{"id":1858,"date":"2014-06-14T12:39:12","date_gmt":"2014-06-14T10:39:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=1858"},"modified":"2014-06-14T12:40:24","modified_gmt":"2014-06-14T10:40:24","slug":"gastbeitrag-taugt-die-was-die-leica-m-im-professionellen-einsatz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=1858","title":{"rendered":"Gastbeitrag: Taugt die was ? Die Leica M im professionellen Einsatz."},"content":{"rendered":"<p>In unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wird es auf meinem Blog von nun an Beitr\u00e4ge anderer Fotografen geben. Eine neue Serie sollte man immer mit einem riesigen Knall starten &#8211; so auch hier. Einen Beitrag den ich einfach nur wunderbar finde&#8230; Wenn auch ihr Lust habt einen Beitrag f\u00fcr meinen Blog zu schreiben, dann meldet euch einfach bei mir.<\/p>\n<p>Der nachfolgende Text ist ein Gastbeitrag von <strong>Sven Tetzlaff<\/strong>. Mehr \u00fcber den Autor findet ihr am Ende des Beitrages. Das Copyright des Textes und der Bilder liegt beim Autor.<\/p>\n<h1 align=\"justify\">Taugt die was ? Von S\u00e4gen, Hobeln und Pfannen.<\/h1>\n<p align=\"justify\">Menschen mit Fotoapparaten sind \u2026 Ja, was eigentlich? Vereinfacht man die \u00f6ffentliche Wahrnehmung, dann sind Menschen mit Kameras &#8211; vor allem Besitzer von Kameras. Je gr\u00f6\u00dfer dieser Apparat ist, desto \u201cprofessioneller\u201d muss der Besitzer sein. Zwar k\u00e4me kaum jemand auf den Gedanken, einen Koch \u00fcber seine T\u00f6pfe oder einen Tischler \u00fcber seine S\u00e4gen zu definieren &#8211; also einen X-Topf-Besitzer oder Y-S\u00e4gen-Besitzer. Im \u201cprofessionell\u201d steckt zu allem \u00dcberfluss noch, dass er mit der Kamera irgendwas berufliches anstellt. Und wenn man etwas beruflich macht, so die Konklusion, dann macht man es immer besonders gut und ansonsten eben nicht. Besitzt man also X oder Y, dann ist man nat\u00fcrlich automatisch \u201cprofessionell\u201d, sonst w\u00fcrde man so etwas ja nicht sein Eigentum nennen. Nat\u00fcrlich wei\u00df jeder, dass dies v\u00f6lliger Unsinn ist. Schaut man sich seine Bilder an, die vor etlichen Jahren der Schulfotograf (\u201cprofessionell\u201d) geschossen hat, dann k\u00f6nnte man sogar auf den Gedanken kommen, dass \u2026 ach lassen wir das besser.<\/p>\n<div id=\"attachment_1861\" style=\"width: 1009px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1861\" rel=\"attachment wp-att-1861\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1861\" class=\"wp-image-1861 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Birdwatcher-1.jpg\" alt=\"Botany Garden Hangzhou\" width=\"999\" height=\"666\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Birdwatcher-1.jpg 999w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Birdwatcher-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Birdwatcher-1-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1861\" class=\"wp-caption-text\">Birdwatcher in Hangzhou im Essigpflaumengarten (fotografiert mit Canon 5DMkII).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Es ist wie mit dem genannten Koch oder dem Tischler, wenn diese nicht mit Liebe hinter ihrem Beruf stehen, dann wird das nichts. Und zu dieser Liebe geh\u00f6rt nunmal auch eine gewisse Zuneigung &#8211; bis hin zur Abh\u00e4ngigkeit &#8211; zu seinen Werkzeugen. Also den T\u00f6pfen, den Messern bzw. Hobeln, S\u00e4gen, und was es da noch so alles gibt. Und um das ultimative Essen zuzubereiten, das perfekte M\u00f6bel abzuliefern, ist nicht zwingend der Besitz des teuersten, bekanntesten, verbreitetsten Werkzeuges notwendig. Das kann auch ein unscheinbarer Hobel oder eine oifige schmiedeeiserne Pfanne sein, welche schon seit Generationen weitergereicht wurden. Im Prinzip gilt das auch f\u00fcr Fotografen-Werkzeuge. Doch so wie der elektrische Strom die K\u00fcche oder die Tischlerwerkstatt ver\u00e4ndert haben, so hat die Digitaltechnik das alte Fotografenhandwerk gr\u00fcndlich umgekrempelt (und daf\u00fcr bin ich sehr dankbar &#8211; gleichwohl ich auch heute noch gerne analog fotografiere).