Im November 2023 habe ich meinen ersten Bericht über die Leica M11-P veröffentlicht. Damals war ich gerade von meiner Leica M (Typ 240) auf die neue Kamera umgestiegen und ziemlich begeistert. Die M11-P war für mich der logische nächste Schritt: mehr Auflösung, bessere Möglichkeiten bei wenig Licht, ein geringeres Gewicht und natürlich das vertraute Bedienkonzept der Leica-M-Serie.
Ein Jahr später folgte der nächste Bericht. Der Titel lautete „Die Zähmung einer zickigen Diva“ und brachte meine damaligen Erfahrungen eigentlich ganz gut auf den Punkt. Die Kamera konnte fantastische Bilder liefern, hatte aber zwischenzeitlich mit einigen Firmwareproblemen zu kämpfen. Nach einem Update lief sie dann endlich so, wie ich es mir von Anfang an erwartet hatte.
Nun sind fast drei Jahre vergangen. Die M11-P hat mich auf Reisen begleitet, war bei vielen Gelegenheiten dabei und ist zu einem selbstverständlichen Werkzeug geworden. Es ist also an der Zeit, noch einmal zurückzublicken.
Was hat sich bewährt? Was nervt mich noch immer? Und würde ich die Kamera heute wieder kaufen?

Der Wechsel von der M240: Mehr als nur 60 Megapixel
Wer meine älteren Beiträge kennt, weiß, dass ich mit der Leica M (Typ 240) lange und gerne fotografiert habe. Sie war eine Kamera, mit der ich mich intensiv beschäftigt hatte und deren Eigenheiten ich kannte. Ein Wechsel war deshalb keine Selbstverständlichkeit.
Als ich Ende Oktober 2023 in München unterwegs war, wollte ich die M11-P unbedingt ausprobieren. Die normale M11 hatte ich bereits kennengelernt, aber ich wollte auf die P-Version warten. Sie gefiel mir optisch besser, und ich hatte das Gefühl, dass sie für mich das rundere Gesamtpaket sein würde.
Der Umstieg war dann überraschend unkompliziert. Eine Leica M bleibt eine Leica M. Die Bedienelemente sitzen dort, wo man sie erwartet, und das Grundprinzip ist vertraut. Wer mit einer digitalen M fotografiert, muss nicht erst ein völlig neues Kamerakonzept erlernen.
Trotzdem gab es Unterschiede, die ich sofort bemerkt habe. Das Gewicht war einer davon. Die M11-P fühlte sich im Vergleich zur M240 deutlich leichter an. Ich schrieb damals sogar, dass ich beim Anheben der Kamera gelegentlich erst kontrollierte, ob der Akku überhaupt eingelegt war. Das war natürlich etwas überspitzt, beschreibt aber meinen ersten Eindruck ganz gut. Auch der Weißabgleich war für mich ein echter Fortschritt. Im Vergleich zu meiner alten M240 hatte ich deutlich weniger das Gefühl, bei wechselnden Lichtverhältnissen nacharbeiten zu müssen.
Und dann war da natürlich der Sensor. Die 60 Megapixel eröffnen Möglichkeiten, die ich bei der M240 nicht hatte. Gerade bei Landschaften, Architektur und feinen Strukturen ist die Detailzeichnung beeindruckend. Gleichzeitig lassen sich Ausschnitte wählen, ohne dass das Bild sofort an seine Grenzen stößt. Ich hatte also allen Grund, zufrieden zu sein.
Die Bildqualität: Auch nach drei Jahren noch beeindruckend
Wenn ich heute auf die Bilder schaue, die ich mit der M11-P gemacht habe, ist die Bildqualität für mich nach wie vor eines der stärksten Argumente für diese Kamera. Der Vollformatsensor mit rund 60 Megapixeln bietet eine enorme Detailfülle. Was mich aber mindestens ebenso beeindruckt, ist die Flexibilität bei der Bildbearbeitung. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen lässt sich aus den DNG-Dateien noch erstaunlich viel herausholen.
