Schlagwort-Archiv: Leica M (Typ 240)

Drechseln hautnah

Vor einiger Zeit hatte ich hier berichtet, welch wunderbare Holzschüssel mein Vater gedrechselt hat. Den Beitrag findet ihr hier. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit, ein paar Bilder vom Prozess des Drechseln zu machen. Der Raum ist klein, die Maschine groß und so mussten wir uns dort drinnen zu viert (Vater, Maschine, Kamera und ich) eben arrangieren. Alle Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm gemacht. Und alle Bilder sind bei voll offener Blende (f/2.0) entstanden. In der Nachbearbeitung wurde nur die Umwandlung in Schwarz-Weiß vorgenommen und bei einigen Bildern habe ich einen leichten Beschnitt gemacht.

Die Bildkomposition war auf Grund des geringen Platzes sehr herausfordernd. Fast immer musste ich mich an die Wand oder in die Ecke drücken, um überhaupt einen vernünftigen Bildausschnitt hinzubekommen. Das hat auch dazu geführt, dass Teile in den Bildern stark angeschnitten sind. Am Ende war dies aber wohl genau die richtige Limitierung, um spannende Bilder zu bekommen. Mehr Platz ist eben nicht immer das Beste!

Nächste Herausforderung war das Licht. Es gab leichtes Gegenlicht vom Fenster, das aber zum Glück genau von der Seite auf die Drechselmaschine strahlte. Eine kleine Lampe an der Maschine warf bei einigen Bildern einen kleinen Spot – dieser war Fluch und Segen gleichzeitig. Er sorgte für eine schöne Lichtstimmung, ließ aber andere Teile des Bildes völlig „absaufen“.

Die Bilder die ich euch hier zeige, sind in zwei Sessions zu jeweils ca. 15 Minuten entstanden. Wenn die Maschine mal läuft und die Späne fliegen, dann muss es eben schnell gehen. Das Ganze war aber eine großartige Erfahrung und ein wunderbarer Moment! Danke also an Mensch & Maschine!

Euer Alex

Vigiljoch – Südtirol Teil 5

Den Abschluss der „Südtirol-Reihe“ machen ein paar Bilder von einer kleinen Wanderung auf dem Vigiljoch. Per Seilbahn von Lana in 10 Minuten 1.000 Meter nach oben und dann auf einem 9 km Rundweg durch Wald und über Wiesen.

Fotografiert wurde wieder mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm. Das Wetter war nicht perfekt, aber immer wieder ergaben sich sonnige Abschnitte die ich gut nutzen konnte.

Ich hoffe, wir können bald wieder Zeit hier in Südtirol verbringen und es kommen dann noch viele spannende Wanderungen und einige gute Bilder dazu.

Euer Alex

In der Schlucht – Südtirol Teil 4

Heute zeige ich euch ein paar wenige Bilder, die am Rande eines kleinen Spazierganges durch Lana (das Dorf in dem ich aufgewachsen bin) entstanden sind. Spektakulär ist dort vor allem die Gaulschlucht, die von markanten Felsen geprägt ist und nach ca. 15 Minuten Fußmarsch im Nichts endet. Ein kleiner enger Weg und einige Hängebrücken führen dort hinein. Alle Bilder sind mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm entstanden.

Die Bilder haben ich anfangs in Farbe ausgearbeitet, aber dann schnell gemerkt, dass sie in Schwarz-Weiß einfach viel besser wirken. Speziell die zwei letzten Bilder, mit den Felsen und dem harten Licht, das von oben kommt, wirken sehr viel plastischer in dieser Ausarbeitungsvariante.

Euer Alex

Nicht mehr ganz oben in den Bergen – Südtirol Teil 3

Nach der hochalpinen Tour ging es einen Tag später hoch nach Vöran auf den Tschögglberg. Mit der Seilbahn hinauf auf 1.200 Meter und dann oben auf einem 12-Kilometer-Rundweg hoch und runter, sodass es am Ende wieder fast 1.000 Höhenmeter waren. Das Wetter war herrlich und fast ein wenig warm (um die 30 °C). Natürlich ist die Landschaft weniger spektakulär als auf der Tour zum Grünsee im Ultental, aber die Wiesen und Weiden machen auch Freude am Fotografieren. Alle Bilder entstanden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm.

