Kategorie-Archiv: Leica M (Typ 240)

Schattenbilder

Manchmal sind es die einfachen Dinge die mich faszinieren. So zum Beispiel Reflexionen bzw. Licht-/Schattenwürfe auf einer Wand. In den letzten Tagen habe ich viel damit experimentiert – drei Bilder möchte ich hier zeigen.

L1009921 L1009910 L1009923Alle drei Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm gemacht. Das Licht drang durch eine Jalousie und schuf auf der gegenüberliegenden Wand das abgebildete Muster.

Im übrigen bildete auch die Jalousie selber ein sehr interessantes Fotomotiv – mehr dazu nächste Woche.

LiK

Impressionen in Schwarz-Weiß…

So langsam scheine ich fotografisch wieder etwas mehr in Schwung zu kommen – die Urlaubswochen bieten dafür aber auch die notwendige Zeit und den Freiraum an. Anbei Bilder die ich letzte Woche bei einem Spaziergang durch die Weinberge in Feldberg gemacht habe. Die Trauben bewegen sich Richtung Lese und das Laub beginnt sich ganz langsam zu verfärben.

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Trauben. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

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Laub. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.8.

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Holz. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

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Ende. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Die Gegend um Feldberg bietet ganz hervorragende Motive zum Fotografieren. Die Lichtstimmung ist meist ausgezeichnet (besonders in den Abendstunden) und andere Fotografen finden sich hier kaum! Perfekte Voraussetzungen also…

LiK

Kinder vor der Kamera – Ana #1

Die Leica M ist mit Sicherheit keine prädestinierte Kamera für das Festhalten schneller Bewegungen. Klar, Generationen von Fotografen haben mit dieser Kamera Street Photography betrieben bzw. betreiben dies noch immer. Bewegt sich das Sujet aber sehr schnell, muss man schon einige Tricks anwenden, um auch bei offener Blende den Schärfepunkt perfekt zu treffen. Ähnlich wie die Straßenfotografie ist auch die Sportfotografie … und das Fotografieren von Kindern! Ja, Kinder sind in ihrer Bewegung unberechenbar und eben auch (ab einem gewissen Alter) sehr schnell.

In den letzten Wochen habe ich viel Zeit damit verbracht unsere Tochter Ana zu fotografieren. Ja, sie ist noch sehr klein und auch noch nicht ganz so schnell, aber trotzdem stellt es für mich eine Herausforderung dar, sie gekonnt und auch wirklich scharf ins Bild zu bekommen. Umso zufriedener bin ich mit dem entstandenen Bild. Sanft von der Seite einfallendes Licht, ein fokussierter Blick und eine weit offene Blende. Das Summilux-M 50 mm trägt dann noch eine ganz eigene Bildstimmung bei, die man nur schwer erklären kann. Zusätzlich ein Bokeh zum Niederknien.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Klar, noch besser wäre es gewesen, wenn das Ohr nicht leicht angeschnitten ist und am oberen Rand noch etwas mehr Spielraum geblieben wäre. Wenn man nur genug Zeit hätte, bevor sich die Kleine wieder weiter bewegt und das Interesse am Fenster und der Kamera verliert.

LiK

Jazz im Wald…

„Das erste mal ist es falsch, das zweite mal ist es Jazz!“ [Miles Davis]

Genau so fühlt sich dieses Bild an – irgendwie falsch, da stimmt etwas nicht! Je länger ich es betrachte, desto besser gefällt es mir. Komplex, nicht einfach, aber irgendwie besonders. Oder einfach nur ein Schuss in den Wald?!

Jazz im Wald. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Jazz im Wald. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Alex

Kurz vor dem Gewitter…

Gestern sind wir am späten Nachmittag die Weinberge über Feldberg emporgestiegen und haben das Lichtspiel über den Hügeln beobachtet. Kurz vor (wieder mal) der Regen kam. Herrliches Licht das auf die Hügel fiel und eine Wolkenlandschaft die einfach nur schön war. Das Bild ist wie immer mit der Leica M gemacht. Als Objektiv habe ich das Summicron-M 35 mm bei f/8.0 verwendet. Lange habe ich überlegt, ob ich die Aufnahme in Farbe oder Schwarz-Weiß ausarbeite und bin dann doch bei Monochrom gelandet. Das Rauschen in der Aufnahme habe ich absichtlich nicht entfernt – es gibt dem Bild etwas „analoges“.

Wolkenspiel über Feldberg

Wolkenspiel über Feldberg.

LiK

Nach langer Zeit ein Lebenszeichen…

Nach langer Zeit also ein Lebenszeichen. Ich hoffe ich wurde nicht vergessen in der Zwischenzeit! Privat hatte ich in den letzten Wochen und Monaten viel um die Ohren. Den Lebensmittelpunkt habe ich nun südlich von Freiburg im schönen Markgräflerland gefunden – eine kleine Ortschaft oberhalb von Müllheim mitten in den Weinbergen. Es werden also in Zukunft wieder mehr Landschaftotos auf euch zukommen. Als erste Einstimmung ein Bild mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm bei f/5.0 aufgenommen.

Abendstimmung im Markgräflerland.

Abendstimmung im Markgräflerland.

