Archiv für den Autor: Alex

Die Suche nach dem Wesentlichen…

Im September war wieder Photokina-Zeit und so pilgerte auch ich für einen Tag nach Köln. Nach 2014 war es nun also mein zweiter Besuch der Photokina. Und ich muss sagen, es hat sich recht wenig getan seit damals. Viele Firmenauftritte waren exakt gleich und auch bei so manchem Produkt haben sich nur unwesentliche Spezifikationen geändert. Daher will ich nur sehr kurz herausstreichen, was ich gut und weniger gut fand.

Los gehts - Photokina!

Los geht’s – Photokina!

Fangen wir mit dem Wesentlichen an – Leica! Leica hatte dieses mal zwei Stände in zwei unterschiedlichen Hallen. In Halle 1 waren, wie letzte mal, tolle Ausstellungen zu sehen. In Halle 2.1 waren die Produkte ausgestellt. Leider ging dieses Konzept meiner Meinung nach nicht auf. Die Ausstellungen waren toll, aber der Technikstand einfach zu klein. Menschentrauben drängten sich dort, um die „Sofort“ zu bestaunen. Wie dem auch sei – 2018 bitte besser machen Leica!

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Eingang zur großen Leica-Ausstellung.

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Unverkennbar Bruce Gilden.

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Ausstellung von Ara Güler.

Am Impossible-Stand gab es die neue i-1 zu bewundern. Das Teil fühlt sich verdammt gut an, ist richtig schön gebaut und sieht klasse aus. Leider kann man ohne Smartphone nur Bilder im Automatik-Modus machen. Ich will mich in den nächsten Wochen aber definitiv etwas einlesen und prüfen, ob diese Kamera nicht eine schöne Ergänzung zu meinen anderen beiden Polaroid-Kameras wäre.

Die neue i-1 von Impossible.

Die neue i-1 von Impossible.

Richtig viel los am Fuji-Stand.

Richtig viel los am Fuji-Stand.

Einen der beeindruckendsten Stände hatte eindeutig Fuji. Sehr groß, unglaublich gut gegliedert und von den Menschen gestürmt. Fuji gab sich viel Mühe die Besucher zu beraten, es gab tolle Vorträge auf zwei Bühnen und sogar ein Kinderprogramm (bemalen von Fotos!) war vorhanden. Für mich das „Aha-Erlebnis“ der Messe.

Schöne Stände hatten auch Sony und Nikon. Bei Sony war richtig viel los, bei Nikon eher weniger (zumindest in der Zeit als ich dort „rumlungerte“). Am Sony-Stand gefiel mir vor allem das offene und luftige Konzept. Ach ja, und Nikon verschenkte wieder Taschen in Masse – scheint deren Messekonzept zu sein.

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Luftig und locker am Sony-Stand.

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Taschen, Taschen, Taschen… – der Nikon-Stand.

In den weitläufigen Hallen gab es wie immer zahlreiche Ausstellungen, u. a. von National Geographic… Ja, die Fotoausstellungen sind eindeutig das Highlight einer jeden Photokina.

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Bilder, Bilder, Bilder, … so soll es sein!

Was bleibt also von der Photokina? Eindeutig die Erkenntnis, dass es das erste mal eben immer am schönsten ist. Mein diesjähriger Besuch verblasste irgendwie zu dem was ich 2014 erleben durfte. Man erkannte sehr schnell, dass den Herstellern die Ideen fehlen. Canon präsentierte sich zwar etwas besser als 2014 (nicht mehr so laut!), aber trotzdem fehlte mir auf den meisten Ständen die Darstellung der Liebe zum Bild. Das macht Leica schon verdammt gut, auch wenn sie es dieses Jahr etwas „versemmelt“ haben.

Ob ich 2018 wieder nach Köln fahre? Wir werden sehen…

Euer Alex

Lichterspuren

Wie letzte Woche geschrieben, sind bei meiner letzten Session nicht nur die „Schattenbilder“ entstanden sondern ich habe auch mit dem Licht, welches durch die Jalousie eingedrungen ist experimentiert. Herausgekommen sind eine ganze Reihe von Bildern, die ich so eigentlich gar nicht erwartet hätte. Vier davon seien hier gezeigt. Ich habe die Bilder mal „Lichterspuren“ genannt.

L1009928_01 L1009926_01 L1009925_01 L1009918Persönlich finde ich das zweite und vierte Bild am besten gelungen.

