Kategorie-Archiv: Leica M (Typ 240)

Untergrund…

Anfang der Woche war ich für einen Tag in München und nutzte die Zeit für einen kurzen Stopp in der U-Bahn. Auf den ersten Blick eine etwas seltsame Idee, aber wie sich zeigte war sie goldrichtig! Dabei entstanden eine ganze Reihe von Bildern; vier davon möchte ich Euch hier zeigen.

U-Bahn-Station in München. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

U-Bahn-Station in München. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

U-Bahn-Station in München. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

U-Bahn-Station in München. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Alle viert Bilder (bist auf das letzte) entstanden bei ISO 1.600 – wie man erkennen kann, verhält sich das Rauschen der Leica M sehr angenehm. In Summe muss man sagen, bieten die U-Bahnstationen in München eine ganze Reihe von interessanten Motiven. Man müsste nur etwas mehr Zeit haben…

Euer Alex

Wenn Männer zu Frauen werden – Die Oberwerth Bayreuth

Männer und Taschen!? Eigentlich nicht unbedingt eine Kombination, mit der man im normalen Leben oft konfrontiert ist. Eine kleine Ausnahme stellt wohl die Fotoszene dar. Fotografen und ihre Taschen (oder Rucksäcke) bilden wohl eine der größten Hasslieben der Geschichte. Durchsucht man das Netz, so kann man schnell den Eindruck gewinnen, dass viele Fotografen eine Kamera nur deshalb besitzen, um eine Rechtfertigung zu haben, sich eine schicke Fototasche kaufen zu müssen. Stoff, synthetische Materialien oder ganz puristisch aus Leder!? Was darf es denn sein? Groß, klein, lang, hoch, breit – natürlich muss möglichst viel möglichst flexibel in das gute Ding passen. Und so finden sich ganze Lebensgeschichten von Menschen auf der Suche nach der perfekten Fototasche.

In meinem Fotoleben hatte ich bis jetzt 4 Taschen bzw. Rucksäcke, wovon ich 2 aktuell noch verwende. Begonnen habe ich mit einer Tamrac Fototasche, gefolgt von einem Lowepro Fotorucksack. Aktuell besitze ich einen Lowepro Foto Sport und eine Billingham Hadley Small. Diese zwei führen mich nun bereits seit Jahren sehr zufrieden durch meinen fotografischen Alltag. Aber trotzdem habe ich seit einem Jahr zunehmend das Bedürfnis, nur Kamera und Objektiv schnell mal über die Schulter zu werfen und loszuziehen. Es fehlte mir also noch eine kleine Tasche, welche so klein ist, dass ich sie auch auf Geschäftsreisen mitnehmen kann – unauffällig und natürlich hübsch. Auf der Photokina 2014 hatte ich ein langes Gespräch am Stand von Oberwerth und irgendwie bekam ich diese Firma nicht mehr aus meinem Kopf. Bereits damals hatte ich den ersten Prototypen einer sehr kleinen Fototasche in meinen Händen halten dürfen – wertig, schön, aber sehr teuer! Die Jahre zogen ins Land, mein Wunsch nach einer kleinen Fototasche wurde größer, ich studierte und verglich. Näher angesehen habe ich mir die ONA Bond Street und die DoTheBag Mono 15. Beide waren aber nicht ideal: die ONA etwas zu groß und der Verschluss unpraktisch, die Mono nicht nach meinem Geschmack geschnitten. Blieb also die Oberwerth!? Bei Foto Löffler in Freiburg sah ich mir einige Oberwerth Taschen an, studierte auf der Webseite die Maße und die Fertigung und hatte zudem auch Kontakt mit Jörg (Taschenfreak). Ich war überzeugt: Das ist meine Tasche! – und entschied mich für die Version aus Vollleder in Dunkelbraun. Nur leider … die Tasche wird/wurde in dieser Version nicht mehr hergestellt. Ich versuchte also noch ein lagerndes Exemplar irgendwo in der hintersten Ecke eines Shops zu finden und kontaktierte dazu zahlreiche Händler – vergebens! Ausverkauft! Meine letzte Hoffnung war der direkte Kontakt zu Oberwerth. Und siehe da, schnell und sehr kompetent bekam ich die Auskunft, dass die Tasche in Kürze wieder hergestellt wird! Also nichts wie rauf auf die Warteliste! Das Warten war zudem auch sehr kurz, denn nach nur 3 Wochen traf die kleine Oberwerth am Donnerstag ein.

