{"id":366,"date":"2011-03-17T00:05:19","date_gmt":"2011-03-17T00:05:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=366"},"modified":"2011-03-17T07:15:47","modified_gmt":"2011-03-17T07:15:47","slug":"der-tod-der-fotografie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=366","title":{"rendered":"Der Tod der Fotografie"},"content":{"rendered":"<p>Seit es die digitale Fotografie gibt und diese zu einem wahren Boom des Mediums &#8222;Fotografie&#8220; gef\u00fchrt hat, wird von diversen Journalisten, Wissenschaftlern und K\u00fcnstlern von Zeit zu Zeit der Tod der Fotografie ausgerufen. Auf den ersten Blick klingt dies wie ein Widerspruch, ergibt auf den zweiten Blick aber durchaus Sinn. Die Entwicklung der digitalen Fotografie geht einher mit der\u00a0 Entwicklung des bewegten Bildes. Der Film wurde digital und die Aufl\u00f6sung des Filmes wurde durch die Abkehr von PAL\/VGA und der Zuwendung zu HD und Full-HD nach oben geschraubt. Pl\u00f6tzlich existierten bewegte Bilder mit einer &#8222;hohen&#8220; Aufl\u00f6sung &#8211; einer Aufl\u00f6sung, wie sie vor ein paar Jahren bei digitalen Fotos noch Standard war. Warum als noch fotografieren, wenn man aus bewegten Bildern Standbilder extrahieren kann?<\/p>\n<p>Kameras wurden leistungsf\u00e4higer, die Bildfolgen k\u00fcrzer und die Speicherung von Unmengen von Bildern unproblematisch. Jeder Mensch konnte filmen\/fotografieren und\u00a0 speichern was immer er wollte. \u00dcber Internet k\u00f6nnen Bilder f\u00fcr jedermann zug\u00e4nglich gemacht werden: das Bild als \u00f6ffentliches Gut. Warum noch selber Bilder machen, wenn es praktisch von jeder Ecke dieser Welt eine Aufnahme gibt?<\/p>\n<p>Und dann kam Google! Kameras wurden auf Autos geschnallt &#8211; eine Flut von Bildern geschossen. Ganze Kamera-Cluster werden durch die Gegend gefahren, um ja keine Ecke zu vergessen. Die totale Transparenz!<\/p>\n<p>Und genau diesen Trend haben sich zwei K\u00fcnstler zu Nutze gemacht &#8211; warum noch selber fotografieren, wenn man &#8222;Kunstwerke&#8220; aus \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Bilder extrahieren kann. Michael Wolf und Doug Rickard verwenden dazu Bilder von Google Street und extrahieren daraus Teile bzw. ganze Bilder und pr\u00e4sentieren sie als Kunstobjekte. \u201eStreet View: A Series of Unfortunate Events\u201c nennt sich dieses Projekt und wurde soeben im Rahmen des renommierten Wettbewerbs &#8222;World Press Photo&#8220; lobend hervorgehoben.<\/p>\n<p>Das Projekt hat einen Sturm der Endr\u00fcstung hervorgerufen &#8211; &#8222;das ist nicht mehr Fotografie!&#8220;, war die Meinung vieler Betrachter.<\/p>\n<p>Kunst muss provozieren&#8230;.und so hat dieses Projekt wohl genau das erreicht was es wollte: es hat zum Denken angeregt, zum Hinterfragen des Mediums &#8222;Fotografie&#8220;. Ist die Fotografie nun tot? Bildet Euch selber eine Meinung&#8230;auf Kommentare bin ich sehr gespannt!<\/p>\n<p>Links: <a href=\"http:\/\/www.photomichaelwolf.com\/street_view_unfortunate_events\/index.html\" target=\"_blank\">Michael Wolf<\/a> |\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.americansuburb.com\/\" target=\"_blank\">Doug Rickard<\/a><\/p>\n<p>LiK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit es die digitale Fotografie gibt und diese zu einem wahren Boom des Mediums &#8222;Fotografie&#8220; gef\u00fchrt hat, wird von diversen Journalisten, Wissenschaftlern und K\u00fcnstlern von Zeit zu Zeit der Tod der Fotografie ausgerufen. Auf den ersten Blick klingt dies wie ein Widerspruch, ergibt auf den zweiten Blick aber durchaus Sinn. 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