{"id":2106,"date":"2015-01-10T10:00:22","date_gmt":"2015-01-10T09:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=2106"},"modified":"2015-01-11T15:55:46","modified_gmt":"2015-01-11T14:55:46","slug":"objektiv-betrachtet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=2106","title":{"rendered":"Objektiv betrachtet!"},"content":{"rendered":"<p>Viel zu oft geht es in Gespr\u00e4chen zwischen Fotografen nur um die Kamera. Wie viele Megapixel, k\u00fcrzeste Verschlusszeit, etc. Die Kamera tr\u00e4gt zum eigentlichen Bild aber nur sehr wenig bei. Sehr viel wichtiger (neben dem Fotografen und seinen Ideen!) ist das verwendete Objektiv. Das Objektiv bestimmt, wie das Sujet abgebildet wird \u2013 Brennweite, Blende, Rendering, \u2026 haben erheblichen Einfluss auf das Bild. Das Objektiv bzw. die verwendete Brennweite beeinflusst aber auch das \u201eSehen\u201c des Fotografen und seine Wahrnehmung und Empfindung. Zeit also, einen Blick auf meine pers\u00f6nliche Sicht der Dinge zu werfen.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #999999;\">Der Fotograf und die Brennweite &#8211; die Geschichte einer Hassliebe!<\/span><\/h1>\n<p>Tats\u00e4chlich hat die Brennweite einen ganz erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung des jeweiligen Fotografen. Beginnen wir beim Grundlegenden: bei der Kombination von Objektiv und Kamera. Bei Verwendung einer Spiegelreflex blickt der Fotograf durch das Objektiv auf sein Sujet. Er sieht also genau den Ausschnitt, den auch seine Kamera sieht \u2013 dies birgt Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist ganz sicher, dass man die Bildkomposition sehr exakt vornehmen kann; man wei\u00df bereits vor dem Ausl\u00f6sen, was einen erwartet. Der Nachteil ist aber, dass die Wahrnehmung auch dementsprechend beeinflusst wird. Die \u201eneutrale\u201c Sicht auf das Sujet ist praktisch nicht vorhanden. Bei einer Messsucherkamera (wie der Leica M) blickt der Fotograf nicht durch das Objektiv, sondern durch ein kleines Fensterchen auf das Sujet \u2013 der Blick bleibt unverf\u00e4lscht, die Komposition kann aber nicht ganz so exakt vorgenommen werden. Geht es bei einer Messsucherkamera also mehr darum, \u201eseinen\u201c Bildausschnitt zu finden, finden Spiegelreflexbenutzer eine ganze Reihe an Parametern, die bereits durch den Blick durch das Objektiv beobachtbar werden (z. B. Sch\u00e4rfentiefe). Diesbez\u00fcglich gibt es aber kein &#8222;Besser&#8220; oder &#8222;Schlechter&#8220; &#8211; unterschiedliche Systeme f\u00fcr unterschiedliche Fotografen. Jeder muss f\u00fcr sich selbst entscheiden; f\u00fcr mich stellt (inzwischen) der unverf\u00e4lschte Blick auf die Umgebung eine Eigenschaft dar, die ich nicht mehr missen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnt muss an dieser Stelle auch werden, dass sich die Brennweitenangaben in diesem Beitrag immer auf das Kleinbildformat beziehen, also auf eine Film- bzw. Sensorfl\u00e4che von 24 x 36 mm. Und bitte sprecht in diesem Zusammenhang nicht von Vollformat (Full Frame)! Was ist schon Vollformat? In der Mittelformatfotografie bedeutet Vollformat eine sehr viel gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che als im Kleinbildformat. Zudem sollten wir uns von dieser leidlichen Diskussion \u00fcber \u201eFormate\u201c verabschieden.<\/p>\n<p>Generell ist die Kombination aus Brennweite und Blende pr\u00e4gend f\u00fcr das Bild. Auf technische Details m\u00f6chte ich hier nicht eingehen, diese k\u00f6nnen in Lehrb\u00fcchern nachgelesen werden. Beachtet sollte aber werden, dass eine gr\u00f6\u00dfere Brennweite den Raum in Blickrichtung verdichtet, eine entsprechende k\u00fcrzere Brennweite den Raum &#8222;weiter\/gr\u00f6\u00dfer&#8220; erscheinen l\u00e4sst. Eine Blende von f\/4.0 sorgt bei 50 mm f\u00fcr eine sehr viel geringere Sch\u00e4rfentiefe als bei 35 mm. Ich denke dies ist allen Lesern hier klar.