Schlagwort-Archiv: Frankreich

Sommermärchen 2026 (Teil 2) – La Rochelle

Nach unserem ersten Halt am Atlantik ging es weiter nach La Rochelle: eine Stadt, die uns sofort begeistert hat. Maritimes Flair, alte Gassen, helle Steinfassaden und natürlich der beeindruckende alte Hafen machen den besonderen Charakter dieser Stadt aus.

La Rochelle blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Im 10. Jahrhundert zunächst als Fischerdorf gegründet, entwickelte sich die Stadt bereits im Mittelalter zu einem bedeutenden Handels- und Hafenplatz. Vor allem mit Salz und Wein wurde gehandelt. Der Reichtum dieser Zeit ist bis heute im Stadtbild zu spüren.

Das wohl bekannteste Motiv der Stadt findet sich am Vieux-Port: die drei mittelalterlichen Türme Tour Saint-Nicolas, Tour de la Chaîne und Tour de la Lanterne. Sie bewachten einst die Hafeneinfahrt; zwischen Saint-Nicolas und der Tour de la Chaîne konnte bei Bedarf sogar eine Kette gespannt werden, um den Zugang zum Hafen zu versperren.

Heute ist von der bewegten Geschichte vor allem die besondere Atmosphäre geblieben. Man schlendert durch enge Gassen, unter den für La Rochelle typischen Arkaden hindurch und steht wenige Minuten später wieder am Wasser. Die Mischung aus Geschichte und Meer macht die Stadt für uns so reizvoll.

Und natürlich ist es auch das Licht, das La Rochelle fotografisch so spannend macht. Das helle Gestein, das Wasser des Atlantiks und die wechselnden Lichtstimmungen ergeben immer wieder neue Motive. Ein wunderbarer Ort, um einfach durch die Stadt zu treiben, die Kamera dabei zu haben und sich überraschen zu lassen, was einem vor die Linse kommt.

Euer Alex

Sommermärchen 2026 (Teil 1) – Der Steg am Atlantik

Nun geht sie los, die kleine Serie von unserem Roadtrip im Sommer. Unser erster Halt führte uns an den Atlantik. Schon hier zeigte sich, wie sehr dieser Küstenabschnitt vom Wechsel der Gezeiten geprägt ist. Besonders fasziniert haben mich die alten Stege, die weit ins Meer hinausführen. Sie dienten den Fischern dazu, auch bei Ebbe hinaus aufs Wasser zu gelangen. Bei Niedrigwasser lagen sie allerdings fast vollständig trocken und wirkten dadurch beinahe wie freischwebende Wege, die ins Nichts führen.

Mit der Flut veränderte sich das Bild komplett. Dort, wo kurz zuvor noch Sand und Schlick zu sehen waren, reichte das Wasser nun bis an die Stege heran. Ein und derselbe Ort zeigte innerhalb weniger Stunden zwei völlig unterschiedliche Gesichter.

Auch fotografisch war dieser erste Halt etwas Besonderes. Das Licht war wunderbar weich und stimmungsvoll und brachte die Strukturen der Stege, das Wasser und den weiten Horizont sehr schön zur Geltung. Und dann waren da noch diese wunderbaren alten Häuser auf dem Weg zum Meer.

Euer Alex