{"id":540,"date":"2011-04-16T00:05:49","date_gmt":"2011-04-16T00:05:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=540"},"modified":"2011-04-16T06:45:44","modified_gmt":"2011-04-16T06:45:44","slug":"photokulturgesprach-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=540","title":{"rendered":"Photokulturgespr\u00e4ch &#8211; Teil 3"},"content":{"rendered":"<p>Das folgende Gespr\u00e4ch stellt den dritten Teil des <em>Photokulturgespr\u00e4ch<\/em>s dar. Ein Verweis auf die ersten beiden Teile (f\u00fcr diejenigen, die sie nicht mehr finden k\u00f6nnen!) findet sich am Ende des Beitrages.<\/p>\n<h2><strong><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-541\" title=\"Kulturgespraech_Logo_T3\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T3.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"339\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T3.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T3-300x101.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a>Pr\u00e4ludium<\/strong><\/h2>\n<p>18:12 Uhr, das Essen steht auf dem Tisch, das Bier ist schon halb ausgetrunken und die beiden Experten kommen immer besser in Fahrt. Wo wird uns der kr\u00f6nende Abschluss hinf\u00fchren? Zur\u00fcck zur analogen Fotografie oder doch in eine Zukunft mit dreidimensionalen Voxeln.<\/p>\n<h2><strong><strong>Der Tschat \u2013 Dritter Teil<br \/>\n<\/strong><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Und schmeckt es? Also, ich muss sagen, der Gaul schmeckt vorz\u00fcglich. Einfach genial. Das Leben braucht einfach auch mal was Rustikales. In gewisser Art und Weise ist das Fiaker Gulasch wie der gute alte Newton &#8211; auf den ersten Blick vulg\u00e4r und einfach nur provokativ, auf den zweiten Blick sehr komplex und mit sehr viel Tiefgang, und auf den dritten Blick einfach unvergleichlich. Immer wieder wird der Versuch unternommen, sie zu kopieren, aber niemand schafft es, diese Bandbreite hin zu bekommen.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Also, zuerst einmal: es schmeckt.<br \/>\nIsaac Newton? Ich sagte doch schon, heute ist Witz mein erster     Vorname.<br \/>\nDar\u00fcber wei\u00df ich nicht viel. Erz\u00e4hl mal, was macht ihn denn so     einzigartig?<br \/>\nGib mir einen Schnellkurs.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Newton? Na ja, wei\u00dft eh&#8230; englischer Naturforscher &#8211; Lach! Aber im Ernst&#8230; Helmut Newton, was ihn besonders macht. Wahrscheinlich seine spezielle Art, die Dinge zu sehen. Hartes Schwarz-Wei\u00df gepaart immer mit sehr provokanten Themen. Starke Frauen, die sehr dominant wirken und meist als &#8222;m\u00e4nnerfressende&#8220; Individuen darstellt werden. Vom Fotografischen war er der Meister des nat\u00fcrlichen Lichtes. Er arbeitete fast immer On-Location und fast immer ohne k\u00fcnstliche Lichtquelle. Da kam h\u00f6chstens ein Reflektor zum Einsatz. Damit schaffte er es aber trotzdem, die wichtigsten Partien in Gesicht und am K\u00f6rper herauszuarbeiten. F\u00fcr mich schier unglaublich. Wenn man sich Videos von seinen Shootings ansiehst, so stellt man fest, dass er die meisten Szenen mit 3-4 Bildern abgelichtet hat, und das war&#8217;s. Er hatte einfach alles im Kopf und wusste genau, wie das nachher in der Ausarbeitung auszusehen hatte. Und hier sprechen wir noch nicht von digitaler Technik, sondern von analog. Heute wird am Monitor im Studio kontrolliert, Licht justiert, und nachgebessert, bis alles passt. Der Charme und der Zauber der alten Meister, wie eben Newton, ist irgendwie weg.