Kategorie-Archiv: Leica

Warschau in Schwarz-Weiß – Teil 2

Wie angekündigt, will ich euch nun im zweiten Teil der „Warschau-Bilder“ weitere Aufnahmen zeigen und Infos zu Ausarbeitung geben. Aber erst mal zu den Bildern…

Kapitalismus 2.0. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Springbrunnen im Gegenlicht. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

„The Metropolitan“ des Architekten Sir Norman Foster. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Innenansicht des „The Metropolitan“ des Architekten Sir Norman Foster. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Beförderungsmittel. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Stillstand. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Hinteransicht des „The Metropolitan“. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Ausschnitt des „The Metropolitan“. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.8.

Stadtplatz. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Prachtstraße. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Warum Schwarz-Weiß? Als ich mich Richtung Osten nach Warschau aufgemacht habe, war für mich klar: die Stadt ist heruntergekommen, die Menschen arm und alles vermutlich sehr Schwarz-Weiß! Dann kam ich in Warschau an und der Weg vom Flughafen ins Hotel bestärkte mich in dieser vorgefertigten Meinung. Der Weg von der Peripherie in das Innere von Warschau, zeigte mir dann aber deutlich, wie sehr die Menschen hier am Aufbruch arbeiten. Häuser werden fein herausgeputzt, die Straßen sind sauber und der Kapitalismus hat die Menschen in Beschlag genommen. Herausragend war aber das Licht an jenem Tag: extrem schräg einfallend, leicht gelblich und sensationell warm! Dadurch entstand ein stimmiger Kontrast, den ich so noch nicht erlebt hatte. Trotzdem habe ich die Bilder nun in Schwarz-Weiß hier gezeigt. Die Bilder habe ich nur marginal bearbeitet: manchmal leicht beschnitten und den Kontrast minimal angehoben.

Und als kleine Draufgabe, möchte ich euch in einem separaten Beitrag, hier bereits gezeigte Bilder, doch noch in Farbe ausgearbeitet darlegen: als Hommage an das Licht!

Alex

Warschau in Schwarz-Weiß – Teil 1

Vor gut zwei Wochen war ich für wenige Tage in Warschau und hatte auch die Gelegenheit ein paar Stunden durch die Stadt zu gehen und zu fotografieren. Entstanden sind eine ganze Reihe von „zufälligen“ Bildern. Interessant ist dabei, dass ich den Großteil mit dem Summilux-M 50 mm fotografiert habe und dadurch die Ausschnitte deutlicher und markanter geworden sind als üblich.

Kontrast. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0

Perfekte Wohngegend. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.0

Wahrzeichen: Der Kulturpalast. Fotografiert mit Leica Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.5

Was auch immer! Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0

Fokussiert! Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0

Seitenstraße. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.5

Erinnerung an bessere Zeiten. Fotografiert mit Leica Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0

In Summe habe ich in Warschau nur 90 Bilder gemacht. Ausgearbeitet habe ich dann um die 30 und zeigen möchte ich euch (in zwei Teilen verteilt) 17 Aufnahmen. Im zweiten Teil werde ich dann auch noch etwas auf die Bearbeitung eingehen.

Alex

Und dann war da dieser Baum…dieses Bild!

Mit guten Bildern ist es so eine Sache – manchmal gelingen sie praktisch aus der Hüfte geschossen und manchmal jagt man ihnen Jahre lang nach. „Ein gutes Bild pro Monat“ sagte mal ein berühmter Fotograf, sei sein Ziel. Und dieses Ziel kann ich zu 100% unterstreichen. Nur EIN Bild jeden Monat! Nur EIN Bild, welches man uneingeschränkt der Öffentlichkeit zeigen möchte! Nur EIN Bild, zu dem man auch nach Jahren noch stehen kann!

Und sobald man diese Vorgabe, dieses Ziel, verinnerlicht hat, will es nicht mehr klappen. Das EINE Bild will nicht mehr vor die Linse kommen. Je mehr man sich verkrampft, je mehr man versucht sein Bestes zu geben, desto weniger kann es klappen. Dies ist in der Kunst so, ist aber auch im normalen Leben nicht anders.

Loslassen! Einfach nur Fotografieren – egal was dabei entsteht. Nicht an den Blog denken, den man regelmäßig füllen will. Nicht an die Webseite denken, die dringend mal wieder neue Bilder benötigt. Und schon gar nicht an die Leser denken, die vermuten, dass man nur noch Durchschnittliches zu leisten im Stande sei.

In der Schweiz ist mir genau das passiert, mit dem ich so gar nicht gerechnet habe. Da lag der Baum im Wasser, Licht kam von der Seite – tolle Lichtstimmung, klares Wasser, wow! Kurz in die Hocke, ein Bild gemacht! Aus! Keine 20 Bilder dieser Serie, keine Versuche einer Über- oder Unterbelichtung. Nein! Nur dieses EINE Bild.

Ihr mögt es nun gut oder schlecht finden, für mich ist dieses Bild der Schritt nach vorne, auf den ich so lange gewartet habe. Der Beweis, dass Landschaftsfotografie für mich funktionieren kann und nicht bloß die langweilige Abbildung von Bergen, Seen und Kühen ist (sorry für die überspitze Darstellung).