<\/p>\n<div id=\"attachment_1862\" style=\"width: 1009px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1862\" rel=\"attachment wp-att-1862\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1862\" class=\"wp-image-1862 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Temple-1.jpg\" alt=\"LingYin Temple Hangzhou\" width=\"999\" height=\"666\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Temple-1.jpg 999w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Temple-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Temple-1-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1862\" class=\"wp-caption-text\">LinYin-Tempel Hangzhou (Fotografiert mit Canon 5DMkII).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Jedoch, diese alten Werkzeuge hatten tradierte Formen und stille \u00dcbereink\u00fcnfte hinsichtlich der Handhabung, die man in keinem Handbuch suchen musste. Es mag sein, dass ein Hobel oder eine Pfanne Bedienungsanleitungen haben, aber eigentlich braucht man die nicht (oder?). Es ist einfach klar was zu tun ist und wie man sie benutzt. Und je besser &#8211; also handlicher die Formgebung, und je intuitiver die Bedienung ist, desto einfacher ist es f\u00fcr den Koch, Tischler und den Fotografen zu seinem richtigen, guten und sch\u00f6nen Produkt zu kommen &#8211; vorausgesetzt, man versteht sein Handwerk selbst. Im Umkehrschluss, je weniger intuitiv und je unwilliger ich mit meinen Werkzeugen arbeite, desto mehr muss ich achtgeben, und umso mehr wird meine Kreativit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt. Das ist ein universelles Gesetz und gilt ohne Ausnahme bei allem, was wir mit Werkzeugen erschaffen. Der geneigte Leser kann sich jetzt den Spass machen und diverse aktuelle Gadgets, Software, Betriebssysteme oder Gebrauchsgegenst\u00e4nde nach diesem Gesetz abklopfen.<\/p>\n<h1 align=\"justify\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Am Ende z\u00e4hlt, WAS er aus seiner Zeit \u201cgemacht\u201d (erschaffen) hat &#8211; und nicht, WOMIT er sie verbracht hat.<\/em><\/span><\/h1>\n<p align=\"justify\">Das eigentliche Problem dabei, es wird mir durch unzureichende oder unbefriedigende Werkzeuge Zeit gestohlen. Doch meine Zeit ist limitiert. Und wegen dieses Limits geh\u00f6rt sie zu dem wertvollsten Gut, das ich besitze. Und damit ist eigentlich auch klar, dass es v\u00f6llig egal ist, ob ein Fotograf seine \u201cberufliche\u201d Zeit oder seine Freizeit verschwendet. Am Ende z\u00e4hlt, WAS er aus seiner Zeit \u201cgemacht\u201d (erschaffen) hat &#8211; und nicht, WOMIT er sie verbracht hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_1863\" style=\"width: 1009px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1863\" rel=\"attachment wp-att-1863\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1863\" class=\"wp-image-1863 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Lederhose.jpg\" alt=\"Lederhose\" width=\"999\" height=\"749\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Lederhose.jpg 999w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Lederhose-300x224.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Lederhose-624x467.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1863\" class=\"wp-caption-text\">Leica M mit Ledertasche &#8211; sieht einfach geil aus!