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #999999;\"><strong><em>Heute wird am Monitor kontrolliert, Licht justiert, und nachgebessert, bis alles passt. [Verl\u00e4ngerter]<\/em><\/strong><\/span><\/h2>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ich beginne, die Faszination um Newton nun besser     zu verstehen.<br \/>\nAber so ein Talent kommt ja nicht oft vor. Was gibt es denn f\u00fcr Leute, die vor allem dadurch aufgefallen sind,     dass sie gute oder neue Ideen hatten? Egal, ob technischer\u00a0 oder k\u00fcnstlerischer Natur.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Also, ich w\u00fcrde folgende Fotografen als herausragend herausstreichen: Henrie Cartier-Bresson, Helmut Newton, Oliviero Toscani, Andreas Bitesnich und Howard Schatz. Na ja, und dann gibt es nat\u00fcrlich noch sehr viele andere sehr gute&#8230; aber diese sind im Wesentlichen jene, die mir auf die Schnelle einfallen. Einige durfte ich schon in Ausstellungen bewundern. Wunderbare K\u00fcnstler.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Darf ich etwas gemein sein und raten? Keiner von     ihnen ist ein Natur- oder Landschaftsfotograf, oder? Ja, hin und     wieder ein Landschaftsbild, aber nicht prim\u00e4r, stimmt&#8217;s? War gemein,     ich wei\u00df, hatten wir auch eigentlich schon gekl\u00e4rt. Also alle, wirklich alle Magnum Fotografen sind sehr, sehr gut. Auch     die Fotografen bei VII sind ausgezeichnet, besonders die sieben     Gr\u00fcndungsmitglieder. Dann hat die New York Times sehr gute Leute. Noch etwas Erw\u00e4hnenswertes?<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Nein, das stimmt so nicht. Henrie Cartier-Bresson ist ein Stra\u00dfenfotograf, also eine spezielle Form der Landschaftsfotografie. Grins! Andreas Bitesnich ist zwar durch seine Studiobilder bekannt geworden, macht aber ausgezeichnete Landschaftsbilder und hat sogar einen Bildband dar\u00fcber rausgebracht. Aber ich gebe dir recht &#8211; nicht typische Landschaftsfotografen! Aber das liegt daran, dass ich vor allem diese Art von Fotografie spannend finde und verfolge. So hat halt jeder seine Vorlieben.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ich sp\u00fcre, du stellst bald die Frage, auf die ich     schon lange warte.<br \/>\nLandschafts- und Naturfotografen &#8211; wen sollte man sich da mal     ansehen?<\/p>\n<h2><span style=\"color: #999999;\"><em><strong>Ich sp\u00fcre, du stellst bald die Frage, auf die ich     schon lange warte. [Einsp\u00e4nner]<\/strong><\/em><\/span><\/h2>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Habe da mal eine Frage: Landschafts- und Naturfotografen &#8211; wen sollte man sich da mal     ansehen? Grins!<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner: <\/strong>Ich bin \u00fcberrascht! Die Frage kommt so     unerwartet. In diesem Bereich der Fotografie gibt es so viele gute, vor allem     unbekannte K\u00fcnstler, dass ich nur ein paar erw\u00e4hnen kann, deren Arbeit     mich begeistert. Ansel Adams, Patrick Di Fruscia, Manuel Presti, Ian Plant und     nat\u00fcrlich mein Lieblingsfotograf, der eine Fotografin ist: Varina     Patel. Beim Studium ihrer Bilder kann jeder Fotograf etwas lernen, egal     welchem Teilbereich der Fotografie er sich momentan gerade widmet. Was mich zur Frage bringt: &#8222;Auf welche Art und Weise sollten wir uns     das Wissen von solchen &#8211; ich nenne sie mal Meister &#8211; aneignen?     Seminare, B\u00fccher oder gar nur online?