Der Herr Adams: Musiker mit dem Hang zur Fotografie

Es gibt heute ja ziemlich viele Menschen die wohl mehrere Begabungen haben oder zumindest denken mehrere zu haben. Unter Musikern gibt es zum Beispiel überraschend viele Fotografen – bei Schauspielern ist es ganz ähnlich. Bryan Adams ist auch so ein Mensch. Er fotografiert wohl schon sehr lange und kam dann irgendwann auch zur Musik. Was vorher da war kann heute wohl keiner mehr sagen. Trotzdem kennen ihn die meisten Menschen als Musiker – da sich über Geschmack ja (nicht) streiten lässt, will ich hier nicht weiter auf die Musik die Herr Adams macht eingehen. Vor vielen Jahren habe ich aber eine Ausstellung von ihm gesehen und war sehr positiv überrascht. Und so bekam ich dann auch vor einigen wenigen Tagen einen Fotoband geschenkt, der das Werk von Herrn Adams zusammenfasst. Auf mehr als 300 Seiten wird ein guter Überblick gegeben – gemischt in Farbe und Schwarz-Weiß. Es dominieren die typischen Aufnahmen von Promis, aber halt: nicht die üblichen Bilder der gut-aussehenden Reichen dieser Welt, sondern meist sehr bodenständige Bilder, die auch etwas hinter die Fassade blicken lassen (so zumindest mein Eindruck).

Für mich ein Buch, das man nicht unbedingt besitzen muss, das aber trotzdem Spaß macht. Am Ende muss jeder selber entscheiden, ob er die Kunst des Herrn Adams nun gut oder schlecht findet – einen Blick in seine Arbeit lohnt sich in jeden Fall.

Euer Alex

Kontraste

Jemand hat mal zu mir gesagt, dass ein gutes Foto vor allem aus Kontrasten besteht: inhaltlich, farblich und natürlich von den eigentlichen Hell-Dunkel-Tönen. Das folgende Bild erfüllt nur eine Teilmenge dieser Anforderungen und ich wollte es hier auch gar nicht zeigen. Dann lag es aber ganz lange auf meinem Desktop gespeichert (gegen meine grundsätzliche Regel dort nichts zu speichern!) und je öfter ich es beiläufig geöffnet habe, desto besser gefiel es mir.

Aufgenommen wie immer mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm in der Nähe von Feldberg. Der Ausschnitt gehört zu einem kleinen Häuschen (vielleicht 3 mal 3 Meter groß), das verlassen in der Landschaft stand und keine richtige Funktion zu haben scheint. Jetzt ist es für mich das „Kontrasthäuschen“ und weiß endlich warum es dort steht.

Euer Alex

Vergraben…

Im Moment bemerke ich, dass ich fast bei jedem Bild das ich mache versuche einen Link zur aktuellen Situation des „Eingesperrt-Sein“ herstellen will. Alle Maßnahmen die derzeit gesetzt werden, sind natürlich richtig und notwendig, nach zwei Jahren wünscht man sich nun aber einfach ein wenig Freiheit zurück. Einfach mal wieder ganz ohne Angst etwas Essen gehen, ins Kino oder auf ein Konzert gehen können. Naja, vielleicht klappt es Ende 2022 ja damit! Bis dahin grabe ich mich mal unter meiner Decke ein! Bin dann mal weg…

Das Bild entstand auf einer Wanderung von Feldberg nach Müllheim. Wie üblich ist es mit meiner Leica M und dem Summicron-M 35 mm aufgenommen. Fast wäre ich an dem Schätzchen vorbei gelaufen, aber dann habe ich es doch noch entdeckt. Keine 10 Meter vom Weg entfernt in der Wiese vergraben. Das gute Stück wartet dort auf bessere Zeiten!