<\/p>\n<p class=\"size-full wp-image-2121\">Daraus ergibt sich also die Notwendigkeit der Objektivwahl nach Stil und Inhalt der umzusetzenden Szene. Es gibt einige Regeln, die man in Lehrb\u00fcchern findet, z. B. kein Portrait mit Brennweiten unter 50 mm zu fotografieren. Vergessen wir diese stumpfsinnigen Einschr\u00e4nkungen der Kreativit\u00e4t ganz schnell wieder! Jede Brennweite kann (und sollte!) f\u00fcr jede Szene eingesetzt werden. Gerade die ungew\u00f6hnlichen L\u00f6sungen f\u00fchren manchmal zu den au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Bildern.<\/p>\n<div id=\"attachment_2123\" style=\"width: 1210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2123\" rel=\"attachment wp-att-2123\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2123\" class=\"size-full wp-image-2123\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1005917.jpg\" alt=\"Portrait mit 35 mm und bei stark seitlich einfallenden Licht. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f\/2.0.\" width=\"1200\" height=\"802\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1005917.jpg 1200w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1005917-300x201.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1005917-1024x684.jpg 1024w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1005917-624x417.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2123\" class=\"wp-caption-text\">Portrait mit 35 mm und bei stark seitlich einfallendem Licht. Fotografiert mit Leica M und Summicron-M 35 mm @ f\/2.0.<\/p><\/div>\n<h1><span style=\"color: #999999;\">Was beschreibt nun aber ein Objektiv und seine \u201eQualit\u00e4t\u201c?<\/span><\/h1>\n<p>Die wichtigsten Parameter f\u00fcr die Beschreibung eines Objektives sind nat\u00fcrlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Brennweite, und<\/li>\n<li>Lichtst\u00e4rke<\/li>\n<\/ul>\n<p>Etwas Verwirrung gibt es heute durch neue Formate, wie oben angedeutet. Hilfreich ist es dabei, wenn die Brennweite immer auf das Kleinbildformat bezogen wird, sodass sie auch vergleichbar und greifbar wird.<\/p>\n<p>Die optische Qualit\u00e4t der Objektive wird heute \u00fcblicherweise mit der Sch\u00e4rfe beschrieben, was eigentlich v\u00f6lliger Unfug ist. Die gemessene Sch\u00e4rfe eines Objektives sagt nur sehr selten etwas \u00fcber die visuell wahrgenommene Sch\u00e4rfe aus. Das menschliche Auge reagiert sehr viel st\u00e4rker auf Kontraste. Daher ist der abbildbare lokale Kontrast f\u00fcr ein Objektiv ein sehr viel repr\u00e4sentativerer Wert. Beschrieben wird diese Abbildungsleistung bei vielen Herstellern heute mit den sog. MTF-Kurven. Die Modulations\u00fcbertragungsfunktion (auch Modulationstransferfunktion (MTF, engl. Modulation Transfer Function) ist die mathematische Beschreibung des Vergleiches zwischen dem Detailkontrast an Kanten eines Objektes und dem Detailkontrast dessen bildlicher Darstellung. Mehr \u00fcber MTF-Kurven finden sich umfangreich im Internet.<\/p>\n<p>Ein Merkmal, das leider bei der Beurteilung von Objektiven allzu oft au\u00dfer Acht gelassen wird, ist das Bokeh, also die Art der Abbildung des Unsch\u00e4rfebereichs. Gerade wenn man gerne mit offener Blende arbeitet und dadurch gro\u00dfe Bereiche des Bildes ins Unscharfe gleiten l\u00e4sst, ist die Abbildung dieser Unsch\u00e4rfe von gro\u00dfer Wichtigkeit. Unterschiedliche Objektivbauarten bilden die Unsch\u00e4rfe v\u00f6llig verschieden ab und letztlich ist es der eigene Geschmack, der dar\u00fcber entscheidet, ob es gef\u00e4llt oder nicht. Ich bin ein gro\u00dfer Fan m\u00f6glichst sanfter \u00dcberg\u00e4nge und eines m\u00f6glichst weichen Bokehs. Andere lieben hingegen unruhige Bokehs bis hin zu ringf\u00f6rmigen Auspr\u00e4gungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2126\" style=\"width: 1209px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2126\" rel=\"attachment wp-att-2126\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2126\" class=\"size-full wp-image-2126\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006139.jpg\" alt=\"Weit offene Blende f\u00fcr minimale Sch\u00e4rfentiefe. