Kategorie-Archiv: Leica

Bodensee

Wie bereits angekündigt waren wir letztes Wochenende für 4 Tage am Bodensee. Untergebracht in Meersburg im Fischerhaus, was absolut zu empfehlen ist. Von dort aus sind es ca. 30 m zum See (also praktisch in Wurfweite).

In den 4 Tagen produzierte ich um die 200 Bilder. Es ging mir dieses mal aber um das Austesten des neuen 21er Objektives und weniger um perfekte Bilder (ok, danach streben wir doch immer). Und so verbrachte ich einen vollen Tag damit nur mit dem 21er zu „spielen“ und es an seine Grenzen zu treiben. Gegenlicht, Seitenlicht, Verzeichnung je nach Blickwinkel, etc. Dazu werde ich in den nächsten Tagen einen eigenen Bericht schreiben – ihr könnt als gespannt sein.

Hier nun ein paar Bilder (eines davon mit dem 21er aufgenommen).

L1006594

Selbstportrait mit Tapete. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

Eingenpaktes Geländer in Konstanz. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

Eingepacktes Geländer in Konstanz. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006708

Untersichsein. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006713

Spaßverderber. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006715

Einsames Vergnügen. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006718

Das Chaos der Natur. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

L1006535

Abendstimmung am Bodensee. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0.

Das letzte Bild zeigt schon ein wenig das Potential des Super-Elmar….aber so viel Platz, der so schwer zu füllen ist!

LiK

Best of „\temp“

Seit einigen Jahren habe ich eine ziemlich blöde Angewohnheit: Wenn ich nach einer Fototour nach Hause komme, kopiere ich erst mal alle Bilder in ein Verzeichnis mit dem Namen „temp“ (steht für „temporär“). Ich kopiere von dort dann jene Bilder in spezielle Verzeichnisse die richtig gut sind – manchmal bleiben aber auch gute/interessante Bilder im Verzeichnis liegen. Mit der Zeit wird die Sache natürlich mehr als unübersichtlich. Zeit also,  einen Blick in dieses Verzeichnis zu werfen und zu prüfen, ob nicht doch der eine oder andere interessante Schuss dabei ist.

Seht die nachfolgenden Bilder als ein nicht-zusammenhängendes Konglomerat von Einzelaufnahmen. Gut oder Schlecht? Hmmm…bildet euch selbst eine Meinung.

L1005685

Diagonal. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0.

L1005711

Schmuckstück. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0.

L1006097

U-Turn. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006101

Undurchsichtig. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

L1006269

Ausgerichtet. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

LiK

Schwach geworden – Zuwachs für die M!

Und da schreibe ich vor einigen Wochen noch davon, dass ich meinen Objektivpark 2015 nicht ändern werde. Alles sollte so bleiben wie es war! Und dann kam dieses Hammerangebot von Leica Meister Camera in Hamburg. Soll man trotzdem ein Jahr warten und dann deutlich mehr zahlen, für ein Objektiv, das früher oder später mit Sicherheit erworben werden soll? Ich nahm Kontakt mit dem Meister auf, beriet mich mit ihm und erbat mir einige Tage Bedenkzeit. Ich hatte noch nie ein gebrauchtes Objektiv gekauft – sollte ich es wagen? Dann aber sollte es doch passieren – ich sagte zu! Erwarb eines der eindrucksvollsten Objektive im Bereich von 21 mm, das Super-Elmar-M 1:3.4 / 21 mm. Das Objektiv wurde schnell geliefert und wie vom Meister versprochen, wies es weder Gebrauchsspuren noch Kratzer auf – sah alles wie neu aus. So etwas kann man wohl als Schnäppchen bezeichnen!