<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Mein Beruf ist Fotojournalist, was soviel bedeutet, dass ich die Bilder zu meinen Artikeln gleich mitliefere. Mein Hobby ist das Fotografieren. Zwischen beidem gibt es viele \u00dcberschneidungen. Dennoch ist es nicht ganz genau das gleiche. Die Motive, die ich in meiner Freizeit fotografiere, werden es vermutlich nie in eine Zeitschrift schaffen &#8211; und sollen es eigentlich auch nicht. Meine privaten Motive finde ich z.B. morgens am See, wo ich die Leute beim TaiChi beobachte, auf Nachtm\u00e4rkten, auf Veranstaltungen, beim Reisen und von den vorangegangenen Sujets etwas abweichend, bei der Tanzfotografie. Entsprechend war f\u00fcr mich die Entscheidung, mir f\u00fcrs Privatvergn\u00fcgen eine Leica M (Typ 240) zu zuzulegen (kaufen sagt man bei den Preisen ja nicht mehr), naheliegend &#8211; da man diese Sujets ja gerne mit klassischer Leicafotografie verbindet. Beruflich wiederum besuche ich Firmen, Fabriken, Messen, Projekte oder irgendwelche Events, interviewe Entscheider und \u00e4hnliches mehr. Trotz der genannten \u00dcberschneidungen hab ich den Gedanken, die M beruflich zu nutzen, anfangs zur\u00fcckgestellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1864\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1864\" rel=\"attachment wp-att-1864\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1864\" class=\"wp-image-1864 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/TaiChi-1.jpg\" alt=\"T'ai chi ch'uan\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/TaiChi-1.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/TaiChi-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/TaiChi-1-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1864\" class=\"wp-caption-text\">Morgens am Westsee in Hangzhou (fotografiert mit Leica M).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Es gibt da ja dieses recht bekannte <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dIiFffohoQg\" target=\"_blank\">Video von Mark Zaretti<\/a>, von dem ich mich tats\u00e4chlich ein bisschen beeinflussen lassen habe. Zu Unrecht, wie ich jetzt wei\u00df. Dabei ist es eigentlich kurios, man mag Mark immerzu zustimmen, dennoch ist meine Konklusion heute eine v\u00f6llig andere. Der urspr\u00fcngliche Denkfehler liegt in dem was ich Eingangs sagte. Entscheidend ist n\u00e4mlich: Wie viel Lebenszeit muss ich f\u00fcr ein Werk spenden, das meinen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgt, das mich befriedigt und das auch andere (privat und beruflich) \u00fcberzeugt. Der ganze technische Kram ist am Ende, wenn ich beide Produkte &#8211; oder besser Werke &#8211; nebeneinander lege, v\u00f6llig belanglos. Mit ein wenig Spa\u00df und zu viel Geld, h\u00e4tte man Marks Endorphine, das Oxytycin, das Adrenalin, den Blutdruck und die Herzfrequenz w\u00e4hrend des Tests messen k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich pr\u00e4sentiert Mark unbewusst seine K\u00f6rper-Werte ja auch st\u00e4ndig rein verbal mit <em>\u201cThis is your joy ride &#8211; not your work horse.\u201d<\/em> oder <em>\u201cIt fits in the hand so well\u2026everything is just perfect.\u201d<\/em> oder <em>\u201cwow its phantastic \u2026\u201d<\/em>. Das sind alles Beschreibungen, die weder mir noch ihm zu seiner DSLR einfallen w\u00fcrden. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Mark die Kamera nur f\u00fcr eine sehr kurze Zeit geliehen. Und das ist wohl auch der Punkt. Mit etwas mehr Zeit, einer intensiveren Einarbeitung und vor allem mit der selbstauferlegten Bedingung, v\u00f6llig unvoreingenommen zu sein, bekommt man n\u00e4mlich die Widerspr\u00fcche zwischen seinen enthusiastischen Kommentaren und seinem so g\u00e4nzlich anderen Fazit aufgel\u00f6st.<\/p>\n<div id=\"attachment_1865\" style=\"width: 1009px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1865\" rel=\"attachment wp-att-1865\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1865\" class=\"size-full wp-image-1865\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMMesse.jpg\" alt=\"Rundgang der Offiziellen auf der CEEC in Beijing (fotografiert mit Leica MM)\" width=\"999\" height=\"665\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMMesse.jpg 999w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMMesse-300x199.