In meinem ersten Erfahrungsbericht hatte ich das bereits anhand einiger Bilder aus München gezeigt. Damals waren die Aufnahmen praktisch unbearbeitet, und ich war von der Qualität schon nach den ersten Tagen angetan.
Ein Jahr später habe ich mich ausführlicher mit dem Rauschverhalten beschäftigt. Mein damaliges Fazit war, dass ISO 1.000 völlig unproblematisch ist und selbst ISO 3.200 noch sehr gut verwendbare Ergebnisse liefern kann. Das gilt für mich vor allem dann, wenn die Belichtung passt und ich das Bild nicht unnötig stark bearbeiten muss.
Dabei sollte man sich nicht von den 60 Megapixeln blenden lassen. Eine hohe Auflösung ist kein Selbstzweck. Sie hilft nur dann, wenn das Motiv, die Fokussierung und die Aufnahmebedingungen die entsprechenden Details auch tatsächlich hergeben. Gerade bei einer Messsucherkamera ist das ein wichtiger Punkt. Wenn der Fokus knapp danebenliegt, rettet auch der beste Sensor das Bild nicht.
Was mir gefällt, ist die Kombination aus hoher Auflösung und einem großen Spielraum in der Nachbearbeitung. Bei kontrastreichen Szenen, etwa bei Gegenlicht oder in einer Landschaft mit hellen Wolken und dunklen Schatten, kann ich die Belichtung in Lightroom korrigieren und viele Details zurückholen. Natürlich gibt es Grenzen. Ausgebrannte Lichter bleiben ausgebrannte Lichter, und auch eine M11-P kann die Physik nicht überlisten. Aber die Reserven sind für meine Art zu fotografieren ausgesprochen hilfreich.
Das APO-Summicron 35 mm und die M11-P als eine ideale Kombination
Wenn ich heute über die M11-P schreibe, komme ich an meinen Objektiven nicht vorbei. Denn die Kamera ist für mich nicht nur wegen ihres Sensors interessant, sondern vor allem als Teil eines Systems. Besonders das APO-Summicron-M 35 mm ASPH. passt hervorragend dazu. Die hohe Auflösung der Kamera stellt gewisse Anforderungen an die Optik. Das APO erfüllt diese Anforderungen mit Leichtigkeit. Feine Details, klare Kontraste und eine sehr kontrollierte Abbildung machen die Kombination zu einem Werkzeug, mit dem ich mich gerne intensiv beschäftige.
Die M11-P spielt ihre Stärken dabei voll aus. Der hochauflösende Sensor gibt mir die Möglichkeit, bei Bedarf nachträglich einen Ausschnitt zu wählen. Das ersetzt keine längere Brennweite, schafft aber zusätzlichen Spielraum. Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, wie sich Kamera und Objektiv gegenseitig ergänzen können.

Die Bedienung: Eine Kamera, die mich fotografieren lässt
Einer der Gründe, weshalb ich bei Leica geblieben bin, ist das Bedienkonzept. Ich möchte beim Fotografieren nicht ständig durch Menüs navigieren oder überlegen, welche Automatik gerade aktiv ist. Ich möchte Blende, Zeit und Fokus bewusst einsetzen und mich auf das Motiv konzentrieren. Die M11-P kommt diesem Wunsch sehr entgegen.
Das Menü ist übersichtlich, wichtige Funktionen lassen sich individuell belegen, und mit dem Favoritenmenü sind die Einstellungen, die ich regelmäßig benötige, schnell erreichbar.
Bereits in meinem ersten Bericht hatte ich die frei belegbaren Tasten hervorgehoben. Ich nutze die Funktionstasten, um mir den Zugriff auf wichtige Einstellungen zu erleichtern. Das Daumenrad für die Belichtungskorrektur ist ebenfalls eine gute Lösung. Besonders angenehm finde ich, dass ich die Korrektur zunächst aktivieren muss, bevor ich sie versehentlich verstellen kann.
