Von Roscoff aus ging es weiter entlang der Küste in Richtung Osten, immer wieder vorbei an kleinen Städtchen, beschaulichen Häfen und einer Landschaft, die sich mit jedem Kilometer ein wenig veränderte. Die raue, felsige Küste der Bretagne, das weite Meer und dieses besondere Licht begleiteten uns auch auf diesem letzten Abschnitt unserer Reise.
Unser Ziel für diesen letzten Teil der Reise war der Mont-Saint-Michel. Schon aus der Ferne ist dieser außergewöhnliche Ort ein beeindruckender Anblick. Die mittelalterliche Abtei thront auf einem kleinen Felsen mitten in der Bucht und scheint bei bestimmten Licht- und Gezeitenverhältnissen beinahe zwischen Himmel und Meer zu schweben.
Besonders faszinierend ist das Zusammenspiel von Landschaft, Wasser und Licht. Die riesige Bucht verändert mit den Gezeiten ständig ihr Gesicht. Mal scheint sich das Meer weit zurückzuziehen, dann rückt das Wasser wieder näher an den Felsen heran. Eine Landschaft, die sich nicht nur im Laufe des Tages, sondern manchmal innerhalb weniger Stunden völlig verändert.
Fotografisch bietet dieser Ort unzählige Möglichkeiten. Gleichzeitig ist es einer dieser Plätze, an denen man die Kamera auch einmal sinken lassen sollte, um den Moment einfach zu genießen.
Mit dem Mont-Saint-Michel endet unsere kleine Reise entlang der französischen Atlantikküste. Von den alten Fischerstegen am Meer über die lebendige Hafenstadt La Rochelle bis hin zu den kargen Felsen der Bretagne durften wir unterwegs viele unterschiedliche Eindrücke sammeln.
Was bleibt, sind schöne Erinnerungen, viele Bilder und die Gewissheit, dass es auf solchen Reisen oft gar nicht darum geht, möglichst viel zu sehen. Vielmehr sind es die besonderen Lichtstimmungen, die kleinen Entdeckungen am Wegesrand und die ungeplanten Stopps, die eine Reise unvergesslich machen.
Ganz abgeschlossen ist unser Roadtrip damit allerdings noch nicht. In einem letzten, ergänzenden Beitrag möchte ich noch ein wenig auf die fotografische Seite der Reise eingehen: auf die verwendete Ausrüstung, meine Erfahrungen mit der Leica M11-P und dem 35er APO und natürlich auf das Fotografieren selbst. Denn neben den Orten und den besonderen Lichtstimmungen ist es auch immer spannend, wie die Bilder unterwegs entstehen und worauf ich dabei achte. Ein kleiner Blick hinter die Kulissen dieser Reise folgt also noch.









Euer Alex