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMMesse-624x415.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1865\" class=\"wp-caption-text\">Rundgang der Offiziellen auf der CEEC in Beijing (fotografiert mit Leica MM)<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Wie gesagt, ich war auch skeptisch was den Einsatz der M im allt\u00e4glichen Gesch\u00e4ft betrifft. Wollte es dann aber doch wissen. Die ideale Gelegenheit ergab sich mit zwei aufeinanderfolgenden Businesstrips, zuerst zur SNEC Messe nach Shanghai und dann gleich drauf zu einer einw\u00f6chigen Firmentour nach Taiwan. Bis dahin hatte ich die M ausschliesslich privat genutzt. W\u00e4hrend dieser ersten Zeit habe ich mich sehr schnell an die Limits und an die M\u00f6glichkeiten der M herangetastet. Ich fotografiere auch analog mit einer Rangefinder-Kamera, die den Spitznamen \u201cTexas-Leica\u201d weghat. Wer die kennt, der weiss auch warum sie diesen nicht schmeichelhaft gemeinten Namen tr\u00e4gt. Allerdings sind sich die beiden Kameras in der Handhabung tats\u00e4chlich so dermassen \u00e4hnlich, dass es fast schon unheimlich war. Zuerst bin ich erst gar nicht auf den Gedanken gekommen, die Vorz\u00fcge der Digitaltechnik der M zu nutzen. Also nicht aufs Display geschaut, A-Priorit\u00e4t nicht genutzt und zweimal hab ich sogar den Handbelichtungsmesser gez\u00fcckt &#8211; mittenmang von ein paar Fotografenfreunden, mit denen ich mich morgens am See getroffen hatte. Ich hab das nicht aufgekl\u00e4rt, daher kann mir jetzt vorstellen, dass einige von denen tats\u00e4chlich denken, dass die M keinen internen Belichtungsmesser hat. Die wesentliche Erkenntnis, welche sich sofort einstellt, ist: alles dauert l\u00e4nger. Ein scheinbarer Widerspruch zu dem bereits gesagten, aber ich kl\u00e4r das sp\u00e4ter auf.<\/p>\n<h1 align=\"justify\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Die wesentliche Erkenntnis, welche sich sofort einstellt, ist: alles dauert l\u00e4nger.<\/em><\/span><\/h1>\n<p align=\"justify\">Mangels Autofokus hab ich nur begrenzte M\u00f6glichkeiten ein technisch scharfes Foto zu machen. Ich kann mit der Hyperfokaldistanz rummachen, wie dies bekannte Streetfotografen ja auch gerne tun. Dann fehlt mir nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit, mit der Blende zu gestalten. Andererseits habe ich die M\u00f6glichkeit pr\u00e4zise und so schnell es eben geht, manuell zu fokussieren. Die positive Nachricht ist, es geht manuell schneller als man eigentlich denkt. Dennoch, man ist selten so schnell wie mit einem Autofokus. Bei ganz offener Blende kommt hinzu, dass es schnell passiert, dass beim <em>Focus &amp; Recompose<\/em>, das Motiv wegen der sich ergebenden Parallaxe &#8211; wenn das Motiv nicht bildmittig ist &#8211; aus dem Sch\u00e4rfebereich heraustreten kann. Mir ist das oft genug passiert und da hilft letztlich einfach nur solange zu \u00fcben, bis man ein Gef\u00fchl daf\u00fcr bekommt, wie weit man es treiben kann. Eine weitere Schwierigkeit ist die gew\u00fcnschte Belichtungszeit. Die Messwertaufnahme erfolgt in der Bildmitte. Will ich aber diesen gerade nicht haben, dann nehme ich den Messwert woanders auf und zwar indem ich den Ausl\u00f6ser halbgedr\u00fcckt halte. Das ist, wenn man bei den DSLRs genau dieses Vorgehen f\u00fcr die Autofokuseinstellung benutzt hat, enorm verwirrend. Jeder findet da wahrscheinlich seinen eigenen Weg, ich benutze mittlerweile \u00fcberwiegend die Blendenpriorit\u00e4t in Kombination mit der manuellen Belichtungskorrektur. Tats\u00e4chlich besitzt die M auch die anderen von DSLR bekannten Messwertaufnahmen wie Spot und Mehrfeld, aber ich bin nach langer Probiererei dann doch immer wieder zu der klassischen mittenbetonten Messwertaufnahme zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1866\" style=\"width: 1009px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1866\" rel=\"attachment wp-att-1866\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1866\" class=\"size-full wp-image-1866\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMPortrait.jpg\" alt=\"Portrait von Mathias Kuepper, CEO K\u00f6lnmesse Beijing (fotografiert mit Leica MM).