Natürlich ist die Bedienung nicht perfekt. Einige Einstellungen verbergen sich in den Profilen, und das Schnellmenü lässt sich versehentlich verändern. In meinem ersten Jahr hatte ich einmal unbemerkt das Dateiformat von RAW auf JPG umgestellt. Erst nach ungefähr 30 Aufnahmen fiel mir das auf. Das war ärgerlich, und ich würde mir nach wie vor wünschen, dass sich solche Einstellungen besser gegen unbeabsichtigte Änderungen schützen lassen. Trotzdem überwiegen für mich die Vorteile deutlich. Die Kamera lässt sich so konfigurieren, dass sie zu meiner Arbeitsweise passt. Und wenn das einmal erledigt ist, muss ich mich im Alltag kaum noch mit ihr beschäftigen.

Der Messsucher – bewusst anders
Die Leica M ist keine Kamera für jeden Einsatzzweck. Sie hat keinen Autofokus und keinen elektronischen Sucher, der das spätere Bild bereits mit allen Einstellungen zeigt. Stattdessen fotografiert man mit einem optischen Messsucher, bei dem die Scharfstellung manuell erfolgt. Das ist nicht unbedingt schneller oder komfortabler als ein modernes spiegelloses Kamerasystem. Bei bewegten Motiven, schnellen Situationen oder sehr knapper Schärfentiefe kann es durchaus anspruchsvoll werden.
Aber genau diese Arbeitsweise gefällt mir. Ich muss mich mit dem Motiv beschäftigen, die Entfernung einschätzen und den Fokus bewusst setzen. Ich sehe außerhalb der Leuchtrahmen, was sich neben dem eigentlichen Bildausschnitt abspielt, und kann Situationen dadurch oft frühzeitig erfassen. Die Kamera zwingt mich gewissermaßen dazu, mich mit dem Bild auseinanderzusetzen, bevor ich auslöse.
Natürlich kann man das romantisieren. Ein Messsucher macht nicht automatisch bessere Bilder, und manuell zu fokussieren ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Aber die Arbeitsweise passt zu mir, und das ist letztlich entscheidend.
Die Leica-Fotos-App – überraschend nützlich
Eines der Themen, bei denen ich anfangs skeptisch war, war die Verbindung zwischen Kamera und Smartphone. Ich wollte vor allem das Geotagging nutzen. Die Bilder sollten automatisch mit GPS-Daten versehen werden, damit ich sie später in Lightroom auf einer Karte anzeigen und nach Orten sortieren kann.
In meinem ersten Bericht schrieb ich, dass ich die Verbindung mit der Leica-Fotos-App zunächst weiter beobachten wollte. Ein Jahr später konnte ich bereits ein sehr positives Fazit ziehen: Die Standortdaten wurden zuverlässig übertragen, und ich musste mich im Alltag kaum noch darum kümmern.
Das ist eine Funktion, die man leicht unterschätzt. Auf einer Reise entstehen schnell Hunderte oder Tausende Bilder. Nach einigen Monaten weiß man vielleicht noch, in welcher Region man unterwegs war, aber nicht mehr, an welchem Ort eine bestimmte Aufnahme entstanden ist. Wenn die Bilder automatisch verortet werden, ist das eine echte Hilfe bei der Archivierung.
Ich habe die Verbindung einmal eingerichtet und danach weitgehend in Ruhe gelassen. Genau so sollte es sein. Die App ist für mich deshalb weniger ein Spielzeug für die schnelle Bildübertragung, sondern ein praktisches Werkzeug für die Organisation meiner Bilder.
Die Software – das Kapitel, das ich lieber ausgelassen hätte
So positiv mein erster Eindruck von der M11-P war, so ernüchternd verlief eine spätere Phase.
Mit der Firmware-Version 2.1.1 traten im Mai 2024 Probleme auf. Die Kamera stürzte wiederholt ab und ließ sich teilweise erst nach dem Herausnehmen und erneuten Einsetzen des Akkus wieder verwenden. Das war nicht nur lästig, sondern für eine Kamera dieser Preisklasse schlicht enttäuschend. Ich hatte damals zunächst die Speicherkarte in Verdacht. Vielleicht lag es an deren Typ, Größe oder Geschwindigkeit. Eine eindeutige Erklärung erhielt ich seinerzeit allerdings weder aus den Diskussionen in den einschlägigen Foren noch von Leica.