&#8220;<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Also, bis auf Patrick Di Fruscia sch\u00e4tze ich alle sehr. Aber er bearbeitet mir die Bilder einfach zu stark. Da fehlt mir das Authentische einer Landschaftsaufnahme. Bez\u00fcglich des Studiums solcher Fotografen finde ich das Besuchen von Ausstellungen extrem wichtig. So kann man die Bilder mal so betrachten, wie sie der K\u00fcnstler sieht &#8211; auch von der Pr\u00e4sentationsform her. Und zum anderen kann man die Menschen so auch finanziell unterst\u00fctzen. Zudem sollte man sich nat\u00fcrlich einen kleinen Bestand an Fotob\u00fcchern zulegen. So kann man einzelne Werke und K\u00fcnstler intensiver unterst\u00fctzen. Und dann gibt es da noch das Internet und die diversen Foren. Das Internet hat aber den Nachteil, dass es eine un\u00fcberschaubare Anzahl von Bildern vor die F\u00fc\u00dfe wirft und das Differenzieren sehr viel schwerer f\u00e4llt. Zudem ist die Pr\u00e4santationsform den Bildern nicht immer zutr\u00e4glich.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Da muss ich Di Fruscia verteidigen! Seine letzten     Arbeiten sind schon deutlich realistischer, aber nat\u00fcrlich noch sehr     unrealistisch. Sieht man selten in der Landschaftsfotografie, dass     jemand seine Vision so konsequent durchzieht.<\/p>\n<p>Ha! Ausstellungen! Viel zu \u00fcberbewertet, da kommen wir wieder in     diesen Kunstwahnsinn rein. Da treiben sich doch meistens Leute herum,     die an Sektgl\u00e4sern nuggeln und viel zu gro\u00dfe Bilder an viel zu     kleinen W\u00e4nden betrachten. Die beste Art, etwas zu lernen, sind Kurse. Sieh den Meistern bei     ihrer Arbeit zu. Eine kleine Gruppe von einem Dutzend Leuten wird von     einer Legende durch ein Areal gef\u00fchrt. Dieses hat er     selbstverst\u00e4ndlich selbst ausgew\u00e4hlt und schon \u00f6fters besucht, so     sind gute Motive vorhanden. Nat\u00fcrlich hat der Workshopleiter auch     die Jahreszeit und die Witze, die er zwischendurch einstreut,     sorgf\u00e4ltig geplant. Man stelle sich vor, man kann bei so einem     Seminar z.B. <em>Art Wolfe <\/em>auf die Schulter klopfen und sagen:<em>&#8222;Lame     composition Art and maybe you should change your aperture too?&#8220; <\/em> Nat\u00fcrlich erntet man durch so einen laut ge\u00e4u\u00dferten Gedanken b\u00f6se     Blicke der Kollegen, wird f\u00fcr den Rest des Workshops vom Leiter     geflissentlich ignoriert, aber das Selbstbewusstsein der Fotografie     erh\u00e4lt einen gewaltigen Schub. Es wird dann wieder schnell     zusammenbrechen und meistens kann man sich mit einem Witz da wieder     herauswinden, so lernt man auch noch was f\u00fcr Leben: <em>&#8222;L\u00e4stere nur \u00fcber     andere, wenn sie nicht anwesend sind.&#8220;<\/em> Es gibt da nat\u00fcrlich noch eine andere Form, um sich zu verbessern. Ich nenne es &#8222;gedankliche Bilderanalyse guter und b\u00f6ser Bilder&#8220;, also     GBGBB. Es funktioniert ganz einfach. Man nimmt ein Bild, das man f\u00fcr gut     h\u00e4lt, und ein Bild, das man f\u00fcr schlecht h\u00e4lt. Nun h\u00e4lt man fest, wieso funktioniert das eine Bild f\u00fcr mich und das andere eben nicht. Wieso ist das     eine gut, das andere nicht? Das gedanklich auszuf\u00fchren bedarf h\u00f6chster Konzentration und sollte     von Anf\u00e4ngern keinesfalls ausprobiert werden, denn meistens endet     dieser Kraftaufwand von fotografischer Energie im Gehirn damit, dass     man letztendlich beide Bilder f\u00fcr mies h\u00e4lt. Also am Besten bei den     Bildern immer nur eine Sache vergleichen, wie z.B. Komposition, und     sich dann langsam steigern. Nur Mut!<\/p>\n<p>Ja, aus B\u00fcchern kann man auch viel lernen. Das stimmt schon. Durch     mehrmaliges Studieren dieser nimmt man viel mit. Ja, ja, klar. B\u00fccher     sind toll! Bilder im Netz eignen sich besonders f\u00fcr GBGBB, nicht vergessen!