\" width=\"999\" height=\"665\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMPortrait.jpg 999w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMPortrait-300x199.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MMPortrait-624x415.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1866\" class=\"wp-caption-text\">Portrait von Mathias Kuepper, CEO K\u00f6lnmesse Beijing (fotografiert mit Leica MM).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Wie auch immer, dieser sehr intime Umgang mit den Grundlagen der Fotografie (Blende, Fokus, Tiefensch\u00e4rfe, etc.) zwingt einen dazu alles sehr bewusst und jeden einzelnen Arbeitsschritt zu planen und nat\u00fcrlich zu verinnerlichen. Da ist dann nichts mehr mit \u201cMagic\u201d aus dem Kameraprozessor. Alles ist klar und ich kann genau Ursache und Wirkung benennen. Diese Bewusstheit zieht sich nat\u00fcrlich zwangsl\u00e4ufig bis zur Bildgestaltung durch. Es verbietet sich von selbst, dass man mit RatterRatterRatter bei 20 Bildern pro Sekunde rein prophylaktisch auf ein Motiv mal eben so \u201cdraufh\u00e4lt\u201d &#8211; denn das w\u00fcrden dann exakt 20 Abfall-Bilder pro Sekunde werden. Und hier schliesst sich dann auch der Kreis. Ich mache mit der M zwangsl\u00e4ufig weniger, aber daf\u00fcr deutlich bessere und bewusster geplante Bilder. Der Zufall (f\u00fcr Manche das Gl\u00fcck) spielt weitgehend keine Rolle mehr. Wenn ich nun die Bilder in CaptureOne (oder Lightroom) lade, dann ist der Unterschied der reinen Bilderanzahl zu meinen DSLR-Ausbeuten geradezu frappierend. Ich brauche in der Nachbearbeitung inklusive Verschlagwortung praktisch niemals l\u00e4nger als eine Minute pro Bild und dies bei relativ wenig Bildern. Die ganze Zeit, die ich in die Gestaltung und die Planung w\u00e4hrend des Fotografierens gesteckt habe, bekomme ich nun doppelt und dreifach wieder gutgeschrieben.<\/p>\n<div id=\"attachment_1867\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1867\" rel=\"attachment wp-att-1867\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1867\" class=\"wp-image-1867 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SNECMesse-1.jpg\" alt=\"SNECMesse-1\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SNECMesse-1.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SNECMesse-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SNECMesse-1-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1867\" class=\"wp-caption-text\">Openening-Ceremony (fotografiert mit der Leica M (Typ 240)).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Mit diesen Erfahrungen im Rucksack bin ich dann also zu dem besagten Businesstrip angetreten und zwar nur mit der M &#8211; also ohne Netz und doppeltem Boden. Dazu ein 580EXII, einen DFM3 Belichtungsmesser nebst Graukarte, sowie 3 Objektive (Summicron 2\/35mm ASPH, Zeiss Pancolar 1.8\/50mm, Zeiss Sonnar 4\/135mm). Im Vergleich zum \u00fcblichen Canon-Gep\u00e4ck (MkII, 2.8\/70-200, 2.8\/28-70, TSE 3.5\/24, 580EXII, etc.), war das eine drastische Gewichtsreduzierung und somit schon f\u00fcr sich genommen ein Mehrwert. Auf der Messe, z.B. w\u00e4hrend der Opening-Ceremonie haben sich dann auch die Grenzen der M gezeigt. Muss man tats\u00e4chlich mal ein Tele benutzen, dann geht das zwar mit der M, aber die Kombination Life-View und manuelles Fokussieren ist gelegentlich wirklich zu langsam. Besonders dann, wenn man sich im Get\u00fcmmel mit den Kollegen um jeden halbwegs akzeptablen Platz rangeln muss. Diese halten dann einfach ihre DSLR aus der Menge \u00fcber den Kopf und hoffen, dass AF und Dauerfeuer wenigstens ein halbwegs