Bereits beim Auspacken wird klar, welche unglaubliche Qualität hier geliefert wird. Die Tasche fühlt sich extrem wertig an, das Leder ist weich und trotzdem stabil und die Verarbeitung ein Traum. Alle Nähte sind sehr schön und sauber ausgeführt – Handfertigung mit viel Liebe zum Detail. Auf den ersten Blick war ich von der Farbe des Leders etwas überrascht – das Braun geht fast ein wenig ins Rötliche, sieht aber hübsch und sehr elegant aus.

Unglaublich gelungen finde ich den Gurt. Ausgestattet mit einem eingenähten Stahlseil vermindert er das schnelle Durchtrennen des Gurtes – ein sehr guter Schutz gegen Diebstahl. Das Schulterpolster ist rutschfest ausgeführt und liegt perfekt auf dem Körper an. Die Länge des Gurtes ist für mich (180 cm bei 70 kg) ausreichend, auch um die Tasche quer über den Oberkörper tragen zu können.

Die Größe der Tasche ist für die Leica M ideal – Kamera und angesetztes 50er Lux passen locker in die Tasche. Der freie Raum kann sogar für ein weiteres Objektiv genutzt werden (vielleicht etwas knapp) oder für zusätzliche Dinge. An den inneren Rändern sind zwei Taschen vernäht. In die größere (im Bild an der oberen Kante zu erkennen) passt der Akku der M, in die kleinere passt eine Speicherkarte. Die Taschen sind zwar nett, werden von mir aber nicht wirklich benutzt werden – lieber nutze ich den freien Raum vor der Kamera.

Ein schönes Detail ist, dass die Laschen an der Oberseite der Tasche durch entsprechende Klettverschlüsse nach innen fixiert werden können. Diese Details zeigen mir, dass dies eine Tasche ist, welche bis ins letzte überlegt ist.

Und wie trägt sich die Kleine? Hervorragend! Sowohl über der Schulter, als auch quer über den Oberkörper verteilt sie das Gewicht perfekt. Der Verschluss der Tasche ist genial, lässt sich schnell und nahezu lautlos öffnen und schließen. Die Kamera lässt sich schnell und sehr angenehm aus der Tasche nehmen und auch wieder verstauen.

Noch ist es sicher zu früh, um ein Gesamturteil zu fällen, ich kann aber bereits jetzt sagen, dass die kleine Oberwerth Bayreuth einfach nur Spaß macht. Wer eine kleine und sehr gut verarbeitete Tasche für seine Leica M sucht, sollte sich diese Tasche näher ansehen. Auch lohnt sich ein Blick auf die anderen Tasche der Firma Oberwerth.

Update [07.06.2017]:

Oberwerth hat den Artiekl gerade auch bei Facebook veröffentlicht. Danke!

Euer Alex

Genusslauf…

Letztes Wochenende fand am 30. April der Genusslauf in Müllheim statt. Dieser soll der schönste Halbmarathon Deutschlands sein und so freuten wir uns besonders, dass auch der MaraTONI mitlief. Ich nutzte den Lauf, um zu fotografieren. Ich möchte Euch hier vier Bilder zeigen.

Alle Bilder entstanden mit der Leica M und dem Summilux-M 50 mm. Wie immer versuchte ich möglichst mit weit offener Blende zu fotografieren. Aufgrund der schnellen Bewegung der Läufer musste ich aber oft etwas abblenden, um die Schärfentiefe etwas zu vergrößern. In Summer macht mit einer Leica aber sogar das Fotografieren von Sportlern Spaß!

Alex

Verregnete Tage – Ana #3

Vor einiger Zeit hatte ich ja von unserer Tochter berichtet und die Schwierigkeit kleine Kinder mit ihren schnellen Bewegungen fotografisch einfangen zu können (Links zu den Beiträgen findet ihr am Ende dieses Beitrages). Da es in den letzten 4 Tagen nur geregnet hat (typisch für Ostern!), ich mir aber fest vorgenommen hatte die Kamera zumindest für ein paar Stunden in die Hand zu nehmen, musste also Ana wieder mal ran und mir die entsprechenden Motive liefern. Ihr macht es sichtlich Spaß sich vor der Kamera zu bewegen und sie folgt inzwischen auch perfekt meinen Anordnungen (zumindest beim Fotografieren). Dementsprechend gelang es mir auch eine kleine Bildgeschichte umzusetzen und vier Bilder zu einer Serie zusammenzustellen.