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f\/1.4.\" width=\"1199\" height=\"801\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006139.jpg 1199w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006139-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006139-1024x684.jpg 1024w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006139-624x417.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1199px) 100vw, 1199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2126\" class=\"wp-caption-text\">Weit offene Blende f\u00fcr minimale Sch\u00e4rfentiefe. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f\/1.4.<\/p><\/div>\n<p>Wenn man sich f\u00fcr ein Objektiv entscheidet, sollte man ein weiteres Kriterium zur Beurteilung heranziehen: die Bauform, Gr\u00f6\u00dfe und Masse. Die wahre Kunst des Objektivbaus liegt n\u00e4mlich in der Erreichung h\u00f6chster Abbildungsst\u00e4rke (nach den oben formulierten Kriterien) mit m\u00f6glichst wenigen Linsenelementen bzw. Baugruppen und die damit einhergehende kompakte Bauform. Ich finde es n\u00e4mlich mehr als fraglich, wenn Hersteller ihre Objektive mit der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Abbildungsleistung bewerben, auf der anderen Seite daf\u00fcr aber oft \u00fcber 12 Linsenelemente brauchen und eine Baugr\u00f6\u00dfe erreichen, die in Volumen und Masse so manche Kamera bei weitem \u00fcbertrifft. Was hilft es, ein gut abbildendes Objektiv zu haben, wenn der Transport zu einer Herausforderung wird. Gro\u00dfe Bauformen gehen auch mit gro\u00dfen Frontlinsendurchmessern einher, was gro\u00dfe und teure Filter bzw. Filterl\u00f6sungen nach sich zieht.<\/p>\n<p>Daher sieht mein ganz pers\u00f6nliches Kochrezept f\u00fcr den Kauf eines Objektives folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">1. Schritt:<\/span> Frage dich, ob du ein zus\u00e4tzliches Objektiv wirklich brauchst und frage dich, was du mit dem Objektiv vornehmlich fotografieren m\u00f6chtest bzw. anders machen w\u00fcrdest, als mit deinen bestehenden Objektiven.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">2. Schritt:<\/span> Frage dich, welche Brennweite deine bestehende(n) Brennweite(n) am besten nach unten oder oben erg\u00e4nzt. Lasse mindestens die H\u00e4lfte der Brennweite, von der du ausgehst, als L\u00fccke. Von einem 50 mm startend also mindestens 25 mm (=50 \/ 2) nach unten und oben (daher als Erg\u00e4nzung ein 35 mm oder ein 75 mm).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">3. Schritt:<\/span> Mache eine Aufstellung an Objektiven (mit der Wunschbrennweite), die es f\u00fcr dein Kamerasystem gibt. Lass dabei auch Fremdhersteller wie Voigtl\u00e4nder, Zeiss, etc. nicht au\u00dfen vor.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">4. Schritt:<\/span> Suche nach Aufnahmen, welche mit deiner Kamera und den Wunschobjektiven gemacht wurden. Analysiere die Abbildungscharakteristika wie Kontrast, Bokeh, etc.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">5. Schritt:<\/span> Entscheide auf Basis von Abbildungsleistung (bitte keine Testberichte studieren, sondern die realen Bilder aus Schritt 4 beurteilen!), Gewicht, und letztlich Preis. Und beachte: Nicht immer muss es das hochpreisige lichtstarke Objektiv sein!<\/p>\n<p>Allgemein kann ich nur empfehlen, den Weg Richtung Festbrennweiten zu gehen. Das erh\u00f6ht zwar den Aufwand beim Fotografieren, schr\u00e4nkt einen mitunter ein, l\u00e4sst einen aber auch ganz neue Dinge entdecken (man ist einfach gezwungen, seine Blickrichtung und den Abstand zum Sujet zu variieren, was mitunter sehr inspirierend sein kann).