LiK

Schattenbilder

Manchmal sind es die einfachen Dinge die mich faszinieren. So zum Beispiel Reflexionen bzw. Licht-/Schattenwürfe auf einer Wand. In den letzten Tagen habe ich viel damit experimentiert – drei Bilder möchte ich hier zeigen.

L1009921 L1009910 L1009923Alle drei Bilder wurden mit der Leica M und dem Summicron-M 35 mm gemacht. Das Licht drang durch eine Jalousie und schuf auf der gegenüberliegenden Wand das abgebildete Muster.

Im übrigen bildete auch die Jalousie selber ein sehr interessantes Fotomotiv – mehr dazu nächste Woche.

LiK

Impressionen in Schwarz-Weiß…

So langsam scheine ich fotografisch wieder etwas mehr in Schwung zu kommen – die Urlaubswochen bieten dafür aber auch die notwendige Zeit und den Freiraum an. Anbei Bilder die ich letzte Woche bei einem Spaziergang durch die Weinberge in Feldberg gemacht habe. Die Trauben bewegen sich Richtung Lese und das Laub beginnt sich ganz langsam zu verfärben.

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Trauben. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

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Laub. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.8.

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Holz. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

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Ende. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Die Gegend um Feldberg bietet ganz hervorragende Motive zum Fotografieren. Die Lichtstimmung ist meist ausgezeichnet (besonders in den Abendstunden) und andere Fotografen finden sich hier kaum! Perfekte Voraussetzungen also…

LiK

Blick in die Vergangenheit

Derzeit bin ich auf der Suche nach Bildern, welche wir hier bei uns im Haus an die Wand hängen können. Dabei habe ich natürlich auch die alten Fotos durchgesehen und eine Reihe gefunden, welche ich 2007 in Neuseeland gemacht habe. Habe die Bilder neu aufbereitet und will drei hier zeigen.

Neuseeland_2007-12-02T12_08_06Neuseeland_2007-12-02T13_42_26_01 Neuseeland_2007-12-02T13_43_06Schon damals haben mich diese Bäume, gezeichnet von Wind und Regen, fasziniert – heute gefallen sie mir aber noch viel besser. Es zahlt sich also aus, alte Bilder „raus zu holen“ und neu zu bearbeiten…

LiK

Kinder vor der Kamera – Ana #1

Die Leica M ist mit Sicherheit keine prädestinierte Kamera für das Festhalten schneller Bewegungen. Klar, Generationen von Fotografen haben mit dieser Kamera Street Photography betrieben bzw. betreiben dies noch immer. Bewegt sich das Sujet aber sehr schnell, muss man schon einige Tricks anwenden, um auch bei offener Blende den Schärfepunkt perfekt zu treffen. Ähnlich wie die Straßenfotografie ist auch die Sportfotografie … und das Fotografieren von Kindern! Ja, Kinder sind in ihrer Bewegung unberechenbar und eben auch (ab einem gewissen Alter) sehr schnell.

In den letzten Wochen habe ich viel Zeit damit verbracht unsere Tochter Ana zu fotografieren. Ja, sie ist noch sehr klein und auch noch nicht ganz so schnell, aber trotzdem stellt es für mich eine Herausforderung dar, sie gekonnt und auch wirklich scharf ins Bild zu bekommen. Umso zufriedener bin ich mit dem entstandenen Bild. Sanft von der Seite einfallendes Licht, ein fokussierter Blick und eine weit offene Blende. Das Summilux-M 50 mm trägt dann noch eine ganz eigene Bildstimmung bei, die man nur schwer erklären kann. Zusätzlich ein Bokeh zum Niederknien.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Ana. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Klar, noch besser wäre es gewesen, wenn das Ohr nicht leicht angeschnitten ist und am oberen Rand noch etwas mehr Spielraum geblieben wäre. Wenn man nur genug Zeit hätte, bevor sich die Kleine wieder weiter bewegt und das Interesse am Fenster und der Kamera verliert.

LiK

Jazz im Wald…

„Das erste mal ist es falsch, das zweite mal ist es Jazz!“ [Miles Davis]

Genau so fühlt sich dieses Bild an – irgendwie falsch, da stimmt etwas nicht! Je länger ich es betrachte, desto besser gefällt es mir. Komplex, nicht einfach, aber irgendwie besonders. Oder einfach nur ein Schuss in den Wald?!

Jazz im Wald. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Jazz im Wald. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Alex