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Das Dach Freiburgs

Es gibt in Freiburg nur wenige Bauten, die so umstritten sind wie das Konzerthaus (die neue Uni-Bibliothek mal ausgenommen). Der Bau polarisierte in den späten 90ern und zieht noch immer die Aufmerksamkeit auf sich. Da ich schon mehrmals im Konzerthaus (beruflich) Platz nehmen durfte, kenne ich den Bau inzwischen recht gut. Trotzdem wurde es Zeit, sich mit der Dachkonstruktion (ohne jeden Zweifel der auffälligste Teil des Gebäudes) etwas näher zu befassen.

Entstanden sind eine ganze Reihe von Bildern, drei davon möchte ich euch zeigen. Die Bildsprache bewusst minimiert, auf Schwarz-Weiß reduziert und immer nur einen kleinen Ausschnitt darstellend.

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Das Dach Freiburgs I. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0.

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Das Dach Freiburgs II. Fotografiert mit Leica M und Super-Elmar-M 21 mm @ f/8.0.

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Das Dach Freiburgs III. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/8.0.

Ich mühe mich übrigens schon seit über 2 Jahren an diesem Objekt ab. Immer wieder versuchte ich Bilder zu machen, versuchte unterschiedliche Blickwinkel aus, aber nie gelang mir eine Perspektive die mich wirklich zufrieden stellte. Auch heute war ich wieder dort – probierte und probierte und probierte … und bin endlich (einigermaßen) zufrieden. Trotzdem möchte ich mich mit dem Objekt noch weiter beschäftigen und wer weiß, vielleicht wird ja ein ganzes Projekt daraus.

Alex

Stadtrundgang (Teil 3 – Farbe)

Nachdem in den letzten Wochen schon Teil 1 und Teil 2 meiner Stadtrundgänge veröffentlicht wurden, hier nun also Teil 3. Ob es der letzte dieser Serie ist, kann ich nicht sagen – hängt von Wetter, Zeit, … ab.

Ich denke, diese Bilder fallen eindeutig in die Kategorie „herbstlich“ – daher auch die Entscheidung für eine Farbausarbeitung. Das Wetter (19°C am 24.10.2015) zieht die Menschen raus. Jeder will die letzten warmen Sonnenstunden genießen.

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Typische Sitzposition auf der blauen Brücke. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.4.

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Ebenbild. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

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Was ist wohl hinter dieser Mauer. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

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Bunter Zaun. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/4.0.

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Herbstlich. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.4.

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Unglaubliche Herbstfarben. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/5.6.

Hoffen wir mal auf weitere warme Stunden und Tage und auf ausreichend Zeit zum fotografieren!

Alex

Portrait…

Wer sagt, dass man für ein gutes Portrait immer ins Studie gehen oder auf aufwendige Aufbauten zurückgreifen muss!? Folgendes Portrait entstand gestern am Balkon beim Wäscheaufhängen. Die Wäsche wirkte wie ein „Aufheller“ und lässt das Gesicht wahrlich leuchten. Fotografiert wurde mit der Leica M und dem Summilux-M 50 mm bei f/2.0.

Portrait „zwischen der Wäsche“. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/2.0.

In Darktable wurde das Bild in Schwarz-Weiß konvertiert, sonst wurden keine Bearbeitungen angebracht. Ich finde vor allem die weiche Zeichnung des Bildes extrem passend. Die Bildkomposition mit der Wäsche seitlich des Kopfes (aus und in die Unschärfe laufend) fokussiert den Blick des Betrachters extrem. Ich experimentierte auch mit einer „außermittigen“ Darstellung, was meiner Meinung nach aber nicht funktioniert hat.

LiK

Update: Bildformat.

Habe jetzt zwei verschiedene Versionen erzeugt – so richtig überzeugen kann mich aber keine der beiden. Euch?

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5:4 Format.

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Quadratisches Format.

Der Albtraum mit Happy End…Chronik des Schreckens.

Jeder der eine Kamera besitzt und sie liebt, hat so seine ganz eigene „Horrorstory“, von der er hofft, dass sie nie Realität wird. Bei mir war und ist es immer, dass Luigi (also meiner Leica M) etwas passiert. Raub, Fallschade, … die Vorstellungskraft kennt hier kaum Grenzen. Und trotzdem bin ich jemand, der seine Kamera gerne immer dabei hat, sie mit sich trägt und damit auf Mauern, Berge, Hügel und Klippen steigt.

Am Comer See war es nun so weit! Leichter Regen, eine steile Marmortreppe, Turnschuhe und durchnässtes Laub, hatten zur Folge, dass es mich, trotz extremer Vorsicht, wortwörtlich aus den Schuhe hob. Ich fiel rückwärts, hart und schnell. Mein Lowepro Fotorucksack schütze meinen Rücken perfekt, sodass ich bei dem 2-Meter-Sturz nur eine leichte Schürfwunde an der rechten Hand vorzuweisen hatte. Meine Kamera klatschte aber voll auf Marmor. Ergebnis: leichte Beschädigung der Kameraoberseite und eine Delle an der Streulichtblende des Summilux-M 50 mm.