<\/p>\n<h1><span style=\"color: #999999;\">Bokeh, Bokeh, Bokeh, &#8230;<\/span><\/h1>\n<p>F\u00fcr die Brennweite 35 mm will ich ein Beispiel anf\u00fchren, um das oben Geschriebene etwas besser zu verdeutlichen. Sehen wir uns mal zwei aktuelle Objektive von Leica etwas genauer an. Bild 1 zeigt eine Testaufnahme mit dem Leica Summilux-M 1:1.4\/35 mm ASPH. FLE \u2013 das derzeitige top-of-the-line Objektiv f\u00fcr diese Brennweite. Bild 2 zeigt das Leica Summicron-M 1:2\/35 mm ASPH. Preislich liegen zwischen den beiden Objektiven ca. 2.000.-\u20ac. Beide Aufnahmen entstanden bei Blende f\/2 mit der Leica M9. Auf den ersten Blick ist relativ deutlich zu sehen, dass nicht nur lokaler Kontrast und Sch\u00e4rfe verschieden sind, sondern auch die Farbwiedergabe. Das Summilux \u201epopt\u201c die Farben sehr viel st\u00e4rker als das Summicron. Die Sch\u00e4rfe ist beim Summilux minimal h\u00f6her, der lokale Kontrast kann als ungef\u00e4hr gleich angesehen werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_2109\" style=\"width: 1137px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2109\" rel=\"attachment wp-att-2109\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2109\" class=\"size-full wp-image-2109\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux-1.4_35_FLE_f2.jpg\" alt=\"Testaufnahme mit Leica M9 und Summilux-M 35 mm ASPH. FLE. bei Blende f\/2\" width=\"1127\" height=\"750\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux-1.4_35_FLE_f2.jpg 1127w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux-1.4_35_FLE_f2-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux-1.4_35_FLE_f2-1024x681.jpg 1024w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux-1.4_35_FLE_f2-624x415.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1127px) 100vw, 1127px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2109\" class=\"wp-caption-text\">Testaufnahme mit Leica M9 und Summilux-M 35 mm ASPH. FLE. bei Blende f\/2.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2110\" style=\"width: 1137px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2110\" rel=\"attachment wp-att-2110\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2110\" class=\"size-full wp-image-2110\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_2_35_asph_f2.jpg\" alt=\"Testaufnahme mit Leica M9 und Summicron-M 35 mm ASPH. bei Blende f\/2\" width=\"1127\" height=\"750\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_2_35_asph_f2.jpg 1127w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_2_35_asph_f2-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_2_35_asph_f2-1024x681.jpg 1024w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_2_35_asph_f2-624x415.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1127px) 100vw, 1127px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2110\" class=\"wp-caption-text\">Testaufnahme mit Leica M9 und Summicron-M 35 mm ASPH. bei Blende f\/2.<\/p><\/div>\n<p>Jetzt aber zum spannendsten Teil, dem Bokeh. Im Folgenden untereinander abgebildet das Bokeh der beiden Objektive (Bilder stellen Ausschnitte der oben abgebildeten Aufnahmen dar; beide Aufnahmen daher bei Blende f\/2 fotografiert). Erstes Bild wieder mit Summilux, zweites Bild mit Summicron fotografiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_2111\" style=\"width: 798px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2111\" rel=\"attachment wp-att-2111\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2111\" class=\"size-full wp-image-2111\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux_35_Bokeh.png\" alt=\"Bildausschnitt zur Beurteilung des Bokeh. Leica M9 und Summilux-M 35 mm ASPH. FLE bei Blende f\/2.\" width=\"788\" height=\"498\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux_35_Bokeh.png 788w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux_35_Bokeh-300x190.png 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summilux_35_Bokeh-624x394.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 788px) 100vw, 788px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2111\" class=\"wp-caption-text\">Bildausschnitt zur Beurteilung des Bokeh. Leica M9 und Summilux-M 35 mm ASPH. FLE bei Blende f\/2.