Kurz vor meiner Reise nach Frankreich erschien dann die Firmware-Version 2.1.2. Die Probleme verschwanden, und auf der Reise konnte ich ungefähr 1.000 Bilder ohne weitere Ausfälle aufnehmen. Das war eine Erleichterung.
In meinem damaligen Bericht habe ich geschrieben, dass ich verstehen kann, wenn auch Leica mit Softwarefehlern zu kämpfen hat. Das stimmt grundsätzlich. Moderne Kameras sind komplexe elektronische Geräte, und Software ist ein wesentlicher Teil ihrer Funktion. Trotzdem erwarte ich bei einer Kamera dieser Preisklasse, dass sie zuverlässig arbeitet. Wenn ich auf Reisen bin, möchte ich mich nicht fragen müssen, ob die Kamera beim nächsten Einschalten wieder funktioniert.
Gerade deshalb war die Erfahrung für mich so ärgerlich. Die gute Nachricht war, dass sich das Problem durch das Update offenbar erledigt hatte. Die schlechte Nachricht war, dass ich überhaupt erst in diese Situation geraten war. Und ja: ab und an habe ich noch immer „Aussetzer“ bei der M11-P. Nicht mehr häufig, aber immerhin noch (im Sommer am Atlantik mit den fast 1.000 Bildern in 3 Wochen ist dies einmal vorgekommen).
Für den Langzeiteindruck ist das wichtig: Eine Kamera wird nicht allein an der Bildqualität gemessen. Sie muss auch dann funktionieren, wenn man sie braucht.

Haptik und Verarbeitung: Das Besondere steckt im Detail
Über die Haptik habe ich bereits in meinen ersten beiden Berichten geschrieben. Und tatsächlich ist das ein Punkt, der mir an der M11-P nach wie vor gefällt. Das Gehäuse fühlt sich hochwertig an, die Bedienelemente sind präzise, und die Kamera vermittelt ein angenehmes Gefühl von Solidität, ohne unnötig schwer zu sein.
Besonders positiv überrascht war ich von der Oberfläche. Bei der M11, die ich vor dem Kauf ausprobieren konnte, hatte ich den Lack als vergleichsweise rau und schmutzanfällig in Erinnerung. Bei meiner M11-P war das Gefühl anders: Die Oberfläche erschien mir angenehmer, griffig und weniger anfällig für Verschmutzungen.
Ich hatte damals vermutet, dass Leica hier nachgebessert haben könnte, obwohl das Unternehmen keine entsprechende Änderung kommuniziert hatte. Heute weiß ich, dass es so ist!
Was mich nach drei Jahren noch immer stört
Natürlich ist nicht alles perfekt. Einige konstruktive Entscheidungen sind für mich nach wie vor gewöhnungsbedürftig.
Da wäre zunächst der Speicherkartenschacht, der sich unter dem Akku befindet. Um die SD-Karte zu entnehmen, muss ich also zunächst den Akku herausnehmen. Das ist kein Drama, aber auch keine besonders elegante Lösung.
Da ich die Bilder häufig am Abend auf den Rechner übertrage, stört es mich im Alltag nur wenig. Auf längeren Touren lasse ich die Bilder auch einmal mehrere Tage auf der Kamera. Trotzdem wäre ein separater Kartensteckplatz praktischer.
Der USB-C-Anschluss auf der Unterseite ist ebenfalls nicht ideal. Wenn ich die Kamera mit einem Kabel verbinden oder laden möchte, muss ich sie entsprechend ablegen. Das ist ein Kompromiss, mit dem ich leben kann, aber eine andere Position wäre aus meiner Sicht sinnvoller gewesen.
Und schließlich bleibt die Startzeit ein Punkt, den ich bereits in meinem ersten Bericht angesprochen habe. Ich hatte damals ungefähr drei Sekunden gemessen, bis die Kamera nach dem Einschalten einsatzbereit war. Das ist nicht dramatisch, aber im Vergleich zu manchen modernen Kameras auch nicht besonders schnell.
