Erfahrungsbericht zur Leica M (Typ 240) – Teil 1: Auspacken der Wundertüte

Als am Montag, den 30. September 2013, ein unscheinbares Paket von UPS geliefert wurde, war klar, dass die nächsten Stunden, Tage und Wochen wohl sehr aufregend werden. Diese ersten Schritte mit der Leica M sollen nun hier dokumentiert werden – seht es weniger als „Test/Review“ als vielmehr als einfachen Erfahrungsbericht (die Bezeichnung „Erfahrungsbericht“ macht erst Sinn, wenn auch der kommende Teil online steht – also noch etwas Geduld bitte!). Wie der Umstieg zustande kam und meine fotografische Historie kann man im letzten Beitrag nachlesen. Die Beweggründe im Detail möchte ich aber hier, bevor wir das Paket dann gemeinsam auspacken, noch einmal schildern.

Ich denke, zur Firma Leica braucht man nichts mehr sagen – das ist Kult! Erfinder des Kleinbildformats, über Jahre DIE Reportagekamera schlecht hin (z. B. Leica III), der Absturz in den 80ern, Fehlmanagement in den 90ern, der Wiederaufstieg Mitte 2000. Heute ist Leica eine Firma, die weitgehend saniert ist, die den Umstieg auf das digitale Format perfekt umgesetzt hat und die mit der M9 und jetzt mit der M (Typ 240) Kameras auf den Markt gebracht hat, die Vieles von dem wieder gut machen, was davor schief lief. Kompromisslos auf das Wesentliche fokussiert, Fertigungsqualität, die Maßstäbe setzt, und trotz eines enormen globalen Preisdruckes eine Herstellung abseits von Billiglohnländern. Im Wesentlichen wird die M in Deutschland, einzelne Linsenelemente der Objektive in Portugal und der CMOS-Sensor in Belgien gebaut.

Warum bin ich also auf die Leica M umgestiegen:

  • Ich wollte zurück zu einer Kamera, die sich auf die wesentlichen Elemente der Fotografie beschränkt (mehr als Blende und Verschlusszeit benötigt man eben nicht 🙂 ) und ich wollte wieder so fotografieren, wie ich es vor mehr als 25 Jahren von meinem Vater gelernt hatte.
  • Ich wollte eine Kamera, die kompromisslos in Sachen Qualität und Fertigung ist – es sollte Freude machen, am Fokus- oder Blendenring zu drehen.
  • Ich wollte eine Kamera, die nicht für ein paar Euro in China hergestellt wird und dann mit 400%  Gewinn in Europa verkauft wird.

Somit blieben nicht viele Hersteller übrig – und wenn man ganz ehrlich ist, eigentlich nur einer: Leica. Man muss sich aber bewusst sein, dass man dafür einen gewissen Preis zahlen muss. Zum einen muss man seine Geldbörse etwas weiter öffnen, zum anderen muss man auch auf ein paar Dinge verzichten, die einem das Fotografieren manchmal etwas leichter machen (z. B. der Autofokus). Wobei wir schon bei den wesentlichen Merkmalen einer Leica M sind.

Die Konzentration auf das Wesentliche wurde mehrmals angesprochen. Der Leica M sieht man ihren Purismus an: wenige Bedienelemente, ein bauhaus-artiges Design und keine unnützen Funktionen (dass die neue M eine Video-Funktion hat, wurde ja von vielen Leica-Anhängern hart kritisiert!).

Mehr zur Bedienung und zu meinen ersten Erfahrungen aber im Laufe der nächsten Wochen. Nun ein paar Bilder vom eigentlichen Event: dem Auspacken. Alleine die Verpackung ist schon sehenswert.

Öffnet man den ersten Teil der Verpackung, klappen die vier Seiten der Schachtel wie von Zauberhand nach unten.

L1000202_01Das Innere der Schachtel besteht nun aus 2 großen Bereichen: (1) einer abnehmbarer Schachtel, welche die Kamera beinhaltet, (2) zwei kleinen Schubladen, die das Zubehör beinhalten.

L1000220Die Schachtel mit der Kamera ist unspektakulär, aber trotzdem wunderschön gefertigt. Schon etwas aufregender wird es bei den Zubehörschubladen. Garantiekarte, Handbuch und Infoblätter befinden sich in der ersten Schublade, die Kabel und der Akku in der zweiten. Akku und Kabel sind zusätzlich in einem Samtbeutel verstaut. Wo andere Hersteller nicht mehr mal das Handbuch in gedruckter Form ausliefern, trumpft Leica also regelrecht auf.

Neben der Kamera gab der Leica-Shop übrigens eine Speicherkarte (16GB) und einen zweiten Akku gratis dazu (für die lange Wartezeit!). Das nenne ich mal einen Service…

Derzeit bin ich dabei, die Kamera, ihr Verhalten in unterschiedlichen Lichtsituationen und die Unterschiede zur 1Ds kennen zu lernen. Einen ersten Erfahrungsbericht mit Bildern hoffe ich, in ca. 10 Tagen online stellen zu können.

Bis dahin eine gute Zeit.

LiK

3 Gedanken zu „Erfahrungsbericht zur Leica M (Typ 240) – Teil 1: Auspacken der Wundertüte

  1. Rob

    Sehr schön.
    Ich hoffe im zweiten Teil sehen wir endlich die Kamera.
    Und natürlich den Samtbeutel. Den darfst du uns nicht vorenthalten.

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  2. P.Ther

    Na, da bin ich nun sehr gespannt wie es weitergeht, denn auch ich plane einen Systemwechsel.
    Welche Linsen nutzt Du an Deinem neuen Schätzchen?

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    1. lichtknoten Artikelautor

      Linsen sind unter „Über diesen Weblog….“ aufgeführt. Danke für den Kommentar.

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