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2112\" style=\"width: 786px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2112\" rel=\"attachment wp-att-2112\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2112\" class=\"size-full wp-image-2112\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_35_Bokeh.png\" alt=\"Bildausschnitt zur Beurteilung des Bokeh. Leica M9 und Summicron-M 35 mm ASPH. bei Blende f\/2.\" width=\"776\" height=\"498\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_35_Bokeh.png 776w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_35_Bokeh-300x193.png 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Summicron_35_Bokeh-624x400.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 776px) 100vw, 776px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2112\" class=\"wp-caption-text\">Bildausschnitt zur Beurteilung des Bokeh. Leica M9 und Summicron-M 35 mm ASPH. bei Blende f\/2.<\/p><\/div>\n<p>Es ist alleine Geschmackssache, welches der beiden Bokehs ihr besser findet. Ohne jeden Zweifel ist das Bokeh des Summilux etwas weicher und sanfter. Das Summicron wirkt etwas unruhiger, im Bereich der Dachziegel schon fast etwas hektisch.<\/p>\n<p>Die Testbilder stammen \u00fcbrigens von Thomas Kaspar \u2013 danke nochmals daf\u00fcr. <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/kaspart-\/\" target=\"_blank\">Schaut bitte auch mal auf seiner Flickr-Seite vorbei!<\/a><\/p>\n<p>Nun aber zu meiner Wahl. Ich fotografiere mit zwei Objektiven:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/de.leica-camera.com\/Fotografie\/Leica-M\/M-Objektive\/Summilux-M-1-1,4-50-mm-ASPH\" target=\"_blank\">Summilux-M 1:1,4\/50 mm ASPH<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.leica-camera.com\/Fotografie\/Leica-M\/M-Objektive\/Summicron-M-1-2-35-mm-ASPH\" target=\"_blank\">Summicron-M 1:2\/35 mm <\/a><a href=\"http:\/\/de.leica-camera.com\/Fotografie\/Leica-M\/M-Objektive\/Summicron-M-1-2-35-mm-ASPH\">ASPH<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Warum nun genau diese Kombination? Als ich vor gut einem Jahr auf Leica umgestiegen bin, wusste ich, dass ich mir nicht mehr als 2 Objektive leisten konnte. Ich wusste, dass mir an meiner alten Kamera das 50 mm so viel Spa\u00df gemacht hat, dass ich auf diese Brennweite unm\u00f6glich verzichten konnte. Die 35 mm gelten in der Leica-Szene als Standard, und reizten mich daher extrem (ohne zu wissen, auf was ich mich einlassen w\u00fcrde). Somit war die Entscheidung f\u00fcr die Brennweite(n) gefallen, musste nur noch die Lichtst\u00e4rke gew\u00e4hlt werden. Ich recherchierte unglaublich viel, las Erfahrungsberichte und versuchte, mich in meine zuk\u00fcnftige Art der Fotografie hineinzuversetzen. Ich entschied mich dann f\u00fcr das Summilux-M 1:1.4\/50 mm ASPH. und das Summicron-M 1:2\/35 mm ASPH und verzichtete auf das Summilux-M 1:1.4\/35 mm ASPH. FLE. F\u00fcr das Summicron entschied am Ende der Preis und die etwas geringere Abh\u00e4ngigkeit von Streulicht.<\/p>\n<p>Da ich damals relativ wenig Ahnung von der Leica-Qualit\u00e4t und den damit einhergehenden Anspr\u00fcchen hatte, akzeptierte ich mein Urteil. Heute bin ich sehr gl\u00fccklich mit dem Summicron, aber hin und wieder ertappe ich mich nat\u00fcrlich schon beim &#8222;Nachdenken \u00fcber das Summilux&#8220;. Und wenn ich mir den Bokeh-Vergleich von oben ansehe, muss ich sagen, w\u00fcnschte ich mir (manchmal) das 35er Summilux an meiner Kamera; ich w\u00fcrde aber trotzdem das kleine, feine und kompakte 35er Summicron vermissen. Die Alternativen beim 50 mm kamen hingegen f\u00fcr mich nie in Frage; das Noctilux-M ist einfach zu teuer, optisch nicht ganz so gut wie das Summilux und in seiner Abbildung sehr speziell. Beim Summicon und Summarit hingegen gefielen mir das Bokeh nicht (da zu unruhig).