Euer Alex

Die neue „Laika“ – Spekulation zur Leica M11

Derzeit sprechen Leica-Jünger ja nur noch über den 13. Januar 2022 – also morgen, dem Tag an dem (vermutlich) die neue Leica M11 vorgestellt werden wird. Mein Tochter (6 Jahre alt!) hat mir zu Weihnachten (vermutlich, weil ich auch seit Monaten nur noch von DIESER neuen Leica spreche) eine echte „Laika“ geschenkt. Aus meiner Sicht DIE einzige echte Alternative zur kommenden M11.

Was wünsche ich mir aber von der M11? Ich bin mal in mich gegangen und habe versucht aufzuschreiben, was die neue M11 können muss, um unwiderstehlich für mich zu sein:

  • ISO-Werte weit unterhalb von 100 (am besten in Richtung 50), um auch mit f/1.4 bei praller Sonne ohne ND-Filter arbeiten zu können.
  • Verschlusszeiten kürzer als 1/4.000 – gerne auch mit elektronischem Verschluss (auch hier spielt das Thema „Offenblende“ eine Rolle).
  • bessere Akkuleistung als die M10, vergleichbar mit meiner M240.
  • geringeres Gewicht (unterhalb von 600 g ohne Akku wäre super! Meine M240 wiegt um die 680 g mit Akku!).
  • höhere Auflösung (klasse wäre es, wenn man die Auflösung der RAW anpassen könnte) zw. 40 und 60 MP.
  • Preis auf dem Niveau einer M10 🙂

Mal sehen was Leica morgen bringen wird (erste Spekulationen gehen ja durchaus in die richtige Richtung!). Das Event gibt es übrigens live im Netz zu sehen.

Ein sehr schönes „Spekulationsvideo“ findet sich hier:

Euer Alex

Durch den Wind…

In diesen verrückten Zeiten kann man eigentlich nur durch den Wind sein. Aber wie soll man dieses Gefühl in ein Bild hüllen. Anbei ein Versuch!

Der Kopf fühlt sich durcheinander. Oben ist manchmal unten und unten eben manchmal oben. Alles sehr surreal! Bald wird es wieder konkreter, schärfer, weniger Rauschen, … auf nach 2022.

Euer Alex

Jahresrückblick 2021

Und schon wieder ist ein Jahr vergangen und es ist wieder Zeit für einen (sehr!) kurzen Blick zurück.

Beginnen wir mit der üblichen Gliederung:

  • Technisches,
  • Künstlerisches und
  • Persönliches

Technisches:

Ok, das ist jetzt sehr leicht. Das Leica APO-Summicron-M 35 mm ist natürlich das technische Highlight dieses Jahres – zumindest für mich! Unglaublich was Leica hier hingezaubert hat. Ich habe ja gehofft, dass die M11 auch noch in 2021 erscheint, aber das wird wohl Januar 2022 werden. Wilde Spekulationen dazu findet man ja im Netz – in wenigen Wochen werden wir wohl wissen wie die neue M aussehen wird.

Künstlerisches:

In diesem Jahr habe ich nach langer Zeit wieder einige neue Bücher in meinem Regal begrüßen dürfen. Das Buch „Out of the Darkness“ von David Nissen war dabei sicher der Höhepunkt. Und natürlich habe ich viele Bilder gesehen – leider wieder nur am Bildschirm übers Netz und nicht in Ausstellungen. Lasst uns auf 2022 hoffen.

Persönliches:

Für mich fühlt sich 2021 so an, als hätte ich wieder mehr fotografiert. Übers Jahr verteilt stimmt das sicher nicht, aber der Sommer war richtig intensiv und gut. Die 2 Wochen in Südtirol haben viele Bilder hervorgebracht – nicht alles ist gut, aber vieles habe ich hier trotzdem gezeigt 🙂 Ich fühle mich also etwas besser als in den vergangenen Jahren und hoffe den Trend in 2022 fortsetzen zu können. Ach ja und der Dauerbrenner hier: „A Dash of Sadness“ habe ich auch 2021 nicht fertig stellen können. Irgendwann vielleicht!?

Das war es auch schon in aller Kürze! Mehr dann vielleicht in den nächsten Jahren mal wieder…

Jahresrückblicke der letzten Jahre:

Euer Alex