Kategorie-Archiv: Reisefotografie

Flüchtige Landschaften #2

Vor einiger Zeit hatte ich in einem Bericht davon geschrieben, dass ich oft gar nicht zum Fotografieren komme, da ich viel unterwegs bin. In den letzten Wochen war dies wieder der Fall. Also habe ich mein Smartphone gezückt und durch die Scheibe des fahrenden Zuges ein paar Bilder gemacht. Eines möchte ich euch hier zeigen.

Flüchtige Landschaft: Der Bahnhof.

Rob schrieb damals in seinem Kommentar, dass ihn die Bilder traurig stimmen. Ich denke die meisten Menschen sitzen lieber zu Hause bei ihren Lieben als in einem Zug oder einem Bus – positiv stimmt mich aber immer, dass es nach einer langen anstrengenden Reise immer ein Heimkommen gibt!

Wer den ersten Beitrag zu diesem Projekt sucht, findet ihn hier:

Flüchtige Landschaften…

Alex

Blick in die Vergangenheit

Derzeit bin ich auf der Suche nach Bildern, welche wir hier bei uns im Haus an die Wand hängen können. Dabei habe ich natürlich auch die alten Fotos durchgesehen und eine Reihe gefunden, welche ich 2007 in Neuseeland gemacht habe. Habe die Bilder neu aufbereitet und will drei hier zeigen.

Neuseeland_2007-12-02T12_08_06Neuseeland_2007-12-02T13_42_26_01 Neuseeland_2007-12-02T13_43_06Schon damals haben mich diese Bäume, gezeichnet von Wind und Regen, fasziniert – heute gefallen sie mir aber noch viel besser. Es zahlt sich also aus, alte Bilder „raus zu holen“ und neu zu bearbeiten…

LiK

Flüchtige Landschaften…

Da nimmt man sich so viel vor, und dann kommt alles anders. In den letzten Wochen hatte ich leider kaum Zeit meine Kamera in die Hand zu nehmen. Ich war viel unterwegs und auch privat war da einiges los. Und so saß ich oft im Zug oder Bus und beobachtete wie die Landschaft an mir vorbeizog. Ich habe lange überlegt, ob ich diese Bilder überhaupt zeigen soll, tue es jetzt aber einfach. Irgendwie sind sie mir ans Herz gewachsen, auch weil sie die ersten zwei Monate des neuen Jahr so gut beschreiben!

01 0203Aufgenommen sind alle Bilder mit dem Smartphone – einfach draufgehalten und abgedrückt!

Alex

Fotorucksack – Entscheidung und erster Erfahrungsbericht (Trockenübung)

Männer und Fototaschen bzw. Fotorucksäcke, das ist so wie Frauen und Schuhe. Und (leider) bilden weder ich noch meine Frau eine Ausnahme von dieser Regel. Eigentlich bin ich mit meiner Billingham Tasche sehr zufrieden. Speziell auf Wanderungen hatte ich in der Vergangenheit immer mal das Bedürfnis, neben meiner Kamera und einem Objektiv auch eine Jacke und ein wenig Knabberzeug mitzunehmen. Daher sollte nun, neben der Billigham Tasche, die auch weiterhin das Standardtransportmittel bleiben wird, ein kleinerer Fotorucksack angeschafft werden. Da auch solche kleineren Anschaffungen bei mir in einen monatelangen Rechercheprozess ausarten, will ich euch die Erkenntnisse und Ergebnisse nicht vorenthalten. Dieser Beitrag soll also davon berichten – wie immer aus meiner sehr persönlichen und subjektiven Sicht.