<\/p>\n<h1><span style=\"color: #999999;\">Wohin die Reise geht&#8230;<\/span><\/h1>\n<p>Als Erg\u00e4nzung bzw. als Weiterentwicklung des Objektivparks gibt es f\u00fcr mich zwei M\u00f6glichkeiten: (1) Erg\u00e4nzung im Weitwinkelbereich (21 mm), oder (2) Ersatz des 35er Summicron durch das Summilux. Ich qu\u00e4le mich nun schon seit Monaten mit einer Entscheidung. Die Preiserh\u00f6hung bei Leica zum 1.1.2015 und die M\u00f6glichkeit, f\u00fcr kurze Zeit mit einem derzeit verf\u00fcgbaren Leica-Gutschein das Objektiv noch etwas billiger zu bekommen (ein gefinkelter Marketing-Gag von Leica), haben das Kribbeln nat\u00fcrlich deutlich erh\u00f6ht. Umso \u00fcberraschender ist es wohl, dass ich mich f\u00fcr keine der beiden Alternativen entschieden habe. Ich werde zun\u00e4chst weiter mit meinen beiden Objektiven fotografieren und alles so belassen wie es derzeit ist. Warum? Weil ich die zwei Objektive noch nicht an ihre Grenzen getrieben habe und weil ich sie noch nicht zur Gen\u00fcge kenne. Ich bin der Meinung, dass man aus seinem Equipment das Maximum raus holen muss und sich nicht durch neue Teile ablenken lassen sollte. Also weiter mit 35 mm und 50 mm (Summicron und Summilux) \u2013 in der Einschr\u00e4nkung liegt die Kreativit\u00e4t! In einem Jahr werde ich wieder evaluieren und nachdenken&#8230; wir werden sehen!<\/p>\n<div id=\"attachment_2128\" style=\"width: 1133px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=2128\" rel=\"attachment wp-att-2128\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2128\" class=\"size-full wp-image-2128\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006154.jpg\" alt=\"Eisrose. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f\/1.4.\" width=\"1123\" height=\"750\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006154.jpg 1123w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006154-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006154-1024x684.jpg 1024w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/L1006154-624x417.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1123px) 100vw, 1123px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2128\" class=\"wp-caption-text\">Eisrose. Fotografiert mit Leica M und Summilux-M 50 mm @ f\/1.4.<\/p><\/div>\n<p>Damit bin ich am Ende eines, zugegebenerma\u00dfen, etwas l\u00e4ngeren Beitrags angekommen. Ich hoffe, ihr habt trotzdem bis zum Ende gelesen&#8230;<\/p>\n<p>Meine wichtigsten Tipps zu Schluss:<\/p>\n<ul>\n<li>Legt euch vor allem Festbrennweiten zu und verzichtet auf die \u201eUltimativen-Ultra-Reise-Zoom-Objektive\u201c.<\/li>\n<li>Studiert MTF-Kurven und technische Details nur am Rande und besch\u00e4ftigt euch mit Beispielbildern, wenn ihr ein Objektiv w\u00e4hlt.<\/li>\n<li>Geht raus und fotografiert und verbringt nicht Tage und Wochen, um euch durch Forenbeitr\u00e4ge und Testberichte zu w\u00fchlen!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Euer LiK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viel zu oft geht es in Gespr\u00e4chen zwischen Fotografen nur um die Kamera. Wie viele Megapixel, k\u00fcrzeste Verschlusszeit, etc. Die Kamera tr\u00e4gt zum eigentlichen Bild aber nur sehr wenig bei. Sehr viel wichtiger (neben dem Fotografen und seinen Ideen!) ist das verwendete Objektiv. Das Objektiv bestimmt, wie das Sujet abgebildet wird \u2013 Brennweite, Blende, Rendering, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[33,61,75,5,3],"tags":[95,152,118,117],"class_list":["post-2106","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leica","category-leica-m-typ-240","category-review","category-shooting","category-technisches","tag-leica-m","tag-leica-m-typ-240","tag-objektive","tag-technisches"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2106","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2106"}],"version-history":[{"count":18,"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2106\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2168,"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2106\/revisions\/2168"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}