In Freiburg gibt es ja eine durchaus beachtliche Ansammlung von alternativen Ecken, die nicht nur durch ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Kulturangebot bestechen, sondern auch durch die etwas andere „Wohnkultur“. Interessant dabei ist immer das „Drum-Herum“ – es soll aber nie ein „Begaffen“ sein, sondern ein Erkunden und Kennenlernen von Fremden und Unbekannten. Ein spannendes Gelände ist das Grethergelände im Süden von Freiburg. Ursprünglich war hier eine Metallgießerei angesiedelt (um 1888), später wurde es zu einem Mietshaus umfunktioniert und jetzt beheimatet es die „Mietshäuser Syndikat“, ein selbstorganisiertes Hausprojekt. Untergebracht sind dort neben Wohnungen auch eine Druckwerkstatt, eine Modeschneiderei, ein Fotostudio, ein Radiosender, ein Musikstudio, u.v.a.m. Jede Menge kreative Energie also. Der Besuch lohnt sich allemal. Ein Bild, welches beim Spazieren über den Innenhof entstanden ist, will ich euch nicht vorenthalten – würde es „kreatives Chaos“ nennen 🙂
Kategorie-Archiv: Leica M (Typ 240)
Kontrastprogramm – Wald!
In der hektischen Vorweihnachtszeit muss man die Innenstadt von Freiburg meiden. Zu viele Menschen auf zu wenig Platz – dazwischen die „Einkaufswütigen“. Zum Glück gibt es am Stadtrand von Freiburg genug Platz, um sich auch mal zurückzuziehen. Heute also mit der M und dem 50er Summilux unterwegs – das Objektiv das immer mehr zu meinem absoluten Lieblingsteil wird. Und nachdem der Herbst irgendwie kein Ende zu finden scheint, gibt es noch einmal Buntes zu bewundern.
Fotografiert mit Blende 1.4 bei 1/90 Sekunde und ISO 200 – in Darktable leicht bearbeitet. Besonders der Beschnitt fiel extrem aus – aus den 6.000 x 4.000 Pixel wählte ich einen Bereich von 2.000 x 1.500 Pixel – für den Blog skalierte ich dann nochmals runter. Beeindruckend für mich, welche unglaubliche Schärfe das Objekt trotz eines solchen extremen Beschnitt aufweist. Das Bokeh leidet leicht darunter (wird etwas unruhiger), was bei diesem Bild aber nicht wirklich stört.
LiK
Der Himmel über Freiburg
Ich will jetzt nicht schon wieder übers Wetter schreiben, aber irgendwie verrückt ist es schon, oder? Heute herrschten frühlingshafte Temperaturen – Wolkentürme bauten sich aufgrund dieser Wetterlage zwischen dem Schwarzwald und Freiburg auf. Fotografenwetter – nichts wie raus! Diese eine Aufnahme entstand direkt am Hauptbahnhof in Freiburg. Die verspiegelte Fassade des InterCity-Hotel bietet einen perfekten Kontrast zum dunklen Wolkenband. Eine irgendwie unwirklich wirkende Szene, oder?
LiK
Welcome home, Baby!
Wetzlar ist das Mekka der Leica-Fotografen. Hier will jeder Leica-Jünger in seinem Leben mal gewesen sein. Eine Stadt, die in der Geschichte der Fotografie eine so bedeutende Rolle spielt. Jedes Jahr organisiert die Leica Akademie die Erlebnistage in Wetzlar. Wie auch letztes Jahr sind wir daher Mitte November in dieses kleine Städtchen – ca. eine Stunde von Frankfurt a. M. entfernt – gefahren. Am Tag vor der Veranstaltung gab es aber einen ganz besonderen Leckerbissen, der auf unserer Tour stand: eine Werkstour bei Leica Camera in Solms. Ok, jetzt muss ich wohl etwas ausholen. Leica Camera ist bereits seit 1986 nicht mehr in Wetzlar beheimatet, sondern im etwa 10 km entfernten Solms. Ein winziges Städtchen, wo wohl niemand eine der besten Optikwerkstätten der Welt vermuten würde. Nun gut, dies wird sich in Kürze auch wieder ändern, denn Leica zieht um! Mitte 2014 zieht die gesamte Manufaktur in den neuen Leitz Park nach Wetzlar und kehrt somit an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Der Umzug ist notwendig, da die derzeitige Leica Fabrik aus allen Nähten platzt. Ursprünglich war das Gebäude für 300 Personen vorgesehen, jetzt arbeiten dort über 600. Das derzeitige Leica Werk ist übrigens eine alte Möbelfabrik – interessantes Detail am Rande. Die Werksführung begleitete uns durch die gesamte Prozesskette der Objektiv- und Kameraentwicklung. Angefangen von der Linsenschleifung, über die Linsenanordnung, bis bin zum Objektivbau. Bei den Kameras sahen wir die Elektronikentwicklung, den Zusammenbau der M und M-E und das Testfeld für die Kalibrationsarbeiten. Einen kurzen Einblick gab es auch in die Forschungsabteilung – ganz schnell weitergehen und bitte nicht schauen! Beeindruckend war für mich vor allem, wie viele der Schritte noch echte Handarbeit sind. Das Bemalen der Ränder der Linsen, das Zusammensetzen der Objektive, die Montage der Kameras – alles Handarbeit. Wer übrigens wissen will, wie viele M (Typ 240) derzeit pro Tag gebaut werden: es sind um die 60 Stück! Das erklärt wohl die lange Lieferzeit von selbst. Fotografieren und Filmen war übrigens verboten – habe aber volles Verständnis dafür. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Kaufmann kam auch gerade bei der Eingangstür vorbei, als wir in der Vorhalle (was eher als Vorraum zu bezeichnen ist) standen und so zeigte sich wieder mal, dass Leica eben eine schöne kleine Familie ist. Das nächste Jahr soll die Werksführung dann bereits im neuen Werk möglich sein – wir sind gespannt!