Was suchte ich? Der Fotorucksack sollte Platz für meine Leica M und ein weiteres Objektiv bieten. Wichtig dabei war mir, dass dieses „Fotofach“ ausreichend stabil und sicher ist und Schutz gegen schnellen Zugriff von außen bildet. Zudem wollte ich ein Rucksackfach in der Größe von ca. 12 bis 15 Liter haben (heute meist als „Daypack“ bezeichnet). Zudem wollte ich ein paar Nebenfächer, um Schlüssel, Trinken, etc. unterbringen zu können. Schlussendlich wollte ich kein Schwergewicht, sondern einen möglichst leichten Rucksack (meine Vorstellung war ein max. Gewicht von ca. 1,5 kg).

Wie immer begann ich meine Recherche im Internet (natürlich war mir mein alter Kumpel Rob mit Links, Tipps, Hinweisen behilflich – danke nochmals dafür! Neben den bekannten Seiten ist auch diese Seite hier ein echter Tipp). Ich konnte meine Suche dann relativ schnell auf drei Modelle von drei unterschiedlichen Herstellern eingrenzen:

Preislich befinden sich alle drei Rucksäcke im gleichen Segment – je nach Anbieter und Zwischenhändler muss man zwischen 130 und 190 € ausgeben, was für einen hochwertig verarbeiteten Rucksack völlig in Ordnung ist.

Kurz zu ein paar Eigenheiten der drei Rucksäcke:

  • F-Stop koppelt Rucksack und Fotofach völlig voneinander ab, sodass man die Rucksäcke mit unterschiedlichen Fotofächern (sog. Internal Camera Units, ICUs) ausstatten kann. Dies hat den Vorteil, dass man die ICU inkl. der kompletten Fotoausrüstung aus dem Rucksack nehmen und anderweitig verstauen kann. Die ICU ist über einen eigenen Zugang von außen erreichbar, im Falle des F-Stop Guru vom Rückenbereich des Rucksacks. Und genau da sind wir beim Hauptpunkt, der mir missfällt: Um die Fotoausrüstung zu erreichen, muss der Rucksack ganz abgenommen werden oder zumindest so gedreht werden, dass der Rückenbereich zugänglich wird. Da ich jemand bin, der sehr schnell an seine Ausrüstung kommen will, war dies die Disqualifikation. Zudem war der Rucksack mit insgesamt 28 Litern für mich und meine Ausrüstung doch etwas zu groß.
  • Evoc kommt aus der Radszene und hat unglaublich viel Erfahrung in der Konstruktion von stabilen und langlebigen Rucksäcken. Der Evoc Photo Scout stellt den kleinsten Rucksack von Evoc dar. Das Fotofach ist fest verbaut und von der Seite zugänglich, was mir sehr gut gefiel. Tragekomfort wurde allerseits gelobt und mit 18 Litern hatte der Rucksack genau die richtige Größe. Nachteil ist jedoch, dass das Fotoabteil einen Anteil von 40% am Gesamtvolumen hat – darin würde sich meine kleine Leica M mit Sicherheit verlieren. Zudem war der Rucksack mit 1,8 kg doch sehr schwer. In Summe also nicht ideal für meine Ansprüche.
  • Der Lowepro Photo Sport 200 AW stellt schließlich den besten Kompromiss dar. Er ist mit 1,3 kg der leichteste und mit 17 Liter auch gleichzeitig der kleinste der drei. Auffällig ist, dass der Rucksack wesentlich schmäler gebaut ist, was meiner schmalen Körperform sehr entgegen kommt. Das Fotofach ist fest verbaut und von der Seite zugänglich. Zusatzfächer gibt es für Trinken, Kleidung, etc. Er besteht zu 100% aus Polyamid, ein extrem leichtes, aber riss-beständiges Material, das ich bereits von anderen Wanderrucksäcken bestens kenne. Eine zusätzliche Regenschutzhülle ist fest am Unterboden verbaut und kann schnell und einfach über den gesamten Rucksack gezogen werden.
Fotorucksack Lowepro Photo Sport 200 AW.

Fotorucksack Lowepro Photo Sport 200 AW.

