Schlagwort-Archiv: Leica Summicron

Wintermorgen – Teil 4

Zum Abschluss dieser kleinen Winterserie, bin ich noch einmal zum „Baum mit der Leiter“ gewandert. Im Unterschied zu meinem letzten Besuch, war es Grau in Grau und Schnee lag auf dem Feld davor.

Habe eine ganze Serie von Bildern gemacht, um den richtigen Standpunkt zu finden. Trotz allem ist es dieses Bild geworden, welches eines der ersten war, das ich gemacht habe. Der Baum dort hat es mir angetan – er wirkt verloren, aber doch in seinem Sein gefestigt. Die Leiter scheint ihn zu stützen. Bewundernswert…

Euer Alex

Wintermorgen – Teil 3

Und wieder ging es raus in den Schnee auf den Gegenhang von Müllheim-Feldberg. Der Wind pfiff dort oben wie verrückt, aber die einzelnen und freistehenden Bäume sind immer ein wunderbares Motiv.

Der strahlend blaue Himmel bildet auch in der Schwarz-Weiß-Auswertung einen wunderbaren Kontrast zu den Bäumen. Und die Kuh!? Naja, was soll man dazu sagen – passt eben perfekt ins Bild. Glück gehabt!

Nächste Woche gibt es dann Abschluss dieser kleinen Winterserie.

Euer Alex

Wintermorgen – Teil 2

Erneut sind wir frühmorgens in den Schnee gefahren. Gleicher Parkplatz, gleicher Wanderweg – nur hat es uns dieses mal etwas weiter hoch in Richtung Belchen gezogen. Das Wetter war zudem ganz anders – Nebel zog über die Hügel und es herrschte ein sehr düsteres Licht. Ich konzentrierte mich dieses mal auf typische Landschaftsszenen – keine Details. Mit dabei wieder meine Leica M mit dem Summicron-M 35 mm. Mache mit dem Objektiv wohl gerade so etwas wie eine Paartherapie 🙂

Ich mag diese Landschaft dort oben sehr. Der Schnee verleiht ihr zudem eine romantische Stimmung. Die Straße aus Bild 1 bildet ein wunderbares Objekt – leider stört das Fahrzeug (das sich einfach nicht wegbewegen wollte) dort etwas. Mein Lieblingsbild ist eindeutig das letzte – der Himmel wurde immer dunkler und es begann leicht zu schneien. Trotzdem wurden die Hügel noch leicht ausgeleuchtet – wunderbar!

Euer Alex

Wintermorgen – Teil 1

Kurz vor dem Jahreswechsel zog es uns an den Fuße des Belchen – verschneite Hänge und eine angenehme Ruhe unter der dicken Wollmütze ergaben eine sehr angenehme Stimmung. Der Wind pfiff uns um die Ohren. Wir stapften den Berg hinauf und ab und an ergaben sich ganz wunderbare Motive die ich mit meiner Leica M einfach festhalten musste. Alle Bilder sind mit dem Summicron-M 35 mm gemacht worden. Die Bearbeitung fand in Darktable statt (welch ein wunderbares Werkzeug!) – außer der Umwandlung nach Schwarz-Weiß griff ich aber nicht weiter in die Bildgestaltung ein.

Schnee reduziert die Landschaft so wunderbar, dass man nur noch die kleinen feinen Details finden und auf den Auslöser drücken muss. Ich hoffe in Kürze gibt es weiteren frischen Schnee, sodass wir einen weiteren Ausflug in die monochrome Landschaft machen können.

Euer Alex

Die guten alten Zeiten – Streulichtblende ist nicht gleich Streulichtblende

Die Streulichtblende (manchmal auch fälschlicherweise als Gegenlichtblende bezeichnet), stellt ein Zusatzelement des Objektives dar, welches leider viel zu oft unterschätzt wird. Nur allzu oft sehe ich verkehrt montierte Streulichtblenden – warum entzieht sich meiner Kenntnis bis heute. Wie dem auch sei – eine Streulichtblende macht auch bei höchst-vergüteten Linsenelementen und entsprechenden Objektiven Sinn. Bei den Leica Summicron- und Summilux-Objektiven wird die Streulichtblende mitgeliefert. Leider ist diese beim Summicron 35 mm ASPH. nur aus Plastik und hat eine Form, die eher an eine russische Konstruktion erinnert als eine deutsche feinmechanische Meisterleistung.

Leica M mit Summicron-M 35 mm und originaler Streulichtblende.

Leica M mit Summicron-M 35 mm und originaler Streulichtblende.

Bei den früheren 35er Summicrons wurde noch eine aus Metall gefertigte Streulichtblende mitgeliefert – damals sogar noch als schöne lamellenförmige Konstruktion. Und genau diese Streulichtblenden sind heute begehrte Sammlerstücke, die über ebay und den Gebrauchthandel vertrieben werden. Bereits seit ca. 1 Jahr bin ich auf der Suche nach einem solchen Teil. Wie durch Zufall entdeckte ich ein gut erhaltenes Exemplar im niederländischen Online Shop von Marco Schouten – http://www.schouten-select.com/. Ich nahm Kontakt auf und musste erfahren, dass das Objekt der Begierde leider schon vergeben war, aber eine zweite Blende gerade „reingekommen“ sei. Marco schickte mir schnell ein paar Bilder, wir verhandelten den Preis und schon war alles fixiert. Ich kann den Shop also nur ausdrücklich empfehlen!

Leica M mit Summicron-M 35 mm und "alte" Streulichtblende.

Leica M mit Summicron-M 35 mm und „alte“ Streulichtblende.

