die Wiesen und Weiden machen auch Freude am Fotografieren. Alle Bilder entstanden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm.

Beeindruckend war natürlich der Blick vom „Knottenkino“ hinunter ins Etschtal (vorletztes Bild). Die Anhäufung von Häusern, die man unten im Tal sieht, ist das Dorf Lana – dort wo ich aufgewachsen bin. Um die Szenerie in Ruhe betrachten zu können, hat man dort oben sogar gemütliche Stühle installiert. Herrlich!

Euer Alex

Hoch oben in den Bergen – Südtirol Teil 2

Und weiter geht es mit dem zweiten Teil der Serie. Inzwischen sind wir knapp oberhalb der Baumgrenze angekommen (also bei ca. 2.400 Meter). Die Landschaft wird karger und etwas unwirklich. Teilweise git es nur noch Moose und Steine und ab und an einen verirrter Busch. Im ersten Bild sieht man schon das Ziel der Wanderung (ganz klein in der Bildmitte als grauen Fleck abgebildet): die Höchsterhütte am Grünsee. Zwischen dem Aufnahmepunkt des ersten Bildes und der Hütte liegt aber ein Tal, das man etwas weitläufig umwandern muss. Am Grünsee oben lag vereinzelt noch Schnee, was nicht verwunderlich ist, da im letzten Winter über 10 Meter Schneehöhe war.

Die letzten beiden Bilder wurden mit dem „21er“ aufgenommen. Prinzipiell hat sich bei dieser Wanderung gezeigt, dass 21 mm eine fantastische Brennweite sind, bei Landschaften aber manchmal zu viel Abstand zum Sujet schaffen. Diese Brennweite braucht Vordergrund, sonst versinkt alles in zu großer Distanz. Ich denke, bei den letzten beiden Aufnahmen ist dies einigermaßen gelungen. In der weitläufigen Landschaft beim Aufstieg hätte dies aber nicht funktioniert – außer man stellt Objekte bewusst in den Vordergrund. Überrascht haben mich die 35 mm. Trotz der eingeschränkten Bildöffnung suggeriert diese Brennweite doch ein Gefühl von Weite. Ideal wären wohl 28 mm als der perfekte Kompromiss.

Euer Alex

Hoch oben in den Bergen – Südtirol Teil 1

Nach über 1,5 Jahren sind wir Anfang August wieder mal nach Südtirol gefahren – Familie besuchen und ein wenig ausspannen. Und nach einer gefühlten Ewigkeit, habe ich mit meinen Eltern wieder mal eine Bergtour gemacht. Es ging ins Ultental – ganz rein bis es einfach nicht mehr weiter ging! Vom Weißbrunnersee ging es los. Über diverse Hochebenen, vorbei am Fischersee ganz hinauf bis zum Grünsee auf 2.700 Meter. Eine herrliche Tour mit fantastischem Ausblick. Das Wetter spielte zudem perfekt mit, ein paar kleinere Wölkchen machten die Berge nur noch attraktiver! In Summe waren es 12 Kilometer und ca. 1.300 Höhenmeter die wir in ca. 6 Stunden (natürlich mit einigen Pausen fürs Fotografieren) zurückgelegt haben. Natürlich war meine Leica M dabei mit dem Summicron-M 35 mm und dem Super-Elmar 21 mm. Dieser erste Teil zeigt nun einige Bilder die ich beim Aufstieg gemacht habe und die den Weg bis zur Waldgrenze zeigen. Zum Einsatz kam hier nur das „35er Objektiv“. Die Blende war fast immer fest auf f/11 gestellt, sodass ich mich voll auf die Bildkomposition konzentrieren konnte. Bei dieser Umgebung war dies aber nicht wirklich schwierig.

Im zweiten Teil, nächste Woche, zeige ich euch sechs Bilder vom oberen Teil der Tour – dort wo es felsig und steinig und etwas unwirklich wird! Freut euch also schon mal darauf!

Euer Alex

Wintermorgen – Teil 4

Zum Abschluss dieser kleinen Winterserie, bin ich noch einmal zum „Baum mit der Leiter“ gewandert. Im Unterschied zu meinem letzten Besuch, war es Grau in Grau und Schnee lag auf dem Feld davor.

