{"id":493,"date":"2011-04-14T00:05:22","date_gmt":"2011-04-14T00:05:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=493"},"modified":"2011-04-12T12:34:20","modified_gmt":"2011-04-12T12:34:20","slug":"photokulturgesprach-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=493","title":{"rendered":"Photokulturgespr\u00e4ch &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Das folgende Gespr\u00e4ch stellt den zweiten Teil des <em>Photokulturgespr\u00e4ch<\/em>s dar. Ein Verweis auf den ersten Teil (f\u00fcr diejenigen, die ihn nicht mehr finden k\u00f6nnen!) findet sich am Ende des Beitrages.<\/p>\n<h2><strong><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-494\" title=\"Kulturgespraech_Logo_T2\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T2.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"339\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T2.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Kulturgespraech_Logo_T2-300x101.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a>Pr\u00e4ludium<\/strong><\/h2>\n<p>Mittlerweile ist es 16.07 Uhr und die zweite Runde Kaffee steht bereits am Tisch. Viel wurde bis jetzt besprochen &#8211; CCD, 20+, und ein klein wenig die gute alte analoge Zeit. Als der Film noch schwarz-wei\u00df war und ein Bild eben noch ein Bild, und nicht die Anh\u00e4ufung einer Menge von Pixel war.<\/p>\n<h2><strong><strong>Der Tschat \u2013 Teil Zwei<br \/>\n<\/strong><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Der Kaffee hier ist echt gut, aber du wei\u00dft ja, normalerweise kommen mir nur Tee und Frucade am Tisch. Eine gute Kombination \u00fcbrigens! Neulich habe ich \u00fcbrigens einen Test gelesen, wo einem weisgemacht wurde, dass die Kamera des ApfelTelefons so gut sei wie eine Einsteigerspiegelreflexkamera. Ich glaub, ich verkaufe meine Kamera also wieder.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ach, ApfelTelefone? Im Prinzip sind das     Blechdosen &#8211; zugegeben, sehr flache Blechdosen, die mit einer     unsichtbaren Schnur verbunden sind, \u00fcber die man sich unterhalten     kann. Und ein Loch in der Dose erm\u00f6glicht es, Bilder zu machen. Also,     als moderne Lochkameras haben sie durchaus ihre Daseinsberechtigung.     Aber hier geht es doch eigentlich nur um &#8222;Apps&#8220;. Apps f\u00fcr das, Apps f\u00fcr dies, Apps of field.<br \/>\nHi, hi &#8211; ein kleiner Scherz an dieser Stelle sei mir erlaubt. Also kurz: ApfelTelefone funktionieren, solange du Apps hast!<\/p>\n<p>Also, vielleicht sehe ich hier eine Konkurrenz zu den sogenannten     <em>Point-and-Shoot-Cams<\/em>, aber die meisten Bilder, die mit dem ApfelTelefon entstehen, entstehen mit dem Gedanken: &#8222;J\u00f6, das muss     ich jetzt f\u00fcr die Nachwelt festhalten.&#8220;<br \/>\nUnd fast immer folgt laut der Satz: &#8222;J\u00f6, voll sch\u00f6n!&#8220; Kein Gedanke wird da an Blende, Verschlusszeit, Tiefensch\u00e4rfe und gar     Komposition verschwendet. Kein Versuch, etwas zu erz\u00e4hlen, Emotionen     zu wecken. Nein, du musst gar nichts verkaufen, im Gegenteil &#8211; investiere, denn der     Werterhalt ist gut. Zumindest bei teuren Profi-Objektiven. Was mich zu omin\u00f6sen, B&amp;W-Test-Tscharts f\u00fchrt, die uns angeblich     sagen k\u00f6nnen, wie gut unsere Objektive sind. Sie k\u00f6nnen sogar noch     mehr, sie k\u00f6nnen uns unsere Objektive untereinander vergleichen     lassen. Vergleichen mit was denn, bitte sch\u00f6n?