akzeptables Bild herauslassen. Irgendwie geht das dann doch schon in Richtung Sportfotografie. Andererseits, macht die M gerade bei den Portraits sowie beim unauff\u00e4lligen Fotografieren des Standgeschehens den verlorenen Boden wieder mehr als wett. Die DSLRs sind eben alles andere als diskret. Die Reise nach Taiwan im Anschluss zur SNEC bestand eine ganze Woche lang aus immer den gleichen Abl\u00e4ufen: 1) Firma besuchen, Empfang, 2) Interview, w\u00e4hrend dessen Portraits, 3) Produktionsbesichtigung, 4) Imagefoto vom Chef &#8211; und das ganze 4 mal am Tag und 5 Tage die Woche. Bei einem solchen Trott verf\u00e4llt man schnell der Versuchung, die ganze Sache einfach &#8222;abzuschiessen&#8220; &#8211; die Fotos sehen am Ende auch entsprechend aus.<\/p>\n<h1 align=\"justify\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Das ist zwar albern, best\u00e4tigt aber immerhin doch das Klischee, dass man mit kleinen Kameras nicht ernst genommen wird.<\/em> <\/span><\/h1>\n<p align=\"justify\">Die M wiederum verweigert sich dieser Routine aus den o.g. Gruenden vehement. &#8222;Abschiessen&#8220; geht nicht &#8211; und das hat mir definitiv so manches Bild gerettet. Eine kurze Anekdote zu den Produktionsbesichtigungen: manchmal ist es nur eingeschr\u00e4nkt erlaubt, in der Produktion zu fotografieren. Bei einer Firma war es f\u00fcr meinen Kollegen mit einer DSLR (Nikon + 2.8\/70-200 + Flashgun) nicht erlaubt zu fotografieren, w\u00e4hrend ich mit der M und eine andere Kollegin mit einer P&amp;S gerade so durch gerutscht sind. Das ist zwar albern, best\u00e4tigt aber immerhin doch das Klischee, dass man mit kleinen Kameras nicht ernst genommen wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_1868\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1868\" rel=\"attachment wp-att-1868\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1868\" class=\"wp-image-1868 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Interview.jpg\" alt=\"Interview\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Interview.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Interview-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Interview-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1868\" class=\"wp-caption-text\">Interview bei NSP (fotografiert mit der Leica M (Typ 240)).<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1869\" style=\"width: 1009px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1869\" rel=\"attachment wp-att-1869\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1869\" class=\"wp-image-1869 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Produktion.jpg\" alt=\"Solar Cell Manufacturing in NSP\" width=\"999\" height=\"667\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Produktion.jpg 999w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Produktion-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Produktion-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1869\" class=\"wp-caption-text\">Produktion bei NSP (fotografiert mit der Leica M (Typ 240)).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Das Fazit dieses Trips ist eigentlich eine Wiederentdeckung: f\u00fcr derlei Reportagen ist die M bestens geeignet. Wiederentdeckung deshalb, weil die Leica urspr\u00fcnglich auch tats\u00e4chlich als einfache, preiswerte und praktische Reportagekamera gedacht war. Man denke nur an Werner Bischof, Robert Capa, Leni Riefenstahl, bis hin zu Jim Rakete oder Jeff Ascough. Doch diese Auswahl von bekannten &#8222;Leicaisten&#8220; ist nicht ganz willk\u00fcrlich. Die genannten Fotografen (und nat\u00fcrlich auch die vielen ungenannten) fotografieren bzw. fotografierten auch mit vielen anderen Kameras. Capa starb mit einer Contax in der Hand, Ascough ist \u201cCanon Ambasssador\u201d, Riefenstahls ber\u00fchmte Unterwasserbilder entstanden mit der Nikon F3, Jim Rakete nimmt gelegentlich die S2 und schlie\u00dflich selbst Werner Bischof machte Bilder mit allem was ihm in die Hand fiel. In einem Interview mit dem in Asien sehr bekannten Gro\u00dfformatfotografen Yu Xiang, der auch Gr\u00fcnder der Chamonix Kameramanufaktur ist, hab ich gefragt, ob es f\u00fcr Gro\u00dfformat irgendwelche Einschr\u00e4nkungen g\u00e4be.