Habe eine ganze Serie von Bildern gemacht, um den richtigen Standpunkt zu finden. Trotz allem ist es dieses Bild geworden, welches eines der ersten war, das ich gemacht habe. Der Baum dort hat es mir angetan – er wirkt verloren, aber doch in seinem Sein gefestigt. Die Leiter scheint ihn zu stützen. Bewundernswert…

Euer Alex

Die Treppe zum Wein…

Letzte Woche, als ich durch die Weinberge von Feldberg lief und mit dem Summilux-M 50 mm bei f/1.4 fotografierte, entstand auch dieses Bild. Da es in Schwarz-Weiß wesentlich besser wirkt als in Farbe, wollte ich es nicht gemeinsam mit den anderen Bildern aus der Serie „f/1.4“ zeigen. Daher also nun hier der Nachtrag.

Treppe zum wein. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M @ f/1.4.

Treppe zum wein. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M @ f/1.4.

Die abgebildete Treppe führt von einem kleinen landwirtschaftlichen Weg in den darüber liegenden Weinberg. Unscheinbar, schon in die Jahre gekommen, aber ein sehr schönes Motiv.

Alex

Projekt f/1.4

Bin heute durch die Weinberge von Feldberg gewandert und habe einige Bilder gemacht. Dabei stellte ich mir die Aufgabe, endlich wieder das Summilux-M 50 mm zu verwenden und dieses nur bei f/1.4 einzusetzen. Entstanden sind eine ganze Reihe von Bildern, von denen einige hier gezeigt werden sollen.

l1000052l1000059 l1000062 l1000063 l1000066 l1000068Nach einigen Wochen der „Summilux-Abstinenz“  war ich einfach nur hin und weg von der Qualität der Abbildung. Klar, der scharfe Bereich wird schon bei f/1.4 absolut scharf abgebildet (bis in die Ecken), aber dieser Unschärfebereich – wow! Dafür liebe ich dieses Objektiv so sehr und denke immer noch, dass es dem doppelt so teuren APO 50 mm überlegen ist oder zumindest seine ganz eigene Charakteristik hat.

Das Projekt f/1.4 ist übrigens jedem mehr als zu empfehlen. Nicht nur, dass man sich durch eine Festbrennweite einschränkt und dadurch seine Kreativität freisetzt, die Limitierung auf einen festen Blendenwert gibt diesem Prozess noch einmal einen zusätzlichen Schub. Einschränkung ist in der Fotografie eben doch etwas sehr Nützliches!

Alex

Kinder vor der Kamera – Ana #1

Die Leica M ist mit Sicherheit keine prädestinierte Kamera für das Festhalten schneller Bewegungen. Klar, Generationen von Fotografen haben mit dieser Kamera Street Photography betrieben bzw. betreiben dies noch immer. Bewegt sich das Sujet aber sehr schnell, muss man schon einige Tricks anwenden, um auch bei offener Blende den Schärfepunkt perfekt zu treffen. Ähnlich wie die Straßenfotografie ist auch die Sportfotografie … und das Fotografieren von Kindern! Ja, Kinder sind in ihrer Bewegung unberechenbar und eben auch (ab einem gewissen Alter) sehr schnell.

In den letzten Wochen habe ich viel Zeit damit verbracht unsere Tochter Ana zu fotografieren. Ja, sie ist noch sehr klein und auch noch nicht ganz so schnell, aber trotzdem stellt es für mich eine Herausforderung dar, sie gekonnt und auch wirklich scharf ins Bild zu bekommen. Umso zufriedener bin ich mit dem entstandenen Bild. Sanft von der Seite einfallendes Licht, ein fokussierter Blick und eine weit offene Blende. Das Summilux-M 50 mm trägt dann noch eine ganz eigene Bildstimmung bei, die man nur schwer erklären kann. Zusätzlich ein Bokeh zum Niederknien.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Klar, noch besser wäre es gewesen, wenn das Ohr nicht leicht angeschnitten ist und am oberen Rand noch etwas mehr Spielraum geblieben wäre. Wenn man nur genug Zeit hätte, bevor sich die Kleine wieder weiter bewegt und das Interesse am Fenster und der Kamera verliert.

LiK