Ergebnis des Sturzes.

Ergebnis des Sturzes.

Natürlich war der Schock groß – etwas anderes war auch nicht zu erwarten. Ich kontaktierte noch von Italien aus Leica per Mail und erhielt sogleich eine Antwort: Kamera und Objektiv bitte einschicken! Zum Glück passierte das Unglück am letzten Urlaubstag; die verbleibenden Stunden konnten also mit dem 35er zu Ende dokumentiert werden. In Freiburg angekommen schickte ich die Kamera und beide (!) Objektive zu Leica. Bei dieser Gelegenheit sollte die Schärfe an beiden Objektiven geprüft und justiert werden (war zwar mit dem 35er voll zufrieden aber ein Check schadet ja nicht). Nach ca. 24 Stunden bekam ich eine Bestätigung, dass das Paket angekommen sei. Weitere 24 Stunden später lag mir die Kostenaufstellung vor. Die Reparatur sollte ca. 300 Euro kosten; inkl. eines Schnellservice und der Mehrwertsteuer kam ich auf knapp 500 Euro, was für einen solchen Schaden absolut in Ordnung ist. Ich beauftragte und innerhalb von 4 Tagen war die Kamera wieder bei mir. Über diesen Service kann man nun wirklich nicht klagen.

Leider war der Fokusring beider Objektive nicht nach meiner Vorstellung eingestellt, was weniger an Leica lag, sondern an meinen Vorlieben. Also rief ich bei Leica an und bekam die überraschende Antwort, dass Leica einen Abholservice per DHL organisieren und dann versuchen werde die Objektive so einzustellen, dass sie meinen Vorstellungen entsprechen. Dazu sollte das 35er etwas schwergängiger gemacht werden, das 50er etwas leichtgängige. Die Objektive wurden wieder innerhalb 24 Stunden abgeholt und eine Woche später hatte ich sie zurück in den Händen. Am 50er wurde nichts verstellt, da der Kraftaufwand der für das Fokussieren notwendig ist, innerhalb der Toleranzgrenzen liegt; beim 35er wurde hingegen etwas nachgebessert. Nun ist alles wunderbar!

Ich kann den Leica Customer Service (CC) hier nur ausdrücklich lobe. Ich bekam immer innerhalb kürzesten Zeit Feedback – per Mail oder Telefon. Natürlich sind die Preise hoch, aber dafür bekommt man auch einen ausgezeichneten und kompetenten Service. Ich hoffe nie wieder einen solchen Service in Anspruch nehmen zu müssen – falls doch, weiß ich meine Kamera in ausgezeichneten Händen.

LiK

Back in Black …

Nach all den schönen Rückmeldungen zu meinem Buchprojekt, hiermit also zurück zu den Bildern. Schwarz-Weiß fasziniert mich im Moment wieder unglaublich … Kaum ein Foto, das ich nicht auch versuche in Schwarz-Weiß auszuarbeiten. Anbei nun ein paar Versuche dieser Energie ein wenig Ausdruck zu verleihen.

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Ästerwald. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/8.0.

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Gräser die in den Himmel wachsen. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/6.0.

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Blick auf den See. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/6.0.

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Der Stein lacht zurück. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/2.0.

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Beliebtester Pizzastand Italiens. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.0.

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Aufpasser. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

LiK

Restsingularität – Buchprojekt

Als passionierter Fotograf nimmt man sich für sein „Foto-Leben“ viele Dinge vor – zumindest mir kommen immer neue Ideen und Projekte in den Sinn, die ich irgendwann umsetzen möchte. Und schon sehr lange geistert ein Projekt durch meinen Kopf, das nun, nach über 10 Jahren, endlich realisiert werden konnte.

Kennt ihr ihn auch, den Blick in die leere Kaffeetasse? Und dann bilden sich diese wunderbaren Reste des Kaffeesatzes in Form von eigenartigen Figuren und Formen ab. Und was wäre, wenn man diese Reste versucht fotografisch einzufangen und sie zum Inhalt eines Buchprojektes macht? Die Ästhetisierung des Kaffeesatzes!

In den letzten Jahren bekamen nur sehr wenige Menschen von meinem Vorhaben mit. Jenen, denen ich die Idee schilderte, setzten meist einen etwas verwunderten Blick auf. Kaffeesatz?! Zwar interessant, aber wie sollte dies technisch überhaupt umgesetzt werden? Ich dachte lange über die Herangehensweise nach, knobelte verschiedene Lichtsetzungen aus … und natürlich bereitete mir auch der Kaffeesatz selber großes Kopfzerbrechen. Wie konnte Abwechslung in den Bildern geschaffen und die Spannung in einem Buch gehalten werden?

Die konkrete Umsetzung startete dann im Herbst 2014 – in 4 Monaten bereitete ich über 150 Kaffeesätze zu (keine Angst, der dazugehörige Kaffee wurde nicht immer getrunken), fotografierte diese und führte eine leichte digitale Nachbearbeitung durch. Anschließend erfolgte die Auswahl, sodass 47 Bilder übrig blieben. Die Bilder wurden gereiht, angeordnet und anschließend als Buch gelayoutet. Was nun vorliegt, ist das Ergebnis dieses Prozesses.

