Kategorie-Archiv: Leica M (Typ 240)

Neues Projekt: Locked-Up

In den letzten Wochen habe ich mich mit einem neuen Projekt beschäftigt. Natürlich schwirrt auch durch meinen Kopf das Dauerthema „Corona / COVID-19“ – wie soll man die Stimmung dieser Zeit festhalten? Noch weitere Bilder von Menschen hinter Masken? Ich fühle mich vor allem beschränkt und eingesperrt. Auch wenn diese Schritte absolut notwendig sind, ist die Reduktion unserer sozialen Kontakte ein Einschnitt in unser tägliches Leben, der sich ganz massiv auch auf unsere Stimmung und Psyche auswirkt. Schlecht gelaunt und etwas verzweifelt tappst der Mensch also durch diese Zeit und findet sich in einer seltsamen Symbiose aus Gefangenschaft und Freiheit wieder. Der englische Begriff „Locked-Up“ umschreibt sehr breit und mehrdeutig diesen Zustand: eingeschlossen, weggesperrt, unter Verschluss genommen.

Eine Mini-Serie aus sechs Bildern ist mein Beitrag diese Stimmung wiederzugeben. Keine Menschen, sondern Bäume hinter einer Folie: eingesperrt, beschränkt aber beschützt!

Der einsame Baum

Und wieder ein einsamer Baum – die Dinger verfolgen mich gerade, so scheint es. Aufgenommen letzte Woche mit der Leica M und dem Summilux-M 50 mm bei f/8.0. Die Bearbeitung sehr sanft, ohne große Kontraste – der Beschnitt bewusst mit sehr viel Leerraum im Bereich des Himmels. Die dunkle Wolke scheint den Baum förmlich fressen zu wollen.

Sehr spannend finde ich zudem den schrägen Hang, der in Richtung dunkler Wolken geneigt ist. Der Baum möchte hochlaufen, aber die Wolke ist schneller. Zu viel Phantasie?

Euer Alex

UPDATE:

Habe jetzt mal eine Farbversion erzeugt – leicht entsättigt, aber sonst unverändert aus der Kamera übernommen.

Portraits – Ana #6

Nach sehr langer Zeit, gibt es hier zwei neue Portraits von Ana. Die Bilder wurden heute auf einer Wanderung geschossen – also eher ein spontanes Produkt.

Beide Aufnahmen wurden mit der Leica M und dem Summilux-M 50 mm bei f/1.4 gemacht. Ich liebe es wie dieses Objektiv den unscharfen Bereich zeichnet und auch die Hauttöne darstellt. Im Nachgang habe ich die Aufnahmen etwas entsättigt, sodass der eigene „Bildlook“ entstanden ist. Mir gefällt diese Art der Farbzeichnung sehr. Der Beschnitt der Bilder ist leicht unterschiedlich, aber das war der Situation geschuldet – wenige Sekunden waren Zeit, bevor Ana wieder los wollte – rumsitzen ist halt einfach langweilig!

Euer Alex

21 mm – Wiedermal!

Nach langer langer Zeit habe ich heute wieder mal mein geliebtes 21 mm verwendet und auf einer kleinen Wanderung von Feldberg über die Hügel der Umgebung verwendet. Zwei Bilder kann ich euch hier auch zeigen – der Rest kann als „Ausschuss im Zuge von Versuchen“ gesehen werden 🙂

Vielleicht sollte ich das Objektiv einfach öfter verwenden – die Kontraste, der Farb- bzw. Monochromverlauf und der Bildwinkel fasziniert mich immer wieder. Die Bilder wurden kaum bearbeitet – der Beschnitt wurde unverändert übernommen, der Kontrast nur leicht angehoben und dann einfach nur das SW-Modul in Darktable aktiviert. Fertig!

Euer Alex

Nebel über den Hügeln…

Neulich hing der Nebel beharrlich über Feldberg. Ein kleiner Spaziergang brachte aber den Befreiungsschlag und einen herrlichen Blick über die Hügel rund um unser kleines Dörfchen. Wenn der Nebel nicht wäre, würde man die Schweizer Alpen sehen – der Nebel ist aber auch schön!

Gemacht wurde das Bild übrigens mit meinem Smartphone (dem Huawei Mate 20 Pro). Der extreme Helligkeitsverlauf von links nach rechts wurde übrigens nicht künstlich eingebracht, sondern kam zustande da die Sonne rechts stand und „perfektes“ Gegenlicht bot. Ich hatte kurz überlegt diesen Effekt in der Nachbearbeitung zu beseitigen, aber das Bild würde dadurch seinen ganz eigenen Charme verlieren.

Alex