Nun aber zum eigentlichen Fotofach. Dieses ist extrem klein und für so manche DSLR-Besitzer mit Sicherheit zu klein. Für eine Leica M aber genau richtig, sodass die Kamera einigermaßen satt sitzt. Leider hat Lowepro nur eine einzige Unterteilung mitgeliefert, was für mich eindeutig zu wenig ist. Also habe ich mir die überschüssigen Billigham Unterteiler geschnappt und in den Rucksack „eingesetzt“. Dies dient mir vor allem auch dazu, die Kamera im Fach etwas zu stabilisieren. Insgesamt muss gesagt werden, dass das Fotofach etwas mehr an Stabilität vertragen würde, was mit Sicherheit dann aber auf Kosten des Gewichts gehen würde. Mit etwas Geschick und ein paar zusätzlichen Unterteilern kann man sich das Fach aber ausreichend stabil machen.

Nachfolgend ein paar Bilder zur Illustration (sind nicht als hochqualitative Produktfotos gedacht, sondern sollen einen realen Eindruck vom Rucksack wiedergeben).

Links: Rucksack voll geöffnet (Daypack und Fotofach). Rechts: Fotofach.

Links: Rucksack voll geöffnet (Daypack und Fotofach). Rechts: Fotofach.

Das Fotofach des Lowepro Photo Sport 200 AW nimmt die Leica M mit angesetztem Summilux-M 50 mm und ein Summicron 35 mm inkl. Schutzköcher problemlos auf.

Das Fotofach des Lowepro Photo Sport 200 AW nimmt die Leica M mit angesetztem Summilux-M 50 mm und ein Summicron-M 35 mm inkl. Schutzköcher problemlos auf.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich der Rucksack in der ersten „Trockenübung“ voll überzeugt. Letztendlich muss er sich aber vor allem gut tragen und im Einsatz praktisch sein. Einen diesbezüglichen Erfahrungsbericht liefere ich im Sommer nach.

LiK

Das wunderbare Burgund… Teil 2

Da das Sichten und Aufbereiten der Bilder aus dem Burgund langsam voran schreitet, hier nun ein zweiter Beitrag. Die nachfolgenden Bilder haben nicht wirklich einen inhaltlichen Zusammenhang (außer, dass sie alle aus dem Burgund stammen) – trotzdem bilden sie für mich eine recht schöne Einheit.

Beginnen wir mit einem Bild, das eigentlich nur als Zufallsprodukt entstanden ist. Ich stand an einer Straßenecke und wartete, dass Gabi die Akkus ihrer Filmkamera wechselt. Ein kurzer Blick nach oben lohnte sich – eine recht unspektakuläre Szene, die mir aber trotzdem gut gefiel.

Der Blick nach Oben - fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0

Der Blick nach oben – Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Das nächste Bild entstand in einem kleinen Dörfchen entlang unserer Route. Wir waren auf der Suche nach einem Lokal fürs Mittagessen und da kamen wir an dieser Fassade vorbei – ich konnte nicht anders als schmunzeln und ein Foto davon zu machen. Verkehrte Welt? Vielleicht hätte das Bild an den Rändern noch etwas mehr Platz gebraucht – leider war die Straße aber so eng, dass ich mit dem 35er von der Gegenseite nur diesen Ausschnitt festhalten konnte.

Verkehrte Welt? - Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.0

Verkehrte Welt? – Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.0.

Kirchen, Kirchen, Kirchen, … davon bekommt man im Burgund wahrlich genug zu sehen. Trotz der zahlreichen romanischen Kirchen wurden wir nicht müde, diese abzulichten. Die Herausforderung dabei ist, nicht in das typische (klischeehafte) „Touristengeknipse“ abzugleiten und spannende Bilder zu machen. Ich hoffe, dies ist mir bei den zwei folgenden Bildern gelungen.