Restsingularität

Wenn man mit einem solchen Projekt so lange schwanger geht, will man es natürlich perfekt zu Ende bringen. Ich kontaktierte Verlage, bekam einige Absagen, führte aber auch sehr konkrete Gespräche. Es wurde aber schnell klar, dass meine Vorstellungen von Qualität und  Form mit den Vorstellungen der Verlage nicht einher gingen. Verlage müssen eben Kompromisse eingehen, um den Verkaufspreis nieder halten zu können und damit die Verkaufszahlen entsprechend hoch zu bringen. Also schlug ich einen anderen Weg ein und setze nun auf Print-On-Demand – das Buch wird nicht im Vorfeld gedruckt, sondern erst bei der eigentlichen Bestellung. Dieses Prinzip, kombiniert mit einem Vertrieb ohne Verlag (man spricht auch von Eigenverlag), ermöglicht die Umsetzung sehr individueller Bücher – ohne Kompromisse! Ohne Kompromisse bedeutet für mich: Ein Format von 30 cm x 30 cm; schwarzes Vorsatzpapier; schwarzes Leinencover mit Umschlag; 150 Gramm Papier, das ungestrichen und ohne Beschichtung von Mohawk Fine Art hergestellt wird. In Summe also ein Buch, das ich mit einem Verlag an meiner Seite so nie umsetzen hätte können.

Bleibt noch die Frage, wie das Buch vertrieben wird. Ich entschied mich dazu, das Buch per Online-Handel zu vertreiben und hier Amazon als Partner zu wählen. Ich bin zwar kein großer Fan von Amazon, aber damit lassen sich heute immer noch die meisten Menschen erreichen. Das Buch ist über die amerikanische Amazon-Seite und direkt über mich erhältlich (einfach kurzes Mail an mich schicken).

Natürlich hat ein solches Projekt auch seinen Preis. Ich lasse das Buch zum Selbstkostenpreis herstellen – für mich fällt also kein Gewinn ab. Trotzdem fallen durch den Herstellungsprozess und die verwendeten hochwertigen Materialien Kosten von 140 Dollar (ca. 125 Euro) an. Wenn man das Buch in den Händen hält, wird einem schnell klar, dass der Preis gerechtfertigt ist. Und beim derzeitigen Dollar-Kurs wird das Buch schon wieder fast zum Schnäppchen.

Ich hoffe, dass ihr das Projekt spannend genug findet, um es etwas näher zu betrachten. Werft also eure Facebook- und Twitter-Accounts an und leitet diese Webseite an möglichst viele Menschen weiter. Und vielleicht erwirbt der eine oder andere ja auch ein Exemplar – über Kommentare zum Buch freue ich mich schon jetzt.

Fakten zum Buch:
Titel: Restsingularität – Die Ästhetisierung des Kaffeesatzes
Autor: Alexander Reiterer
Seiten: 70
Form: Leinencover mit Umschlag
ISBN: 9781320712842

Bestellung:
Bestellung ist direkt über mich (via Überweisung) möglich. Einfach Mail schreiben!
Oder über die amerikanische Amazon-Seite:

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Der Comer See (Teil 3) – Die Rückkehr der Farbe (oder doch nicht ganz)…

Irgendwie scheinen diese 2 Wochen am Comer See recht fruchtbar gewesen zu sein. Beim Aufarbeiten der Bilder entdecke ich unglaublich viele Bilder die ich recht ordentlich finde. Und das schöne an dem Ganzen ist, dass es in den Bildern eine große Abwechslung gibt. Und so komme ich also (schon) zum dritten Teil dieser Kleinserie: die Rückkehr der Farbe (oder doch nicht ganz).

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Die türkise Tür. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

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Verschlossen. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

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Villa Carlotta. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/5.6.

Villa mit Fotograf. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/3.5.

Villa mit Fotograf. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f/3.5.

Genug von Farbe? Na gut – dann gibt es noch zwei Bilder in Schwarz-Weiß. Die Umwandlung erfolgte (wie immer) in Darktable – ein wenig Kontrast angehoben, sonst aber weitgehend unverändert.

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Türschloss. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

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The Tiger Ladys. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f/4.0.

Damit möchte ich die offizielle „Comer See Serie“ abschließen und komme in den nächsten Wochen sicher noch mit Einzelbildern hier zurück. Was bleibt mir von diesen zwei Wochen am See hängen: Unglaublich schöne Gegend, die touristisch weit weniger überlaufen ist als befürchtet. Der wechselhafte Mai meinte es mit uns nicht wirklich gut – trotzdem entstanden (auch bei, oder gerade wegen, schlechtem Wetter) stimmungsvolle Aufnahmen. Die Leica M stellte sich (wieder mal) als ideale Reisekamera dar – vor allem in Kombination mit dem 35er. Das Wichtigste aber überhaupt: man muss fotografieren, fotografieren, fotografieren, ….denn:

„La costanza sempre avanza.“

Euer LiK