Archiv für den Autor: Alex

Vitra Campus

Zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir den Vitra Campus in Weil am Rhein besucht. Spannende Bauwerke auf einem sehr schön angelegtem Gelände lassen sich dort betrachten. Nach und nach lichtete sich der dichte Nebel und einige Architekturaufnahmen konnten gemacht werden. Bei Architektur konzentriere ich mich vorwiegend auf Details, welche ich dann versuche möglichst abstrakt abzulichten. Anbei vier Beispielbilder, welche ich bewusst in Schwarz-Weiß ausgearbeitet habe, um den abstrakten Eindruck noch etwas zu verstärken.

Feuerwehrhaus geplant von Zaha Hadid (1993). Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Detail am Feuerwehrhaus. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Vitra Schaudepot geplant von den Basler Architekten Herzog & de Meuron. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0

Vitra Design Museum nach einem Entwurf des US-amerikanischen Architekten Frank O. Gehry. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Jeder der Interesse an Architektur hat, gerne durch interessante Bauwerke schlendert und in der Nähe von Müllheim oder Basel ist, sollte sich das Gelände ansehen – es lohnt sich. Für uns war es sicher nicht der letzte Besuch!

Alex

Verträumte Landschaft

Ich mag diese leicht verträumte Zeit. Nebel zieht über die Landschaft, ab und an gibt es auch Schnee und das Licht hat seinen ganz eigenen Charakter. Ein Bild das vor ca. 2 Wochen entstanden ist und an dem ich relativ lange gearbeitet habe, will ich euch heute zeigen. Es zeigt den Hügel gegenüber von Feldberg (bei Müllheim). Die Aufnahme entstand am Nachmittag bei tief stehender Sonne und starkem Nebel. Ich musste den richtigen Moment abwarten, bis der Hügel aus dem Nebel trat und die Aufnahme gemacht werden konnte. Das Bild habe ich mit dem Summicron-M 35 mm gemacht, die Aufnahme ich Nachgang aber stark beschnitten (wahrscheinlich wären 50 mm besser geeignet gewesen). Die Aufnahme ist sehr abstrakt, gefällt mir dadurch aber sehr gut. Außer einer Konvertierung in Schwarz-Weiß wurden keine Bearbeitungsschritte vorgenommen.

Hügel im Nebel bei Feldberg. Aufgenommen mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Das leichte Rauschen, welches sich im Bereich des Himmels zeigt, verleiht der Aufnahme etwas „analoges“ – für mich weniger störend, als vielmehr den Bildeindruck stärkende Eigenschaft.

Der Baum im Schneesturm

Neulich wanderte ich bei starkem Schneetreiben über die Hügel von Feldberg. Zu meinen Lieblingsstellen gehört ein kleiner Feldweg, der von sehr alten Bäumen flankiert wird. Es war noch nicht wirklich viel Schnee gefallen, aber der Wind sorgte dafür, dass die Luft voller Schneeflocken war. Die Aufnahme entstand also quasi im „Vorbeigehen“.

Baum im Schneesturm. Aufgenommen mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Ich denke dieser Weg wird mir noch zahlreiche gute Situationen bieten – bei unterschiedlichen Jahreszeiten und Witterungen. Die Leica M macht solche Bedingungen übrigens ohne „Murren“ mit – leicht schneebedeckt, ein wenig vereist, aber topfit!

Alex

Interview auf Fotopresso

Im Dezember wurde ich von Marcel von Fotopresso kontaktiert, ob ich mich für ein kleines Interview zur Verfügung stellen würde. Da ich Fotopresso schon seit einiger Zeit verfolge und auch sehr schätze (bitte schaut selber mal vorbei), sagte ich natürlich zu. Das Ergebnis könnt ihr euch nun selber ansehen und durchlesen – ich hoffe euch gefällt es. Einfach das Bild anklicken, dann kommt ihr direkt zum Interview.

Jahresrückblick 2016

Wie in den letzten vier Jahren, möchte ich auch dieses Jahr einen kleinen Blick zurück wagen und ein Resümee zum abgelaufenen Jahr ziehen. Ich möchten den Rückblick wie immer in 3 Teile gliedern:

  • Technisches
  • Künstlerisches
  • Persönliches

Technisches: Puhhhh, letztes Jahr war ich mir ja nicht sicher, ob es ein spannendes oder ein langweiliges Jahr war; dieses Jahr fand ich es fototechnisch einfach nur zum Gähnen! Klar, einige interessante Produkte haben das Licht der Welt erblickt (siehe dazu auch meinen Photokina-Bericht), aber der große Wurf war nicht dabei. Warten wir also auf 2017…und hoffen!