<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Also, wenn man sich so auf diversen Foren im Internet umsieht, so m\u00f6chte man fast meinen, dass die Leute nur noch testen und eigentlich gar nicht mehr fotografieren. Also bitte, was soll denn das&#8230; hat denn fr\u00fcher jemand seine analoge Spiegelreflex mit der des Freundes verglichen, wenn beide ungef\u00e4hr gleich teuer waren? Nein&#8230; aber seit man Bilder am Bildschirm ansehen kann und das Bild nach Belieben vergr\u00f6\u00dfern kann, boomt dieser Sport. Jeder vergleicht, verkauft, kauft was Neues, verkauft es wieder, testet wieder, &#8230; Ich glaube, viele von diesen Leuten haben noch nie in ihrem Leben ein gutes Bild gemacht. Stellt sich nat\u00fcrlich auch die Frage, was denn \u00fcberhaupt ein gutes Bild ist.<\/p>\n<h2><span style=\"color: #999999;\"><strong><em>Jeder vergleicht, verkauft, kauft was Neues, verkauft es wieder, testet wieder, &#8230; [Verl\u00e4ngerter]<\/em><\/strong><\/span><\/h2>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ein gutes Foto: In analoger Form nat\u00fcrlich und kaschiert!<br \/>\nDu merkst, ich habe heute einen Lauf, was Comedy angeht, nicht? Zur\u00fcck zum Ernst. Es muss ausl\u00f6sen. Es muss etwas in uns ausl\u00f6sen, man     spricht hier sehr oft von Emotionen. Meistens meint man damit das     eine Bild unter tausenden, die man gemacht hat, das trotz Unsch\u00e4rfe     und Unterbelichtung, ja, ausl\u00f6st eben. Aber so etwas ist, obwohl man sich vielleicht vorher Gedanken \u00fcber     gewisse technische Aspekte gemacht hat, schwer zu wiederholen. Die meisten Bilder, die man als gut bezeichnet, sind vor allem eins:     gut \u00fcberlegt. Da m\u00fcssen wir der heutigen digitalen Welt danken, denn sie gab uns     die digitale Dunkelkammer. Noch nie war es so einfach, seine Bilder auszuwerten. Ich behaupte einfach mal, sie erlaubt uns sogar, aus einem     durchschnittlichen Bild ein Gutes zu machen. RAW&#8217;s zeigen uns, was     die Kamera sieht &#8211; RAW-Converter und Bildbearbeitungprogramme, was wir     sehen. Das muss ja nicht der Wirklichkeit entsprechen.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Ich glaube eigentlich, dass gerade ein gutes Bild eben nicht planbar ist. Gut \u00fcberlegt: ja, mag sein, aber viel entsteht in der Kunst aus einem Impuls heraus, und das ist auch in der Fotografie so. Du gehst ins Studio und alles ist geplant, und dann entstand das eine ganz besondere Bild genau in einem Moment, der eben gar nicht eingeplant war. Eben aus der Emotion heraus. Die Interaktion zwischen <em>Sujet<\/em> und Fotograf ist dabei enorm wichtig. Und diese Interaktion kann geplant sein, muss aber nicht, und ich denke, dass es in 80% der F\u00e4lle einfach nicht planbar ist. Ich gebe dir aber recht, dass ein gewisser Plan beim Fotografieren sehr hilfreich sein kann. Aber ich denke auch, das Vorgehen h\u00e4ngt einfach zu stark vom Motiv ab: ist es nun eine Landschaft, Architektur oder eine nackte Person im Studio. V\u00f6llig unterschiedliche Themen, die eine v\u00f6llig unterschiedliche Herangehensweise erfordern. Wobei man hier nat\u00fcrlich die sehr provokative Frage stellen kann, ob eine Landschaftsaufnahme \u00fcberhaupt Kunst ist. Ein Diskurs, der im \u00dcbrigen in der <em>Fotografietheorie<\/em> derzeit heftigst diskutiert wird.<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Nat\u00fcrlich muss man auf eine Situation reagieren,     richtig reagieren.<br \/>\nSo unterscheidet sich ein guter Fotograf von einem schlechten. Die Landschaftsfotografie wird nie als Kunst angesehen werden.     