<\/p>\n<h2><span style=\"color: #999999;\"><strong><em>Das gedanklich auszuf\u00fchren bedarf h\u00f6chster Konzentration und sollte     von Anf\u00e4ngern keinesfalls ausprobiert werden&#8230; [Einsp\u00e4nner]<\/em><\/strong><\/span><\/h2>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Also, das mit den Ausstellungen kann man so nicht sagen. Ich denke, du hast recht, was eine Vernissage angeht. Da tummeln sich fast nur Leute, die eben kommen, um gesehen zu werden. W\u00e4hrend des normalen Ausstellungszeitraums sind aber meist sehr interessierte Leute vor Ort, und gerade bei kleineren Ausstellungen ist es oft m\u00f6glich, mit dem K\u00fcnstler direkt zu sprechen und mit ihm Kontakt aufzunehmen. Eine Erfahrung, die man nicht missen sollte. Ich denke, es ist enorm wichtig, seinen Hintern in verschiedenste Ausstellungen zu bewegen &#8211; und gerade Gruppenausstellungen bieten auch die M\u00f6glichkeit, v\u00f6llig neue K\u00fcnstler kennen zu lernen. In fast jeder gr\u00f6\u00dferen Stadt gibt es sehr gute Galerien, die oft bei freiem Eintritt die M\u00f6glichkeit bieten, einfach locker durch die Galerie zu spazieren. Wien ist dabei sicher herausragend &#8211; die Innenstadt boomt ja nur so von kleinen Galerien. Und da gibt es da noch das herausragende Westlicht, das weltweit mittlerweile einen ausgezeichneten Ruf genie\u00dft und in den letzten Jahren ausgezeichnete Ausstellungen beherbergte. Die Teilnahme an Workshops bringt nat\u00fcrlich auch sehr viel, h\u00e4ngt aber sehr vom Workshopleiter ab. Die meisten guten Fotografen sind leider keine guten Lehrer. Ich denke, da kann man sich einen besseren Input holen, wenn man sich einer Gruppe anschlie\u00dft und einfach in der Gruppe fotografiert. Von den anderen kann man dann auch sehr viel lernen und abschauen. \u00dcberhaupt finde ich das Arbeiten und den Austausch in der Gruppe extrem wichtig. Ich denke, es k\u00f6nnte auch sehr spannend sein, seine Bilder gemeinsam zu besprechen oder aber die Bilder anderer zu besprechen. Man sieht also, es gibt eine ganze Reihe von M\u00f6glichkeiten, besser zu werden &#8211; man muss nur den Hintern hoch bekommen und etwas ausprobieren.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Na ja, gut. Das mit den Ausstellungen ist     nachvollziehbar, \u00fcberzeugt.<br \/>\nAber das mit der Gruppe? Das funktioniert nur f\u00fcr wenige. Eine     Gruppe ohne Alpha-Fotografen, der sagt, wo es langgeht? Es k\u00f6nnte     spannend sein, die Bilder zu besprechen? Wie denn? Etwa demokratisch?     So etwas geht nur, wenn man respektvoll mit der Arbeit seiner     Gruppenmitglieder umgeht, also praktisch unm\u00f6glich. Umarme die Arbeit deines fotografischen Freundes, sodass dieser darin     wachse. Oh Tschisas, bitte verschone mich mit diesem Ges\u00fclze! Bringe dich selbst auf ein gewisses Niveau, und wenn du glaubst,     handwerklich gute Bilder zu machen, dann erst st\u00fcrze dich in eine     Gruppe. Und die Typen in der Gruppe sollten auf jeden Fall dein     Niveau nicht \u00fcberschreiten, vielleicht sogar deutlich schw\u00e4cher     sein. Dann ist man Mitglied einer Gruppe und Workshopleiter in einer     Person. So sieht das doch meistens aus. Na ja, wem&#8217;s gef\u00e4llt. Jeder     kann das nicht.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Na, da werden unsere unterschiedlichen Positionen wieder sichtbar. Ich denke, in der Gruppe lernt man nur, wenn man schw\u00e4cher als die anderen ist. In der Gruppe der st\u00e4rkste zu sein, bringt wenig. Da kann man nur den anderen helfen, aber nicht sich selbst. Ist zwar auch ein wichtiger Beitrag, aber eben nicht, um zu lernen. Ich denke, der Prozentsatz von Dingen, die man lernt, ist einfach zu gering. Und wenn man als Alpha-Tier in der Gruppe arbeitet, sollte man das auch ganz klar so auslegen &#8211; dann gleich der Lehrer sein, der halt auch noch was dazu lernt. Was bist du: Lehrer oder Lernender?