Euer LiK

Jahresrückblick 2015

Wie in den letzten drei Jahren, möchte ich auch heuer einen kleinen Blick zurück wagen und ein Resümee zum abgelaufenen Jahr ziehen. Ich möchten den Rückblick wie immer in 3 Teile gliedern:

  • Technisches
  • Künstlerisches
  • Persönliches

Technisches: Irgendwie bin ich nicht so recht sicher, ob es ein spannendes oder einfach nur ein langweiliges Jahr aus Sicht der Kameratechnik war. Ohne jeden Zweifel hat Leica gut zugeschlagen und mit der Q und der SL zwei extrem spannende Produkte auf den Markt gebracht. Und auch die Bestätigung, dass die M eben immer eine „reduzierte“ Kamera bleiben soll, beruhigte mich. Und so steht Leica derzeit am Markt ganz gut da und hat sich weiter konsolidiert – um das Unternehmen muss man sich derzeit wohl keine Sorgen machen. Und sonst? Hmmmm….tote Hose, oder? Nikon und Canon haben immer noch kein vernünftiges Spiegelloses-System am Markt positionieren können (und darin liegt wohl ohne jeden Zweifel die Zukunft der Kameratechnik). Durch die Bank haben fast alle Hersteller Probleme ihre Produkte in den geplanten Stückzahlen zu verkaufen. Und so bleibt der Kameramarkt auch 2015 ein Segment, in dem sich derzeit recht wenig wirklich spannendes tut und jeder wartet, dass es jetzt endlich mal los geht – was auch immer!

Künstlerisches: Welche Fotos, Ausstellungen und Präsentationen haben mich dieses Jahr am meisten beeindruckt? Leider kam ich auch 2015 in nur zu sehr wenige Ausstellungen. Und trotzdem habe ich, vor allem über Zeitschriften, ein paar richtig spannende Arbeiten entdecken dürfen. An erster Stelle steht für mich Alisa Resnik. Diese junge russische Fotografin begeistert mich einfach nur unglaublich. Ihre Bilder haben eine ganz eigene Stimmung und erinnern mich fast ein wenig an David Lynch Filme. Unglaublich intensiv und für mich persönlich DIE Entdeckung des Jahres 2015. Und dann ist da noch Guillaume Martial. Dieser Kerl hat einfach nur einen verdammt guten Humor! Ich habe noch nie bei Fotos so gelacht und mich dermaßen amüsiert. Und dann ist da noch ein kommendes Schwergewicht: Viviane Sassen. In Europa ist die Niederländerin noch kaum bekannt; in den USA wird sie bereits gefeiert. Für mich schon jetzt eine der ganz großen Fotografinnen der kommenden Jahre. Ihre Bilder fesselten mich vom ersten Moment weg – intensiv und eindringlich und auch sehr geheimnisvoll. Und natürlich habe ich auch mein Lieblingsprojekt weiter verfolgt: “Stella Polaris Ulloriarsuaq – The Shining Memory Of Mother Earth“. Schön zu sehen, dass es inzwischen ein Buch (und bald wohl auch einen Film) zu diesem Projekt gibt. Definitiv zwei Produkte, die 2016 auf meinem Wunschzettel stehen werden.

Persönliches: Wie jedes Jahr frage ich mich auch heuer wieder, was man so übers Jahr getrieben hat, wohin man sich bewegt hat und, ob man nicht gar rückwärts gegangen ist. Die Leica M fühlt sich inzwischen so selbstverständlich an, als hätte ich nie anders fotografiert. Deutlich herausgestellt hat sich für mich, meine Liebe zu Projekten. Ein großer Schritt in dieser Richtung war ja die Umgestaltung meiner Webseite und der damit einhergehenden Konzentration auf Projektarbeiten. Für mich fühlt es sich derzeit extrem gut und richtig an, Einzelbilder nur noch im Blog zu zeigen und diese oft nur in einem größeren und umfangreichen Kontext zu betrachten. Und genau in diese Richtung ging dann auch mein größtes fotografisches Ereignis dieses Jahres: die Veröffentlichung meines ersten Buches: Restsingularität. Es fühlt sich gut an, dieses Projekt endlich zu Ende gebracht zu haben (nach ungefähr 10 Jahren Grübeln!) – man kann ein Kapitel schließen und an das nächste Projekt denken. Und wie geht es weiter? Mehr Projekte, nicht unbedingt mehr Bilder, aber definitiv mehr Konzentration auf die Art der Fotografie die mir soviel Spaß macht: Experimente, Experimente, Experimente, …

Mein wichtigstes Bild im Jahr 2015? Kein spezifisches, aber definitiv die Serie „A Dash of Sadness“. Etwas düster für meine derzeitig gute Stimmung, aber diese Polarität gehört zum Leben ja auch irgendwie dazu.

Zum Abschluss möchte ich hier aber ein paar Bilder zeigen, die während der Designphase meines Buches Restsingularität entstanden sind – die Bilder eines Fotobandes in die richtige Reihenfolge zu bringen ist nicht so leicht (zumindest für mich) – die Aufnahmen zeigen meinen Versuch einer Reihung. Wer das Buch vor sich liegen hat (allen die es gekauft haben noch mal ein herzliches Dankeschön!), können nun (ausschnittsweise) nachvollziehen, wie sich die Anordnung im Buch ergeben hat.

0504030201 Also dann… auf ein gutes Jahr 2016!

Jahresrückblicke der letzten Jahre:

Euer LiK/Alex