Schlie\u00dflich wird hier etwas festgehalten, das ohnehin schon da ist &#8211;     gut, man muss sich ein wenig \u00fcber seinen Aufnahmeort und die     Aufnahmezeit Gedanken machen, na, vielleicht auch noch \u00fcber     Komposition&#8230; warte, eigentlich muss man sich sehr viele Gedanken \u00fcber     sehr viele Dinge machen. Liegt es nicht eher in der Natur des     Menschen, die Dinge die er erschaffen hat, \u00fcber all die anderen zu     stellen? Die Naturfotografie w\u00fcrden viele als einzigartig sch\u00f6n     bezeichnen, aber nie als Kunst. Ein nacktes Tier kann mit einem     nackten Menschen nicht konkurrieren, Berge nicht mit einem     Hundertwasser. Nicht umsonst sagen viele Landschaftsfotografen: <em>&#8222;Als     Landschaftsfotograf muss man vor allem eins haben, eine reiche Frau.&#8220;<\/em> Generell neigen wir Fotografen dazu, uns nur auf wenige Regeln zu     beschr\u00e4nken, wenn wir ein Bild machen. Maler und Bildhauer tun das     nicht. Wir sollten uns mehr von ihnen abschauen, von ihnen lernen.     Es k\u00f6nnte ein Weg sein, damit man jede Art von Fotografie ernst     nimmt, ernst im k\u00fcnstlerischen Sinne. Letztendlich kann uns dieser     Weg aber eben nur zu einer besseren Art der Fotografie f\u00fchren. Die     Anerkennung in der Kunst wirkt sich nur auf den Preis aus. Wenn man     davon leben muss, ist das durchaus wichtig. Aber um deine Frage zu beantworten &#8211; ja, Landschaftsfotografie ist     Kunst. Ich glaube nicht, dass die V\u00e4ter der H\u00f6hlenmaler damals glaubten, ihre     S\u00f6hne machen Kunst, oder \u00fcberhaupt etwas Sinnvolles. Und bevor du     fragst &#8211; nein, die Frauen haben bestimmt keine H\u00f6hlenw\u00e4nde bemalt,     sie mussten schlie\u00dflich die Familie ern\u00e4hren und waren froh, dass die     M\u00e4nner nicht wieder Bl\u00f6dsinn machen. Zur\u00fcck zur Kunst &#8211; der Kunst, ein Bild zu machen.<br \/>\nWas brauchen wir, um eine Fotografie zu machen? Au\u00dfer dem Offensichtlichen, wie Geh\u00e4use, digitalem Film und Objektiv. Auf wen k\u00f6nnen wir die Schuld schieben, wenn es mit unseren Bildern     nicht so gut klappt?<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Also, wenn eines meiner Bilder nicht gut ist, sind prinzipiell immer die Anderen schuld. Das macht es mir auch so leicht. Irgendjemand findet sich immer: der Nachbar, der zu laut ist, um mich aufs Fotografieren konzentrieren zu k\u00f6nnen, der Hund, der bellt, oder eben die Sonne, die nicht im richtigen Winkel zu meinem Hinterkopf steht. Aber auf deine Ausf\u00fchrung zur\u00fcckzukommen&#8230; ja, wir k\u00f6nnen viel von der Malerei lernen, z.B. die Art, die Dinge zu sehen. Aber ich denke auch, dass sich die Fotografie noch sehr viel mehr emanzipieren muss. Wo bleibt das Selbstbewusstsein, dass das, was wir machen, Kunst ist? <em>Kunst ist doch das, was man als Kunst bezeichnet, oder nicht?<\/em><\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Kunst ist vor allem das, was andere als Kunst bezeichnen. Ich denke, ein ber\u00fchmter Bildhauer aus Wien, m\u00f6ge er in Frieden     ruhen, hat gesagt: <em>&#8222;Fotografie ist keine Kunst, sie erschafft     nichts.&#8220; <\/em>Verst\u00e4ndliche Sichtweise f\u00fcr jemanden, der nicht in     Tausendsteln, sondern in Monaten denkt. Der Weg ist das Ziel, pantha     rhei &#8211; alles flie\u00dft, gut, das bringt die Diskussion nicht unbedingt     weiter, so etwas sollte man aber hin und wieder einstreuen, wir haben     schlie\u00dflich Kultur. Mit meiner Schuldfrage wollte ich nat\u00fcrlich nicht den Blick auf die     Ausr\u00fcstung lenken, sondern auf die Stimmung. Ein ver\u00e4ngstigter Mensch macht andere Bilder als ein fr\u00f6hlicher. Die Stimmung in uns selbst, wenn wir fotografieren, k\u00f6nnen wir auch     etwas lenken. Sie ist sehr wichtig &#8211; etwas Musik aus deinem     ApfelTelefon, und schon ist eine Stimmung da. Oder man liest etwas&#8230; aber egal.