Ein kleines Video von der Objektivproduktion bei Leica:
Am Samstag und Sonntag ging es dann zu den Erlebnistagen. Das Programm war heuer noch attraktiver und spannender. Die Vorträge zogen sich von der Fotoreportage bis hin zur Landschaftsfotografie. Keine theoretische Themen, sondern Berichte von aktuellen Projekten. Besonders spannend und beeindruckend war für mich das Projekt Stella Polaris (einfach mal den Link besuchen und ihr werden von einem der interessantesten Foto-/Videoprojekte der letzten Jahre erfahren). Wie bereits letztes Jahr gab es auch heuer eine kleine Firmenausstellung, wo man von Stativen über Kameras so ziemlich alles bestaunen durfte. Für mich sind die Erlebnistage eine willkommene Abwechselung und die Möglichkeit, sich zwei Tage intensiv mit Projekten anderer Fotografen auseinanderzusetzen. Das nächste Jahr geht es mit Sicherheit wieder nach Wetzlar!
Euer LiK
Amsterdam…
Letzte Woche ging es nach Amsterdam – beruflich. Also war kaum Zeit um zu fotografieren. Trotzdem hatte ich am Abend ein paar Stunden um Bilder zu machen. Meine Leica M begleitete mich durch die Innenstadt von Amsterdam – bekannt verrückt und etwas ausgeflippt (die Stadt und nicht meine M!). Daher sind wohl auch die Bilder etwas „psychedelisch“. Die Bilderserie startet noch recht unverfänglich, steigert sich dann in Bild Zwei, tankt mit Bild Drei mächtig an Selbstbewusstsein und wächst im nächsten Foto über sich hinaus, bevor sie im letzten Bild etwas Orientierungslos den Heimweg sucht – fünf Bilder beschreiben eine Stadt!
Mehr Details überlasse ich der persönlichen Interpretationskraft des Betrachters.
Euer LiK
Schwarz-Weiß…
Ein erster Versuch mit der Leica M auch mal ein wenig Schwarz-Weiß zu machen. Alle 3 Bilder entstanden mit dem Summilux 50, bei weit offener Blende. Konvertiert und bearbeitet wurde anschließend (wie immer) in Darktable.
Das erste Bild entstand direkt am Konzerthaus Freiburg. Die Säulen sind dort ein beliebtes Fotomotiv – dort tummeln sich immer Fotografen. Das zweite Bild ist ein Gebäude der Uni Freiburg. Das Motiv hat mich gleich fasziniert – den Schattenwurf des Baumes, der eine Symmetrie mit dem Baum selbst bildet finde ich extrem witzig. Das dritte Bild entstand vor dem Rathaus – ein Rennrad war im/am Bächle abgestellt. Modernes Fahrrad mit altem Ledersessel – schreit nach Fotomotiv.
LiK
Verrücktes Wetter
Mitte November und 15°C! Verrückt, oder? Für Fotografen bedeuten solche Wetterkapriolen fast immer gute Momente. Tolles Licht, tolle Verfärbungen und tolle Wolkenbilder. Auf meiner Hauptseite (www.lichtknoten.com) gibt es ja eine eigene Rubrik mit Wolkenbildern. Nun ist also die Leica M dran und muss nach oben ausgerichtet werden. Herausgekommen ist ein recht düsteres Abbild der derzeitigen Licht- und Wolkenstimmung in Freiburg. Der Regen lässt wohl nicht mehr lange auf sich warten. Das Bild wurde übrigens kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen – das Licht dreht dann so schön ins Blau!
LiK











