Gestern war ich im Wald spazieren und der Nebel zog mir um die Nase und Linse. Ich machte einige wenige Bilder, da ich mir nicht sicher war, ob die ganze Szenerie überhaupt funktioniert. Die zwei ersten Bilder sind nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Das dritte Bild lässt mich aber nicht mehr los. Ich kann nicht wirklich erklären warum das so ist, aber der Weg scheint mich richtig in das Bild zu ziehen.
Komischerweise funktioniert das Bild in Schwarzweiß gar nicht. Die Farben kamen auch direkt so aus meiner Leica M – ich musst nichts „entsättigen“ oder anpassen. Ich denke der Weg wird nun öfters von mir aufgesucht werden.
Vor einiger Zeit (als Covid-19 so richtig losging), habe ich ja ein Kleinprojekt gestartet, welches die Gefühlswelt des Lockdown wiedergeben soll. Ich nannte es Locked-Up. Zu finden ist es hier.
Vor kurzem entdeckte ich nun Pflanzen (Bambus) hinter einer Milchscheibe und ich musste sie einfach fotografieren. Das Bild passt einfach so wunderbar zum Projekt.
Das Bild drückt für mich das derzeitige Gefühl sehr gut aus. Wir sind schon halb draußen aus dem Lockdown, aber doch irgendwie auch nicht. Trauen wir uns schon, oder doch schnell wieder rein hinter verschlossenen Türen? Oder wartet die größte Gefahr doch hinter der Scheibe? Wir werden sehen…
Als wir Ende August in Konstanz waren, habe ich natürlich den dortigen Leica Shop besucht. Und es war eine wahre Freude! Die Räumlichkeiten des Shops sind zwar klein, aber fein. Aber es gibt ein hervorragendes Kaffee (Kaffee Blende 8) dort und auch eine Galerie. Dort war aktuell eine Ausstellung mit Bildern von Evelyn Richter. Das Personal war super freundlich und die Zeit dort verging viel zu schnell. Wenn ihr also in der Nähe von Konstanz seid, schaut bitte unbedingt vorbei!
Die zwei Bilder habe ich ganz schnell mit dem Smartphone gemacht – sie haben also keinen großartigen ästhetischen Anspruch.
Natürlich habe ich im Shop nachgefragt, ob das neue APO-Summicron-M 35 mm zum Testen dort zur Verfügung steht. Leider war kein Exemplar im Shop, sodass ich es nicht ausprobieren konnte.
Ende August waren wir für vier Tage in Konstanz am Bodensee. Das Wetter war eher durchschnittlich und ich kam nicht wirklich zum fotografieren (was nicht dem Wetter geschuldet ist). Was mich aber sehr fasziniert hat, war der Blick über den Bodensee vom Hafen Konstanz aus. Die Wolken und der Himmel war praktisch zu jeder Tageszeit komplett anders – daher habe ich eine ganze Serie von Bildern gemacht, von denen ich euch vier zeigen möchte.
Alle Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm gemacht. In der Bildbearbeitung habe ich nur den Ausschnitt etwas angepasst und eine Konvertierung nach Schwarz-Weiß vorgenommen. Sonst wurden die Bilder nicht großartig bearbeitet. Gerade das letzte Bild hat es mir angetan – die Wolken finde ich einfach wunderbar und die Lichtstimmung kommt richtig gut rüber.
Nach einer Ewigkeit hatte ich in Südtirol die Gelegenheit in Lana wieder nach neuen erschöpften Wänden zu suchen. Wer das Projekt noch nicht kennt, kann hier mehr erfahren! Das Projekt hatte seinen Anfang im Jahr 2013 und ist damit bereits über 8 Jahre alt! Leider finden sich in Lana kaum noch Wände, die zu diesem Projekt passen. Einige wenige konnte ich aber doch wieder aufspüren. Es geht also weiter! Lasset die Wände weiter erschöpft sein: Keep on Erschöpfung! 🙂
Ich bleibe weiter dran und gebe nicht auf. Solange in Lana noch eine Wand steht die nicht schön glatt und sauber und perfekt ist, werde ich sie dokumentieren.
Vor einiger Zeit hatte ich hier berichtet, welch wunderbare Holzschüssel mein Vater gedrechselt hat. Den Beitrag findet ihr hier. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit, ein paar Bilder vom Prozess des Drechseln zu machen. Der Raum ist klein, die Maschine groß und so mussten wir uns dort drinnen zu viert (Vater, Maschine, Kamera und ich) eben arrangieren. Alle Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm gemacht. Und alle Bilder sind bei voll offener Blende (f/2.0) entstanden. In der Nachbearbeitung wurde nur die Umwandlung in Schwarz-Weiß vorgenommen und bei einigen Bildern habe ich einen leichten Beschnitt gemacht.
Die Bildkomposition war auf Grund des geringen Platzes sehr herausfordernd. Fast immer musste ich mich an die Wand oder in die Ecke drücken, um überhaupt einen vernünftigen Bildausschnitt hinzubekommen. Das hat auch dazu geführt, dass Teile in den Bildern stark angeschnitten sind. Am Ende war dies aber wohl genau die richtige Limitierung, um spannende Bilder zu bekommen. Mehr Platz ist eben nicht immer das Beste!
Nächste Herausforderung war das Licht. Es gab leichtes Gegenlicht vom Fenster, das aber zum Glück genau von der Seite auf die Drechselmaschine strahlte. Eine kleine Lampe an der Maschine warf bei einigen Bildern einen kleinen Spot – dieser war Fluch und Segen gleichzeitig. Er sorgte für eine schöne Lichtstimmung, ließ aber andere Teile des Bildes völlig „absaufen“.
Die Bilder die ich euch hier zeige, sind in zwei Sessions zu jeweils ca. 15 Minuten entstanden. Wenn die Maschine mal läuft und die Späne fliegen, dann muss es eben schnell gehen. Das Ganze war aber eine großartige Erfahrung und ein wunderbarer Moment! Danke also an Mensch & Maschine!