<br \/>\nWenn man sich mit Fotografie auseinandersetzt, Fotografie     plant, ist es dann nicht schon Kunst? Egal, wie das Bild wird. Aber du     siehst, es f\u00fchrt zur Frage: &#8222;Was ist Kunst?&#8220; Viele sagen, die Antwort     darauf lautet: &#8222;Alles!&#8220; Also auch jegliche Art der Fotografie.<\/p>\n<h2><strong><em><span style=\"color: #999999;\">&#8230;das bringt die Diskussion nicht unbedingt     weiter, so etwas sollte  man aber hin und wieder einstreuen, wir haben     schlie\u00dflich Kultur. [Einsp\u00e4nner]<\/span><\/em><\/strong><\/h2>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Also, eines mal gleich vorweg&#8230; ich habe kein ApfelTelefon! Also wirklich&#8230; aber zur\u00fcck zur Kunst. Ich glaube, die Diskussion ist genau so alt wie die Kunst selber. F\u00fcr mich ist Kunst etwas, das Interesse weckt. Wie du schon sagtest, es muss Emotionen hervorrufen. Vielfach wird das durch Provokation erreicht. Also f\u00fcr mich muss Kunst immer auch ein klein wenig (oder auch viel) provozieren. Das kann eine Landschaftsaufnahme aber genauso! Ein nackter Mensch vor der Kamera provoziert nat\u00fcrlich wesentlich schneller als eine Landschaftsaufnahme und zwingt den Betrachter ganz automatisch, sich mit dem Thema zu befassen. Menschen provozieren Menschen: das \u00e4lteste Thema der Welt!<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Die Fotografie ist einfach eine zu junge Kunst. Aber alles ist der Zeit unterworfen, nichts ist von Dauer. Auch Kunst zerf\u00e4llt, l\u00f6st sich in ihre Bestandteile auf &#8211; was z\u00e4hlt,     ist der Geist, der ihr eingehaucht wurde. Sagt nicht ein r\u00f6misches Sprichwort: &#8222;Wen du nicht besiegen kannst, musst du umarmen.&#8220;? Also,     schlingen wir unsere Arme um die Kunst, damit sie uns nicht weg l\u00e4uft. Wir k\u00f6nnen das ja auf eine provozierende Art und Weise     machen. Wieso nicht behaupten: &#8222;Wir machen Bilder nicht mit den     Augen, sondern mit dem Verstand.&#8220;?<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Na&#8230; heute sind wir aber philosophisch unterwegs, oder? Aber bedenke: &#8222;Was bald wird, vergeht auch bald wieder.&#8220; Ich denke, \u00fcber das Thema Kunst, dem F\u00fcr und Wider k\u00f6nnten wir heute noch reden, bis uns der Kellner raus wirft. Kunst kann man nun mal nicht in eine Schablone zw\u00e4ngen. Was mich zur\u00fcckbringt an den Anfang. Tests f\u00fcr Kameras und Objektive &#8211; sinnvoll oder totaler Bullshit?<\/p>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ja, kommen wir zur\u00fcck zum Greifbaren, zu den     berechenbaren Dingen.<br \/>\nUnd da spielt die Ausr\u00fcstung eine wichtige Rolle. Nat\u00fcrlich sind Test sinnvoll und n\u00f6tig, aber die Art dieser     Tests &#8211; selbst in Fachzeitschriften &#8211; ist oft Bl\u00f6dsinn. Beste Objektive,     beste Geh\u00e4use und beste Filter     werden verglichen, um dann Aussagen zu treffen, die f\u00fcr den Anwender nicht von Belang sind. Ist die Ausr\u00fcstung wirklich schuld? Ja, sie ist schuld, zumindest hat     sie Mitschuld. Wenn jemand mit einem Stativ fotografiert, das genauso viel kostet     wie ein Kilo K\u00e4se, dann gehen bei mir die Sicherungen durch. Und wer     da drauf noch einen Kugelkopf setzt und nicht einmal wei\u00df, wie man     ihn festklemmt, dann l\u00e4uft dass Fass erst     recht \u00fcber. Oder einen G\u00fcnstig-Filter an ein s\u00fcndhaft teures Objektiv setzt, dann     ist das bestimmt nicht deshalb, weil sie den Effekt m\u00f6gen, sondern     aus Unwissenheit. Wieso