Ein Bild, das ich euch uneingeschränkt an die Hand geben möchte, dass eure Kritik erfahren soll. Nur dieses EINE Bild! Ohne weitere Ausführung, ohne meine eigene Interpretation.

Euer Alex

Abstrakte Wandgemälde

Das Fotografieren von abstrakten Dingen gehören ja zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich an einer Wand, die überzogen mit Zeichnungen von Wurzelwerken war, nicht vorbei kam. Die vier Aufnahmen entstanden mit dem Summicron-M 35 mm bei f/4.0. In der Nachbearbeitung habe ich den Kontrast etwas nach oben gezogen und die Bilder leicht entzerrt, sodass die vertikalen Stäbe tatsächlich vertikal und parallel zum Bildrand standen.

In Summe finde ich die Serie interessant und spannend, weil es drauf ständig etwas Neues zu entdecken gibt: Linien, Formen oder ganze Bilder. Manch ein Teil ist für mich fast „gemäldeartig“ und irgendwie unwirklich. Technisch waren die Bilder nicht schwierig umzusetzen, es ging eher um das Finden des richtigen Ausschnittes an der Wand.

Alex

Am See

Mitte August haben wir ein paar Tage am Hallwilersee in der Schweiz verbracht. Wunderschöne Landschaft und entspannte Atmosphäre. Mit dabei war zwar der gesamte Objektivpark (21, 35 und 50 mm), fotografiert habe ich aber nur mit 35 mm. Wieder einmal zeigte sich mir, welch wunderbare Brennweite dies doch ist und welch wunderbares Objektiv das Leica Summicron-M darstellt.

Aber zurück zum Wesentlichen: den Bildern! In den nächsten Wochen werde ich in mehreren Beiträgen Bilder zeige. Dieser erste Post fast nun eine Reihe von Aufnahmen zusammen, die thematisch nicht unbedingt zusammenpassen, außer, dass sie alle am selben Ort entstanden sind. Bewusst mische ich hier Schwarz-Weiß und Farbaufnahmen – je nach Motiv (für mich) entsprechend passend ausgearbeitet.

Das Haus am See. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Typisch Schweiz? Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Der Steg. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Gräser. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Holzkurve. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Toter Baum. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Baumschrift. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Ich denke, die Bilder braucht man nicht groß zu um-/beschreiben. Angemerkt sei aber, dass (wie fast immer!) außer einer minimalen Histogrammstreckung und einer eventuellen Umwandlung in Schwarz-weiß keine nennenswerten Bildbearbeitungsschritte vorgenommen wurden.

Mehr Bilder – thematisch dann auch etwas mehr zusammengefasst – gibt es dann nächste Woche.

Alex

Farbe oder Schwarz-Weiß und dann auch noch 21 mm…

Die Fotografie bringt ja auch so einige Entscheidungen mit sich: Kamera, Brennweite, Blende, Verschlusszeit, … Und das hört beim Fotografieren nicht auf, sondern pflanzt sich fröhlich bis zur Präsentation der Bilder fort. Neben den Einstellungen die während der Aufnahme gemacht werden müssen (inklusive der eigentlichen Bildkomposition), sind für mich immer die Wahl der Brennweite (wobei mir drei Festbrennweiten von 21, 35 und 50 mm zur Verfügung stehen) und die Art der Ausarbeitung (Schwarz-Weiß oder Farbe) entscheidend. Und irgendwie ringe ich jedes …

Ein Spaziergang von Feldberg nach Schlingen gab mir die Möglichkeit ein wenig zu experimentieren. Einige der dargestellten Bilder entstanden mit einer Brennweite von 21 mm – ja das Objektiv durfte nach langer Zeit den Schrank wieder verlassen! Bewusst habe ich alle Bilder in Schwarz-Weiß und Farbe ausgearbeitet. In einigen Fällen gibt es für mich einen klaren Gewinner (zum Beispiel das letzte Bild der Serie), aber auch Bilder die gleichwertig sind (zum Beispiel das erste Bild der Serie).

Steinmauer. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0. Ausarbeitung in Farbe.

Steinmauer. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0. Ausarbeitung in Schwarz-Weiß.

Wegweiser. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0. Ausarbeitung in Farbe.

Wegweiser. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0. Ausarbeitung in Schwarz-Weiß.

Zaun. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0. Ausarbeitung in Farbe.

Zaun. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0. Ausarbeitung in Schwarz-Weiß.

Wolkenspiel. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0. Ausarbeitung in Farbe.

Wolkenspiel. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0. Ausarbeitung in Schwarz-Weiß.

Die 21 mm nach so langer Zeit wieder zu verwenden, war seltsam aber unglaublich aufregend. Und ja, Landschaft mit dieser Brennweite zu fotografieren macht einfach nur Spaß, ist mit der Leica M aber auch etwas mühsam, da man mit einem Aufstecksucher oder mit Live View arbeiten muss. Die Zeichnung des Objektives ist aber sensationell! Hmmm…vielleicht mag ich die 21 mm ja doch mehr als gedacht.

Alex