Romanischer Kirchenbau - Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6

Romanischer Kirchenbau – Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Lichtflut - Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Lichtflut – Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Und dann gibt es abseits der Kirchen noch sehr viel Spannendes und „Heruntergekommenes“ zu entdecken…der Reiz des Moroden!

Morodes Frankreich - Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Morodes Frankreich – Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Soweit also der nächste Bericht zur Burgund-Reise – das Sichten und Aufbereiten ist aber noch lange nicht am Ende. Ich hoffe, in den nächsten Wochen mit weiteren interessanten Bildern aufwarten zu können. Wie immer freue ich mich über Kommentare.

LiK

Das wunderbare Burgund… Teil 1

Wie bereits hier angekündigt ging es die letzten 3 Wochen ins schöne Burgund. Von Freiburg aus ging es Richtung Westen – im Gepäck die Leica M, das Summilux-M 1:1.4/50 mm und das Summicron-M 1:2/35 mm. Dies soll hier kein Reisebericht werden, sondern einfach ein paar ausgewählte Stationen der Reise dokumentieren und im Speziellen einige fotografische Aspekte darlegen. In Summe entstanden in den 3 Wochen über 1.700 Bilder (!) – diese gilt es jetzt noch alle zu sichten, zu sortieren und dann aufzuarbeiten. Im Folgenden zeige ich eine erste (kleine) Auswahl.

Die erste Woche verbrachten wir im Morvan. Der Morvan (ein Naturpark) ist eine Region des Burgund, welcher sich vor allem durch eine sehr naturbelassene Landschaft und ausgedehnte Waldbereiche auszeichnet. Zudem zählt er zu den regenreichsten und feuchtesten Regionen Frankreichs. Damit ergab sich schon die Erkenntnis der erste Woche: hier regnet es fast immer! Da man sich durch das schlechte Wetter nicht vom Fotografieren abhalten sollte, ging es also raus. Von den zahlreichen Wanderungen und Tagesausflügen möchte ich eine Station herausheben: die Wanderung am Mont Beuvray. Die Bezeichnung „Mont“ ist für einen Hügel von 821 m zwar drastisch übertrieben, aber die Gegend hat es trotzdem in sich. Der ursprüngliche Grund unserer Fahrt zum Mont Beuvray waren archäologische Ausgrabungen der gallischen Siedlung Bibracte. Die Ausgrabungen wurden aber zum Nebenschauplatz, als wir den Wald sahen, der das Gebiet umgab: moosbewachsene Bäume, steile Hänge und ein leichter Nebel, der das Dickicht umstreifte. Wunderbar! Ein erstes Bilder will ich euch hier zeigen. Das Bild wurden bei ISO 800 gemacht; fotografiert wurde ausschließlich ohne Stativ (mit Stativ wäre die Wanderung sehr beschwerlich und die Flexibilität nicht mehr gegeben gewesen). In der Nachbearbeitung wurde nur sehr wenig gemacht – Kontrast leicht angehoben, Beschnitt leicht geändert und eine leichte Entrauschung angesetzt.

Der Nebel, der langsam in den Wald „hineinzieht“ – fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/5.6.

Für den zweiten Auszug habe ich ein paar Fotos zusammengestellt, welche ich in Städten und Dörfern gemacht habe. In vielen französischen Dörfern bilden die verwinkelten Gassen, die vielen alten (zerfallenen) Gebäude, die unzähligen Kirchen und die vielen Kaffees zahlreiche Fotomotive. Entsprechend hoch war auch hier die Anzahl der Bilder, die entstanden sind. Ein wenig dokumentieren die Bilder wohl auch den gesellschaftlichen und politischen Zustand des Landes (leider).

Der Zerfall Frabnkreichs mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/2.0.

Der Zerfall Frankreichs (#1) mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/5.6.

Der Zerfall Frankreichs (#2) mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/5.6.

Der Zerfall Frankreichs (#2) mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/5.6.

Schattenspiel fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/4.0.

Schattenspiel fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/4.0.

Heiligenbilchen fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/2.0.