verkauft dir jedes Fachgesch\u00e4ft einen Filter? Weil sie daran mehr verdienen, als an einem teuren Objektiv oder     einem Geh\u00e4use!? Man kann es ihnen ja nicht vorwerfen,     manchmal sind Filter wirklich von Nutzen. Also Holzstativ, am besten nur zweiteilig, sperrig und schwer &#8211; aber     stabil. Stark \u00fcberdimensionierter Kugelkopf, also gro\u00dfe Kugel und sehr     gro\u00dfe Tragkraft. F\u00fcr einige     Spezialgebiete der Fotografie empfehlen sich Neiger. Kugelk\u00f6pfe sind     aber ziemlich universell einsetzbar. Zudem l\u00e4sst sich oft mit gebrauchter Ware und durch etwas Recherche eine Menge an Geld     sparen. Ein Profi-Teil aus der vorletzten Serie ist noch lange kein Schrott. Man braucht nicht immer das Neueste! Und nicht vergessen &#8211; einen guten RAW-Converter, sonst n\u00fctzt alles     andere nichts.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Ja, aber im Grunde n\u00fctzt einem die ganze Technik nichts, wenn man keine vern\u00fcnftigen Ideen hat. Helmut Newton hat die meisten seiner Bilder mit einer sehr billigen Rolleiflex gemacht. Und schau dir heute mal die interessanten Arbeiten rund um die Polaroidprojekte an! Kameras kosten dort teilweise keine 70.- \u20ac, und die Ergebnisse, die die Leute damit hinzaubern, sind stimmungsvoll und sehr interessant &#8211; sie erwecken Emotionen. Apropos Emotionen: auch Hunger?<\/p>\n<h2><span style=\"color: #999999;\"><strong><em>Apropos Emotionen: auch Hunger? [Verl\u00e4ngerter]<\/em><\/strong><\/span><\/h2>\n<p><strong>Einsp\u00e4nner<\/strong><strong>:<\/strong> Herr Ober, einen Altwiener Backhendlsalat     bitte, dazu ein Kr\u00fcgerl.<\/p>\n<p><strong>Verl\u00e4ngerter<\/strong><strong>: <\/strong>Machen Sie ein zweites Kr\u00fcgerl daraus und ein Fiakergulasch. Nichts geht \u00fcber einen guten Gaul! Grins.<\/p>\n<p><em><strong>TEIL 3\u00a0 folgt am 16. April 2011!<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Autoren:<\/strong><\/p>\n<h6><strong>Herr Verl\u00e4ngerter:<\/strong> Zweifelsohne ein Besessener.   Alles, was er macht, macht er mit voller Begeisterung, Einsatz,   \u00dcberzeugung und rationalen Schlussfolgerungen. Begeistert, aber nicht  blind vor Begeisterung. Ein leichter Hang zum <em>Morbiden<\/em> wird ihm   nachgesagt. Mit seinen \u00c4u\u00dferungen betritt er oft den schmalen Grat   zwischen Akzeptiertem und Verr\u00fccktem (oder gar Revolution\u00e4rem).   Provokation in Wort und Bild geh\u00f6ren bei ihm einfach dazu. Statement: <em>&#8222;Das Leben ist sch\u00f6n, wenn man es nur endlich mal genie\u00dfen k\u00f6nnte!&#8220; <\/em><\/h6>\n<h6><strong>Herr Einsp\u00e4nner:<\/strong> Ein Zweifler, nicht an sich  selbst,  nein. Er     zweifelt an den Anderen. Bei ihm stirbt der  Zynismus  zuletzt. Er ist die Postleitzahl des     Dubiosen. Sein  Halbwissen ist  gef\u00e4hrlich, weil er denkt, es befreit ihn,     vor allem  von Wissen. Er  ist jemand, der glaubt, aus dem Nichts kann man mit  einer Eins     alles  erschaffen. Sehr widerspr\u00fcchlich ist seine  Gedankenwelt. Statement:<em> &#8222;Wenn&#8217;s nicht kaputt ist, dann repariers nicht!&#8220;<\/em><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=423\">Link zu Teil 1<\/a><br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das folgende Gespr\u00e4ch stellt den zweiten Teil des Photokulturgespr\u00e4chs dar. Ein Verweis auf den ersten Teil (f\u00fcr diejenigen, die ihn nicht mehr finden k\u00f6nnen!) findet sich am Ende des Beitrages. Pr\u00e4ludium Mittlerweile ist es 16.07 Uhr und die zweite Runde Kaffee steht bereits am Tisch. 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