21 mm bedeuten für das Kleinbild einen horizontalen Bildwinkel von 80 Grad. Umgesetzt wurde das Objektiv mit Hilfe von 8 Linsenelementen, davon 2 asphärische Flächen. Bei einer Länge von 43 mm, bringt das gute Stück 280 Gramm auf die Wage. Von vielen wird dieses Objektiv als das weltbeste 21er bezeichnet – was zwar beeindruckt, aber auch wieder egal ist! Jetzt muss erst mal Freundschaft geschlossen werden und wir müssen uns kennen lernen. Die Leica M ist mit ihrem Messsucher nur bis zu einer Brennweite von 35 mm ausgelegt; 21 mm bedeuten nun, dass ein externer Sucher oder der Live View verwendet werden musste. Ich entschied mich für einen externen Spiegelsucher (der mit einer eigenen Aufbewahrungstasche in Leder ausgeliefert wird!).

In meiner Canon-Zeit hatte ich das 17-40er öfter vor meine Kamera geschnallt – es gehört eindeutig zu meinen Lieblingsobjektiven. Und nicht selten wurden davon die 17 mm verwendet. So rechnete ich also damit, dass mich 21 mm nicht sonderlich beeindrucken und mir das Arbeiten gewohnt von der Hand ging. Hatte ich schon vergessen, was 21 mm bedeuteten? 80 Grad Öffnungswinkel bringen einfach verdammt viel der Umgebung auf den Chip. Und so muss ich zugeben, dass ich bei den ersten Fotos nicht schlecht staunte und mir wurde schnell bewusst, dass ich das Arbeiten mit einem Weitwinkel schier verlernt hatte.

Anbei ein paar Bilder vom  Objektiv an der Kamera inkl. des aufgesteckten Spiegelsucher.

Leica M mit Super-Elmar-M 1:3.4/21mm.

Leica M mit Super-Elmar-M 1:3.4/21mm.

Leica M mit Super-Elmar-M 1:3.4/21mm und Spiegelsucher.

Leica M mit Super-Elmar-M 1:3.4/21mm und Spiegelsucher.

Spiegelsucher mit eigener Lederaufbewahrungstasche.

Spiegelsucher mit eigener Lederaufbewahrungstasche.

Noch kann ich wenig sagen über das neue Mitglied in der M-Familie. Einige wenige Runde haben ich bereits mit dem Objektiv durch Freiburg gedreht, versucht es zu verstehen und habe versucht die Grenzen auszuloten. Und ein erstes Bild kann ich euch auch bereits zeigen.

Hochhaus in Freiburg. Fotografiert mit der Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ 5.0.

Hochhaus in Freiburg. Fotografiert mit der Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ 5.0.

Mehr Erfahrung, mehr Bericht und mehr Bilder gibt es dann in den nächsten Wochen – Mitte März steht ein mehrtägiger Ausflug an den Bodensee an. Ein erster ernstzunehmender Test für das 21er.

LiK

Mauerwerk #3

Vor einem Jahr habe ich hier eine Serie gestartet, in der ich alte und verwachsene Wände dokumentiere. Diese Wände sollten aber nicht irgendwo stehen, sondern in dem Dorf anzufinden sein, in dem ich aufgewachsen bin: in Lana. Die Bilder wurden damals unter dem Titel „Erschöpfte Wände“ veröffentlicht (Rob war mir, wie immer, bei der Suche nach einem Titel eine kongeniale Hilfe):

Nun geht die Reise also weiter: Teil 3! Nicht ganz so bunt, nicht ganz so schrill, aber wieder mit tollen Farben, wie ich finde.

L1006286_01 L1006299 L1006323_01 L1006332 L1006304_01Langsam scheint sich also ein schönes Langzeitprojekt zu entwickeln. Ich bleibe jedenfalls dran und halte euch am Laufenden.