„Heiligenbilchen“ fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/2.0.

Vielgelesene Bibel? Fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/2.0.

Vielgelesene Bibel? Fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/2.0.

Was Frankreich besonders auszeichnet sind die vielen Märkte. Solche „Ansammlungen“ bieten natürlich immer hervorragende Möglichkeiten die Menschen etwas genauer und länger zu beobachten. Für das Fotografieren drängte sich natürlich das Summilux 50 mm förmlich auf, dessen Fähigkeit Dinge „freizustellen“ bestens geeignet ist, um Portraits in Szene zu setzen. Die Kombination von Leica M und Summilux 50 mm kann als Traum für die Straßenfotografie bezeichnet werden – trotzdem muss bei der Fokussierung bei Offenblende sehr genau gearbeitet werden. Um Menschen in solchen Situationen abzulichten muss man all seine Energie in das schnelle und präzise Fokussieren stecken; das Komponieren des Bildes muss dann ohne großes Nachdenken (intuitiv) erfolgen. Die besten Situationen sind oft nur wenige Sekunden verfügbar. Also eine gute Übung, um mit seiner Leica eins zu werden. Ausgearbeitet habe ich die Bilder bewusst in Schwarz-Weiß, wie es sich für „Street-Photography“ (meiner Meinung nach) gehört.

Mutter und Tochter oder "wie ich zur ungekrümmten Gurke kam" - fotografiert mit Leica M und Summilux 50 mm @ f/2.0.

Mutter und Tochter oder „wie ich zur ungekrümmten Gurke kam“ – fotografiert mit Leica M und Summilux 50 mm @ f/2.0.

"Le guitariste" - fotografiert mit Leica M und Summilux 50 mm @ f/2.0.

„Le guitariste“ – fotografiert mit Leica M und Summilux 50 mm @ f/2.0.

Feilschen am Markt ist eine beliebte Beschäftigung - fotografiert mit Leica M und Summilux 50 mm @ f/2.0.

Feilschen am Markt ist eine beliebte Beschäftigung – fotografiert mit Leica M und Summilux 50 mm @ f/2.0.

Zurück zur wunderbaren Landschaft des Burgund. Das Burgund zeichnet sich sicher nicht durch eine spektakuläre Landschaft aus, aber die vielen grünen Landstriche, die Ackerlandschaften und die Waldgebiete in Kombination mit dem einzigartigen Licht ergeben oft Szenen, die man einfach fotografieren muss.

Lichtspiel vor Sonnenuntergang - fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/8.0.

Lichtspiel vor Sonnenuntergang – fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/8.0.

Vor dem Gewitter - fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/8.0.

Vor dem Gewitter – fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/8.0.

Sonnenblumenfeld - fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/8.0.

Sonnenblumenfeld – fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/8.0.