Es sind keine Punkte, die mir die Freude an der M11-P nehmen. Aber sie zeigen, dass selbst eine sehr gute Kamera nicht frei von Kompromissen ist.
Die 256 GB interner Speicher: Ein unterschätzter Vorteil
Eine der wichtigsten Neuerungen der M11-P gegenüber der ursprünglichen M11 ist für mich der interne Speicher. Die Kamera verfügt über 256 GB internen Speicher, auf dem sich Bilder zusätzlich zur SD-Karte oder alternativ dazu ablegen lassen. Das klingt zunächst nach einer technischen Randnotiz. Im Alltag ist es aber ein echter Vorteil.
Wenn die Speicherkarte voll ist oder ich sie versehentlich vergessen habe, kann ich trotzdem weiterfotografieren. Noch wichtiger finde ich die Möglichkeit, Bilder gleichzeitig auf dem internen Speicher und der SD-Karte abzulegen. Das ersetzt kein vollständiges Backup. Wenn ich auf Reisen bin, sollte ich meine Bilder trotzdem regelmäßig auf ein weiteres Speichermedium sichern. Aber eine zusätzliche Kopie innerhalb der Kamera ist eine sinnvolle Absicherung.
Für mich ist das eine der Änderungen, die den praktischen Nutzen der M11-P gegenüber älteren digitalen M-Kameras erhöhen.
Würde ich die M11-P heute wieder kaufen?
Das ist vermutlich die wichtigste Frage dieses Beitrags. Die Antwort lautet: Ja.
Nicht, weil die Kamera perfekt wäre. Nicht, weil sie die meisten Megapixel oder die modernste Ausstattung bietet. Und auch nicht, weil auf ihr Leica steht. Ich würde sie wieder kaufen, weil sie zu meiner Art zu fotografieren passt.
Die Bildqualität ist hervorragend, die Bedienung ist angenehm, und der Messsucher sorgt dafür, dass ich mich auf das konzentriere, was ich fotografieren möchte. Die Kamera ist leicht genug, um mich auf Reisen nicht unnötig zu belasten, und die Kombination mit meinen M-Objektiven funktioniert für mich ausgezeichnet.
Ich brauche keine Kamera, die mir jede fotografische Entscheidung abnimmt. Ich möchte eine Kamera, die mir ein verlässliches Werkzeug in die Hand gibt und mich dabei unterstützt, meine eigenen Vorstellungen umzusetzen.
Genau das leistet die M11-P.
Und was wünsche ich mir von einer M12-P?
Wenn ich mir Gedanken über einen möglichen Nachfolger mache, wird die Liste erstaunlich kurz. Natürlich wäre eine weitere Verbesserung des Rauschverhaltens bei hohen ISO-Werten willkommen. Auch eine schnellere Startzeit, ein besser zugänglicher Speicherkartenschacht und ein paar kleinere Verbesserungen bei der Bedienung wären sinnvoll.
Aber ich wünsche mir keine grundlegende Veränderung des Konzepts. Der optische Messsucher soll bleiben. Die manuelle Fokussierung soll bleiben. Das Bedienkonzept soll übersichtlich bleiben. Und die Kamera soll weiterhin so gestaltet sein, dass ich mich auf das Fotografieren konzentrieren kann.
Vielleicht ist das die größte Stärke der M11-P: Sie ist modern genug, um eine hervorragende Bildqualität und zeitgemäße Funktionen zu bieten, und gleichzeitig traditionell genug, um sich nicht wie ein Computer mit angesetztem Objektiv anzufühlen.
Ob eine zukünftige M12-P tatsächlich Verbesserungen bringen wird, die für mich relevant sind, muss sich erst zeigen. Im Moment sehe ich jedenfalls keinen dringenden Grund, meine M11-P ersetzen zu wollen. Trotzdem sind für mich eine schnelle Startzeit und eine bombenstabile Firmware Dinge die eine M12 unbedingt mitbringen muss – und ja, dann könnte ich schwach werden.
Euer Alex