LiK

Der Schnee der 30er Jahre…

Kennt ihr auch diese alten Bilder von Winterlandschaft, wo der Schnee nicht wirklich weiß ist, sondern eine leichte Schattierung hat. Wenn ich solche Bilder sehe, sehe ich immer gleich die Skifahrer auf ihren Holzski vor mir – perfekt gestylt, elegant  und absolut aufrecht fahrend. Vor einigen Wochen waren wir in Südtirol im im Pfitschtal unterwegs. Die Landschaft war von Schnee bedeckt, die Sonne brannte von der Seite herunter und dann tat sich diese wunderbare Lichtstimmung auf. Also meine M rausgeholt, einen sehr begrenzten und abstrakt wirkenden Bildausschnitt gewählt und abgedrückt. Ich ließ das Bild mehrere Wochen liegen und war nun sehr überrascht, wie die Leica M den Schnee abbildet. Irgendwie anders – zumindest hatte ich das von meiner Canon ganz anders in Erinnerung.

Abstrahierte Schneelandschaft mit der Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Abstrahierte Schneelandschaft mit der Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Betrachtet mal diese feinen Strukturen im Schnee und diese Tönung! Sogar in den sehr hellen Bereichen kann man noch feinste Unterschiede erkennen. Die feinen Spuren der Tiere die das Gebiet in der Nacht durchquert haben. Und dann natürlich die Langlaufpiste, die dem Bild eine sehr abstrakte Form gibt. Also mit dieser Kamera könnte ich glatt ein Liebhaber des Winters werden.

LiK

Pokerface…

Die beste Gelegenheit Menschen zu fotografieren, sind Gelegenheiten, in denen sie hochkonzentriert oder abgelenkt sind. Besonders gut eignen sich dabei Situationen, in denen was gelesen, eingekauft oder gespielt wird. Und so nutzte ich die Situation eines „Kartenabend im Kreise der Familie“, um einfach in der Ecke zu hocken und mit meiner Leica auf Jagd zu gehen. Das leise Klicken den Kamera störte dabei nicht und so wurde fröhlich und unter vollem Einsatz des gesamten Körpers Karten gespielt. Entstanden sind eine ganze Reihe von Bildern, von denen ich nur ein paar zeigen möchte.

Alle Bilder entstanden im manuellen Belichtungsmodus bei 1/60 Sekunde. Die Blende wurde auf f/4.0 gestellt und der ISO Wert auf 2.500 gedreht. In der Nachbearbeitung habe ich den Kontrast minimal angehoben und eine Schwarz-Weiß-Konvertierung vorgenommen.

L1006398L1006381 L1006401 L1006406 L1006410Die Bilder geben meiner Meinung nach die Spontanität der Situation sehr gut wieder. Man spürt die Konzentration, aber auch die Wärme im Raum.

LiK

Die Entdeckung der Surrealografie

Zugegeben, jetzt wird es schräg! Mich fasziniert schon seit einiger Zeit die Darstellung von Waldszenen in Form von surrealen Bildern. Durch das „Ziehen“ und „Bewegen“ der Kamera, habe ich ja schon einiger solcher Aufnahmen gemacht. Aber es muss und soll noch weitergehen. Die nachfolgenden Bilder entstanden im Schwarzwald. Sie wurden keiner großen Nachbearbeitung unterworfen, sondern kamen tatsächlich (fast) so aus der Kamera. Mich haut es immer wieder um, wenn ich feststellen darf, wie nahe die Fotografie, mit solchen Bildern, der Malerei kommt.

Surreale Fotografie mit Leica M und Summicron-M 35 mm.

Surreale Fotografie mit Leica M und Summicron-M 35 mm.

Surreale Fotografie mit Leica M und Summicron-M 35 mm.

Surreale Fotografie mit Leica M und Summicron-M 35 mm.

Was ist wahr und was verfälscht? Wo hört die Wirklichkeit auf und wo fängt der Traum an? Ich möchte diese Art der Fotografie zukünftig als „Surrealografie“ bezeichnen und ihr mehr und mehr Bilder widmen. Eine entsprechende Rubrik werde ich in Kürze auch auf meiner Hauptseite einrichten.

LiK