Beeindruckend war natürlich der Blick vom „Knottenkino“ hinunter ins Etschtal (vorletztes Bild). Die Anhäufung von Häusern, die man unten im Tal sieht, ist das Dorf Lana – dort wo ich aufgewachsen bin. Um die Szenerie in Ruhe betrachten zu können, hat man dort oben sogar gemütliche Stühle installiert. Herrlich!

Euer Alex

Hoch oben in den Bergen – Südtirol Teil 2

Und weiter geht es mit dem zweiten Teil der Serie. Inzwischen sind wir knapp oberhalb der Baumgrenze angekommen (also bei ca. 2.400 Meter). Die Landschaft wird karger und etwas unwirklich. Teilweise git es nur noch Moose und Steine und ab und an einen verirrter Busch. Im ersten Bild sieht man schon das Ziel der Wanderung (ganz klein in der Bildmitte als grauen Fleck abgebildet): die Höchsterhütte am Grünsee. Zwischen dem Aufnahmepunkt des ersten Bildes und der Hütte liegt aber ein Tal, das man etwas weitläufig umwandern muss. Am Grünsee oben lag vereinzelt noch Schnee, was nicht verwunderlich ist, da im letzten Winter über 10 Meter Schneehöhe war.

Die letzten beiden Bilder wurden mit dem „21er“ aufgenommen. Prinzipiell hat sich bei dieser Wanderung gezeigt, dass 21 mm eine fantastische Brennweite sind, bei Landschaften aber manchmal zu viel Abstand zum Sujet schaffen. Diese Brennweite braucht Vordergrund, sonst versinkt alles in zu großer Distanz. Ich denke, bei den letzten beiden Aufnahmen ist dies einigermaßen gelungen. In der weitläufigen Landschaft beim Aufstieg hätte dies aber nicht funktioniert – außer man stellt Objekte bewusst in den Vordergrund. Überrascht haben mich die 35 mm. Trotz der eingeschränkten Bildöffnung suggeriert diese Brennweite doch ein Gefühl von Weite. Ideal wären wohl 28 mm als der perfekte Kompromiss.

Euer Alex

Hoch oben in den Bergen – Südtirol Teil 1

Nach über 1,5 Jahren sind wir Anfang August wieder mal nach Südtirol gefahren – Familie besuchen und ein wenig ausspannen. Und nach einer gefühlten Ewigkeit, habe ich mit meinen Eltern wieder mal eine Bergtour gemacht. Es ging ins Ultental – ganz rein bis es einfach nicht mehr weiter ging! Vom Weißbrunnersee ging es los. Über diverse Hochebenen, vorbei am Fischersee ganz hinauf bis zum Grünsee auf 2.700 Meter. Eine herrliche Tour mit fantastischem Ausblick. Das Wetter spielte zudem perfekt mit, ein paar kleinere Wölkchen machten die Berge nur noch attraktiver! In Summe waren es 12 Kilometer und ca. 1.300 Höhenmeter die wir in ca. 6 Stunden (natürlich mit einigen Pausen fürs Fotografieren) zurückgelegt haben. Natürlich war meine Leica M dabei mit dem Summicron-M 35 mm und dem Super-Elmar 21 mm. Dieser erste Teil zeigt nun einige Bilder die ich beim Aufstieg gemacht habe und die den Weg bis zur Waldgrenze zeigen. Zum Einsatz kam hier nur das „35er Objektiv“. Die Blende war fast immer fest auf f/11 gestellt, sodass ich mich voll auf die Bildkomposition konzentrieren konnte. Bei dieser Umgebung war dies aber nicht wirklich schwierig.

Im zweiten Teil, nächste Woche, zeige ich euch sechs Bilder vom oberen Teil der Tour – dort wo es felsig und steinig und etwas unwirklich wird! Freut euch also schon mal darauf!

Euer Alex

Wintermorgen – Teil 4

Zum Abschluss dieser kleinen Winterserie, bin ich noch einmal zum „Baum mit der Leiter“ gewandert. Im Unterschied zu meinem letzten Besuch, war es Grau in Grau und Schnee lag auf dem Feld davor.

Habe eine ganze Serie von Bildern gemacht, um den richtigen Standpunkt zu finden. Trotz allem ist es dieses Bild geworden, welches eines der ersten war, das ich gemacht habe. Der Baum dort hat es mir angetan – er wirkt verloren, aber doch in seinem Sein gefestigt. Die Leiter scheint ihn zu stützen. Bewundernswert…

Euer Alex