Ana und das Essen. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/1.4.

Ich wählte die 50 mm, da ich damit vom anderen Tischende den perfekten Bildausschnitt komponieren konnte. Licht kam von einem großen Fenster von der Seite, sodass ich bei f/1.4 locker mit ISO 200 fotografieren konnte. Als Köder diente eine Ananas!

Die Bildausarbeitung habe ich exakt gleich wie bei meinem letzten Beitrag durchgeführt. Dieses ganz spezielle Schwarz-Weiß gefällt mir bei Portrait extrem gut, da es die Haut sehr angenehm zeichnet und für eine sehr ausgewogene Tonwertwiedergabe sogt.

Ana hatte sichtlich Spaß mich mit der Leica vor dem Gesicht zu beobachten. Was will man mehr…

Euer Alex

 

Kinder vor der Kamera – Ana #1

Ana #2

„Schiibi – schiibo, wem soll die Schiiebe goh“

Vor einer Woche am 3. März 2017 fand das traditionelle Scheibenschlagen in Feldberg statt. Witzig, da wir diesen Brauch auch aus Südtirol kennen. Wir nutzen den Abend, um das Spektakel anzusehen – dieses Jahr noch passiv, irgendwann sicher auch aktiv!

Also drehte ich die Kamera auf ISO 1.600, Blende 2 und auf ging es.

Herausgekommen sind Bilder, welche die Stimmung recht gut wieder geben. Das halbe Dorf war versammelt und hielt die Scheiben ins Feuer, um sie anschließend über eine Rampe in die Luft zu „schlagen“ – mal gelang dies besser, mal schlechter.

Feuer zu fotografieren ist nicht ganz einfach – der Weißabgleich muss natürlich im Nachgang geregelt werden. Am Ende entscheidet der eigene Geschmack, ob man die Bilder mehr ins Gelbliche oder ins Rötliche gleiten lässt. Den Fokus richtig zu setzen ist die nächste Kunst – es ist ja ziemlich dunkel und das schwache Licht des Feuers reicht nicht wirklich aus, um die Umgebung wahrzunehmen. Mit etwas Übung gelingt aber auch dies relativ gut.

Also dann…“Schiibi – schiibo, wem soll die Schiiebe goh“.

Alex

Winterschlussverkauf!

Nachdem ja alle hoffen (oder?), dass uns der Winter langsam verlässt, will ich noch zwei Bilder zeigen, welche ich in den eisigen Monaten gemacht habe. Als Bindeglied könnte „Holz“ fungieren, etwas philosophischer vielleicht auch „Winterschlussverkauf!“. In diesem Sinne: Frühling bitte melden!

Holz in Feldberg. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 m @ f/4.0.

Abschmelzender Schnee. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 m @ f/2.0.

Alex

Der Baum und das seltsame Licht

Wie hier ja bereits berichtet, waren wir vor einigen Wochen am Vitra-Gelände in Weil am Rhein. Als wir dort ankamen, war starker Nebel vorhanden. Langsam lichtete sich dieser aber und die Sonne trat hervor. Für wenige Minuten herrschte eine etwas seltsame, fast unwirkliche Lichtstimmung. Die Landschaft war leicht gelb eingefärbt und vom gefrorenen Nebel vereist. Die abgebildete Aufnahme gelang mir in diesen Minuten. Der Baum steht direkt an der Zufahrtsstraße zum Vitra-Museum. Leider ist er nicht isoliert, sodass man den richtigen Punkt finden muss, um in von seiner Umgebung etwas „loslösen“ zu können. In der Nachbearbeitung wurde lediglich der Kontrast etwas angepasst und das Bild quadratisch beschnitten. Auch wenn die Komposition denkbar einfach ist, finde ich die Aufnahme sehr gelungen – einfach, quadratisch, gut!

Der Baum im seltsamen Licht. Aufgenommen mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

Alex