Das Bild und der entsprechende Vergleich zeigt es deutlich, dass die alte Form der Streulichtblende einfach besser zur Gesamtkonstruktion von Leica M und Summicron passt. Es gibt heute übrigens 4 Typen von Streulichtblenden für dieses Objektiv: Typ 12526 (die originale Plastikblende inklusive Schutzkappe, wie sie im Lieferumfang meines Objektives inkludiert war), Typ 12524 (der Vorgänger der heutigen Plastikblende, damals noch ohne Schutzkappe), Typ 12504 (die „alte“ Metallblende wie sie 1967 eingeführt wurde und wie ich sie erworben habe) und Typ 12585 (eine „alte“ Metallblende, welche eine etwas längere Bauform hat). Interessant auch, dass Leica alle aktuellen Sondereditionen des Summicron-M 35 mm (zum Beispiel als Teil der neuen Leica M Lenny Kravitz Edition oder der Leica M Safari) mit der Streulichtblende des Typs 12504 ausstattet.

Typ 12504 zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Blende in zwei Hälften zerlegt werden und einen entsprechenden Filter aufnehmen kann. Den eigentlichen Job, nämlich Streulicht verringern oder gar beseitigen, erledigen alle diese Streulichtblenden gleich gut. Warum Leica über die Jahre für die gleiche Objektivkonstruktion (bzw. nur leicht unterschiedliche Designs) so viele unterschiedliche Streulichtblenden entworfen und produziert hat, ist mir ein Rätsel. Eine gute Auflistung der Streulichtblenden und kurze Erklärungen finden sich hier.

Der Blick durch den Messsucher ändert sich übrigens nicht wesentlich. Zum Vergleich hier die beiden Arten von Streulichtblenden mit entsprechendem Messsucherbild.

Blockade des Messsuchers durch die Streulichtblende 12

Blockade des Messsuchers durch die Streulichtblende 12526.

Blockade des Messsuchers durch die Streulichtblende 12504.

Blockade des Messsuchers durch die Streulichtblende 12504.

Wo liegen also die Vorteile der „alten“ Streulichtblende vom Typ 12504? Definitiv hat sie eine höhere Stabilität aufgrund der Metallkonstruktion. Mit Sicherheit gibt sie dem Objektiv ein angemessenes wertiges Aussehen.  Der Nachteil ist, dass es keinen Objektivdeckel zur Streulichtblende gibt – hier will ich aber weiter recherchieren und eine Lösung finden. Nachteil ist auch, dass das Objektiv mit angesetzter Streulichtblende nun nicht mehr in den originalen Objektivköcher passt.

Jeder muss also für sich entscheiden, welchen Typ und welche Art von Streulichtblende er bevorzugt. Ich werde in den nächsten Wochen definitiv die 12504 zu meinem Standard machen – ob dies auch langfristig so bleibt, wird sich zeigen.

LiK

Best of „\temp“

Seit einigen Jahren habe ich eine ziemlich blöde Angewohnheit: Wenn ich nach einer Fototour nach Hause komme, kopiere ich erst mal alle Bilder in ein Verzeichnis mit dem Namen „temp“ (steht für „temporär“). Ich kopiere von dort dann jene Bilder in spezielle Verzeichnisse die richtig gut sind – manchmal bleiben aber auch gute/interessante Bilder im Verzeichnis liegen. Mit der Zeit wird die Sache natürlich mehr als unübersichtlich. Zeit also,  einen Blick in dieses Verzeichnis zu werfen und zu prüfen, ob nicht doch der eine oder andere interessante Schuss dabei ist.

Seht die nachfolgenden Bilder als ein nicht-zusammenhängendes Konglomerat von Einzelaufnahmen. Gut oder Schlecht? Hmmm…bildet euch selbst eine Meinung.

L1005685

Diagonal. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0.

L1005711

Schmuckstück. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0.

L1006097

U-Turn. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006101

Undurchsichtig. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006269

Ausgerichtet. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

LiK

Das Licht…

Also mit dem Winter scheint es heuer ja nicht so recht zu klappen. Und so herrscht in Freiburg derzeit eher eine herbstliche Stimmung: Temperaturen weit über dem Nullpunkt und dicht hängender Nebel. Also rein in den Wald und fotografieren!

Ein gutes Objektiv zeigt seine Stärken vor allem bei seitlich einfallendem Licht und bei extremen Gegenlicht. Zwei Lichtsituationen die billige und schlecht verarbeitete Linsen schon mal an die Grenzen treiben. Die Leica M ist bei Einsatz von weitwinkligen Objektiven (ab dem 35 mm abwärts) recht anfällig für Streulicht, welches sich durch das extrem kurze Auflagenmaß störend abbilden kann. Mit ein wenig Sorgfalt lassen sich aber hervorragende Ergebnisse erreichen; auch unter extrem schwierigen Situationen. Den Beweis erbringe ich mit dem nachfolgenden Bild.

Gegenlicht. Fotografiert mit der Leica M und Summicron-M 35 mm @ 2.0.

Gegenlicht pur! Fotografiert mit der Leica M und Summicron-M 35 mm @ 2.0.

Aufgenommen wurde das Bild auf dem Schlossberg bei Freiburg. Die tief-stehende Nachmittagssonne blickte gerade so über den Hügel und traf meine Kamera und das Summicron frontal. Ich machte die Blende ganz auf, korrigierte die Belichtung leicht und lichtete die Situation ab. Besonders schön finde ich, wie sich die Sonnenstrahlen durch den Nebel abbilden. Trotz Gegenlicht sind keine Lichtschleier oder Reflexionen sichtbar. Die extrem kontrastreiche und gestochen scharfe Abbildung sprechen für die Kombination aus Kamera und Objektiv.

So lässt sich der Winter weiter genießen…

LiK