Künstlerisches: Welche Künstler habe ich neu entdeckt? Da gab es gar nicht mal so viele. Eher würde ich von einer Intensivierung „bestehender Beziehungen“ sprechen (einen Künstler über Jahre zu verfolgen und zu studieren führt wirklich zu einer Art Beziehung). Ich mag Julia Baier schon viele Jahre sehr gerne – ihre Art zu fotografieren und die Welt zu dokumentieren inspiriert mich immer wieder aufs Neue. Um so schöner zu sehen, dass man derzeit immer mehr von ihr zu sehen bekommt (über ihre Webseite, div. Medien, etc.). Beeindruckend fand ich auch die Dokumentation von Colin Templeton über Glasgow. Beeindruckende Schwarz-Weiß-Aufnahmen – richtig dunkles Schwarz, gepaart mit überragender Lichtstimmung! Und dann war da noch Noell Oszvald! Wow! Manchmal entdeckt man Fotograf(inn)en die einen einfach nur umhauen – Noell gehört definitiv dazu. Bei ihren Bilder handelt es sich um Selbstportraits, mit denen sie zeitlose Geschichte erzählen möchte. Es lohnt sich einfach mal durch ihren Flickr-Stream zu stöbern und zu träumen.

Und natürlich habe ich auch mein Lieblingsprojekt weiter verfolgt: Stella Polaris Ulloriarsuaq – The Shining Memory Of Mother Earth“. Das Projekt lebt und entwickelt sich fort und es macht einfach nur Freude zu sehen, welche spannenden Bilder dabei entstehen. Bitte nie aufhören damit!

Persönliches: In Summe war fotografisch für mich das Jahr 2016 eine Art „Findungsphase“. Ich verfolgte nur wenige Projekte und war eher damit beschäftigt jede Menge Dinge auszuprobieren. Ich experimentierte vor allem mit den zwei Festbrennweiten 50 und 35 mm, versuchte Langzeitbelichtungen und beschäftigte mich viel mit abstrakter Fotografie. Bisher kann ich aber nicht einen neuen Weg oder einen neuen Stil ableiten, aber es zeigt sich langsam wo die Reise in den nächsten Jahren hingehen könnte: mehr künstlerische Projekte, weniger „Abbilden der Welt“. Zudem möchte ich mehr „Geschichten erzählen“ und dafür öfter auch umfangreichere Serien (mehr als drei Bilder!) machen/zeigen. Ein erster Schritt dafür wird im neuen Jahr die Fertigstellung des Projektes „A Dash of Sadness“ sein (ich hoffe die Serie schon im Januar 2017 zeigen zu können). Zudem möchte ich meine Kontakte zu anderen Fotografen ausbauen bzw. intensivieren – ich merke immer mehr, dass die Gespräche und Diskussionen über Bilder einfach gut tun und der Diskurs mich weiter bringen kann. Und…ich möchte auch meine Polaroid-Kameras wieder mehr nutzen und einsetzen – die zwei Schätzchen wollen auch mal wieder an die frische Luft. Sehr viele Vorsätze also! Wenn ich einige davon auch umsetzen kann, sollte es ein gutes Jahr werden. Das Projekt, welches mir 2016 am meisten Spaß gemacht (und mich auch ein klein wenig überrascht) hat, war Lichtspuren.

Also dann… auf ein spannendes Jahr 2017!

Jahresrückblicke der letzten Jahre:

Euer LiK/Alex

Das Ende…

Das Ende des Jahres naht, die Blätter fallen zu Boden und das Gras verfärbt sich. Reif bedeckt Blätter und Gräser und man will sich eigentlich nur noch einigeln und warten bis es wieder warm wird. Die dunkle Jahreszeit hat begonnen…und ich freue mich darauf. Auf den Schnee, auf das Eis, auf die Kälte und darauf, dass unsere Umgebung von einer knallbunten Spaßlandschaft, zu ein paar monochromen Linien wird.

Die drei oben abgebildeten Bilder entstanden in den letzten Tagen in der Umgebung von Müllheim-Feldberg. Alle Aufnahmen wurden mit meinem derzeitigen Lieblingsobjektiv, dem Summilux-M 50 mm, gemacht. Nachbearbeitung fand keine statt.

Alex

Winterlicht…

Es wird Winter! Die Temperaturen sind nun deutlich gesunken, und der Reif sitzt fest an Bäumen, Gräsern und Sträuchern. Zudem steht die Sonne so tief, dass sich auch zu Mittag wunderbare Lichtstimmungen einfangen lassen. Wer sagt denn, dass der Herbst die goldene Zeit ist? Und so habe ich heute den Strauch hinten unserem Haus fotografiert. Nichts Außergewöhnliches, aber doch drei sehr stimmungsvolle Bilder. Alle drei Aufnahmen entstanden mit der Leica M und dem Summilux-M 50 mm bei f/1.4.

l1000092 l1000103 l1000107Es ging mir nicht darum gewisse Bereiche perfekt scharf abzubilden, sondern die Stimmung dieses wunderbaren Tages sollte eingefangen werden. Wenn es nicht -1°C hätte, könnte man sich vorstellen, wie man mit einem Glas Rotwein in der goldgelben Sonne sitzt und die Stunden genießt.

Alex