Fototechnisches: Für mich war die Reise durch das Burgund auch das erste umfangreichere Shooting mit der Leica M. Die Korsika-Reise vor ein paar Monaten konnte als „Warmschießen“ bezeichnet werden – 1.700 Bilder in 3 Wochen sind dann schon eine andere Hausnummer. Was gibt es nun zu berichten? Nun, die Anzahl der Bilder lag natürlich weit höher, da ich bereits unterwegs viel „ausgedünnt“ und Bilder beurteilt habe – ich schätze mal, dass ich knapp über 2.000-mal auf den Auslöser gedrückt habe. Seine Kamera lernt man auf so einer Reise natürlich sehr gut und intensiv kennen. Ich musste lernen, dass sich Live-View doch in der einen oder anderen Situation vernünftig einsetzen lässt, dass die M seit dem letzten Firmware-Update die Grün-Töne ganz wunderbar wiedergibt und, dass ich mich ruhig trauen kann, auch mal höhere ISO-Werte zu verwenden (von der 5D und 1Ds war ich immer auf Werte bis max. ISO 800 fixiert; bei der M zeigen sich ISO 1.600 und gar ISO 3.200 sehr gut verwertbar). Ich schaffte es auch einmal die M zum Absturz zu bringen (nach einer Reihe überbelichteter Bilder in Folge) – das Entfernen der Batterie verhalf ihr aber zu neuem Leben (ich denke in der Firmware schlummert wohl noch der eine oder andere Software-Bug). Unglaublich ist auch, wie leicht sich die Kamera trägt. Bei vielen Wanderungen hatte ich neben der Kamera nur ein Objektiv dabei – einfach umhängen, losrennen und fotografieren. Diese „Einschränkung“ führte dazu, dass ich mir vielfach lange überlegte wie ich gewisse Dinge in Szene setzen konnte. Definitiv ein Schritt nach vorne in meiner Kreativität. Verblüfft hat mich aber neben der Kamera vor allem meine Liebe zu den 35 mm. In den letzten Wochen habe ich ja bereits davon berichtet, im Burgund ist diese Liebe aber förmlich explodiert. Ich schätze mal, dass 95% der Bilder mit dem Summicron 35 mm entstanden sind. Das Summilux 50 mm mag ich unglaublich gerne, aber die Flexibilität der 35er-Brennweite sind einfach nur beeindruckend (und mit einer „Objektivwechselfaulheit“ hat dies nichts zu tun!). Es bleibt für mich die Erkenntnis, eine unglaublich flexible Kamera-Objektiv-Kombination in den Händen halten zu dürfen, an deren gesamtes (optisches) Potential ich mich langsam heran taste.

Und am Ende dann noch, dem Trend von „Selfies“ folgend, ein Selbstportrait – ok, das etwas andere Selbstportrait.

Selbstportrait der etwas anderen Art - fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/5.6.

Selbstportrait der etwas anderen Art – fotografiert mit Leica M und Summicron 35 mm @ f/5.6.

In den nächsten Wochen werde ich die zahlreichen Bilder sortieren, aufarbeiten und sicher im einen oder anderen Beitrag davon berichten. Über Kommentare freue ich mich natürlich immer sehr….

LiK

Ajaccio in Schwarz-Weiß

Letzte Woche habe ich ja bereits angekündigt, dass ich gerade an Bildern von Ajaccio arbeite und diese in Schwarz-Weiß entwickeln werde. Viel habe ich in den letzten Tagen herum getüftelt – passende Bilder ausgewählt, Ausschnitte gesetzt, digitale Filter ausprobiert und bin schließlich bei der Auswahl gelandet, die ich nachfolgend präsentiere.

In den Straßen von Ajaccio: Leica M mit Summilux 50 mm @ 1.4

In den Straßen von Ajaccio: Leica M mit Summilux 50 mm @ 1.4

Die "andere" Seite des Hafens ("Arbeite für Frankreich"): Leica M mit Summicron 35 mm @ 2.0

Die „andere“ Seite des Hafens („Arbeite für Frankreich“): Leica M mit Summicron 35 mm @ 2.0

Fassade am Hafen: Leica M mit Summicron 35 mm @ 2.0

Fassade am Hafen: Leica M mit Summicron 35 mm @ 2.0

Antennengewirr: Leica M mit Summilux 50 mm @ 4.0

Antennengewirr: Leica M mit Summilux 50 mm @ 4.0

Enge Gassen in Ajaccio: Beide mit Summicron 35 mm @ 6.5

Enge Gassen in Ajaccio: Beide mit Summicron 35 mm @ 6.5

Die Schwarz-Weiß-Bearbeitung wurde in Darktable vorgenommen. Beeindruckend für mich ist der Kontrastumfang der Bilder. Besonders sichtbar wird dies in den letzten beiden Bildern – ich kann, ohne mir allzu große Sorgen machen zu müssen, Gassen mit direkter Sonneneinstrahlung und Schattenbereichen ablichten. Grandios!

LiK