<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ich lehre den Lehrenden die Furcht. So gesehen     bin ich Lernender. Grins!<br \/>\nWieder mal ein kleiner Scherz. Du machst es einem aber auch zu     leicht. Es wird wieder Zeit, unsere Speicherkarten zu f\u00fcttern. F\u00fcr die Leute da drau\u00dfen sollen schlie\u00dflich noch ein paar Mysterien     der Fotografie \u00fcbrig bleiben, damit sie diese selbst l\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Ich denke, das ist ein sch\u00f6ner Schlusssatz. Ich denke, man sollte generell einfach weniger \u00fcber Technik reden, sondern mehr Fotografieren. Aber das Diskutieren \u00fcber Bilder sollten wir wohl einmal aufgreifen &#8211; ich denke, das k\u00f6nnte spannend werden.<\/p>\n<p>Herr Ober! Zahlen bitte!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die zwei M\u00e4nner bezahlen. Geben Trinkgeld. Der Laptop wird in den Rucksack ger\u00e4umt. Das Kabel zusammengelegt und im Dinky Di verstaut. Die M\u00e4nner sehen sich an und geben sich die Hand. Der eine sagt: <em>&#8222;Licht ist Wissen.&#8220; <\/em>Der andere antwortet:<em> &#8222;Licht ist Leben.&#8220; <\/em> Sie einigen sich auf: <em>&#8222;Licht ist Licht.&#8220; <\/em>Mit einem Grinsen beenden sie die Zeremonie. Einige Augenblicke sp\u00e4ter sind sie im Freien. Der leichte Regen stimmt die beiden mild. Ein letzter Gru\u00df, ein leichtes Nicken. Die kleine Gestalt betritt eine dunkle Seitengasse, sein Berlebach fest  umschlossen. Sein schlakiges Gegenst\u00fcck geht die nicht wirklich viel hellere  Hauptstra\u00dfe entlang. Immer dem Licht entgegen&#8230; Immer dem Licht entgegen&#8230; Immer dem&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Autoren:<\/strong><\/p>\n<h6><strong>Herr Verl\u00e4ngerter:<\/strong> Zweifelsohne ein Besessener.   Alles, was er macht, macht er mit voller Begeisterung, Einsatz,   \u00dcberzeugung und rationalen Schlussfolgerungen. Begeistert, aber nicht  blind vor Begeisterung. Ein leichter Hang zum <em>Morbiden<\/em> wird ihm   nachgesagt. Mit seinen \u00c4u\u00dferungen betritt er oft den schmalen Grat   zwischen Akzeptiertem und Verr\u00fccktem (oder gar Revolution\u00e4rem).   Provokation in Wort und Bild geh\u00f6ren bei ihm einfach dazu. Statement: <em>&#8222;Das Leben ist sch\u00f6n, wenn man es nur endlich mal genie\u00dfen k\u00f6nnte!&#8220; <\/em><\/h6>\n<h6><strong>Herr Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ein Zweifler, nicht an sich  selbst,  nein. Er     zweifelt an den Anderen. Bei ihm stirbt der  Zynismus  zuletzt. Er ist die Postleitzahl des     Dubiosen. Sein  Halbwissen ist  gef\u00e4hrlich, weil er denkt, es befreit ihn,     vor allem  von Wissen. Er  ist jemand, der glaubt, aus dem Nichts kann man mit  einer Eins     alles  erschaffen. Sehr widerspr\u00fcchlich ist seine  Gedankenwelt. Statement: <em>&#8222;Wenn&#8217;s nicht kaputt ist, dann repariers nicht!&#8220;<\/em><\/h6>\n<p><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=423\"><em><strong>Link zu Teil 1<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><em><strong> <\/strong><\/em><em><strong><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=493\">Link zu Teil 2<\/a><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das folgende Gespr\u00e4ch stellt den dritten Teil des Photokulturgespr\u00e4chs dar. Ein Verweis auf die ersten beiden Teile (f\u00fcr diejenigen, die sie nicht mehr finden k\u00f6nnen!) findet sich am Ende des Beitrages. 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