<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>\u201cJa, man kann mit Gro\u00dfformat prinzipiell alles fotografieren. Man erinnere sich an die Bilder f\u00fcr Life, die mit der Graphlex gemacht wurden. Prinzipiell kann man diese Kamera f\u00fcr alle Einsatzzwecke verwenden. Thomas Ruff oder Andreas Gursky zeigen ja das es geht. Ich muss mir genau \u00fcberlegen, wie das Ziel aussehen soll. Es geht eher darum, was ich damit wirklich machen will oder was die Forderung ist, wie z.B. gro\u00dfe Abz\u00fcge oder so, als um die Technik selbst. Wenn ich wei\u00df wohin ich will, dann findet sich auch ein Weg. Na ok, bei Sport wird&#8217;s doch ein bisschen schwierig (lacht) .\u201d<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">Und da ist es wieder! Ich muss als Fotograf vorher wissen, was das Ziel sein soll &#8211; wie das Ergebnis aussehen soll. Ganz genau so, wie ein Bildhauer, der erst mal nur einen Block aus Stein vor sich hat, doch schon vor seinem inneren Auge sieht, was da am Ende erscheinen soll. Und entsprechend suchen sich der Bildhauer und auch der Fotograf ihre passenden Werkzeuge, aber auch das entsprechende Rohmaterial (Sujet) aus, welches zu ihren gewohnten Werkzeugen passt. Ein Bildhauer, der nur Werkzeuge f\u00fcr Sandstein hat, sollte sich nicht gleich mit dem Granit befassen &#8211; womit wir wieder beim Sport w\u00e4ren.<\/p>\n<div id=\"attachment_1870\" style=\"width: 544px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1870\" rel=\"attachment wp-att-1870\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1870\" class=\"wp-image-1870 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Portrait.jpg\" alt=\"Sculptors @CAA\" width=\"534\" height=\"799\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Portrait.jpg 534w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Portrait-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1870\" class=\"wp-caption-text\">Der Bildhauer mit Material und Werkzeug (fotografiert mit Leica M (Typ 240)).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Dieser Artikel soll auf keinen Fall jemanden zu dem Kauf einer Leica M \u00fcberreden. Denn \u00fcberreden ist schlichter Unfug, wenn es um die Auswahl von Werkzeugen geht. Mehr noch, es gibt einen gewissen Kult um die M bzw. Leica ganz allgemein. Mein Rat &#8211; unbedingt ignorieren! Quasireligi\u00f6se Verehrung seiner Werkzeuge verhindert n\u00e4mlich, dass man sie intensiv nutzt und damit auch abnutzt, verbraucht und letztlich zerst\u00f6rt. Ich jedenfalls kenne keinen Koch oder Tischler, der sich seine Pfanne oder Hobel in die Vitrine stellt. Die M ist eine Kamera wie jede andere auch. Jep, es ist wirklich nur eine Kamera und nichts mystisches, erotisches, etc. &#8211; das ist esoterisches Geblubber. Auch Leica muss mit der Technik dealen und wer die diversen Foren durchst\u00f6bert (Stichwort Multifunktionsgriff), der merkt auch, dass sich so eine kleine Firma da zuweilen sehr schwer tun kann. Auch in Wetzlar kocht man nur mit Wasser.<\/p>\n<h1 align=\"justify\"><em><span style=\"color: #808080;\">Quasireligi\u00f6se Verehrung seiner Werkzeuge verhindert n\u00e4mlich, dass man sie intensiv nutzt und damit auch abnutzt, verbraucht und letztlich zerst\u00f6rt.<\/span><\/em><\/h1>\n<p align=\"justify\">Umgekehrt bekommt man viel zu oft von Leuten, die noch nie mit einer Leica ihre eigenen Erfahrungen gemacht haben, diverse Ratschl\u00e4ge und Kommentare zugesteckt. Auch hier gilt &#8211; unbedingt ignorieren! Ganz ehrlich, wer mir gegen\u00fcber mit Datenbl\u00e4ttern oder gar Zeitschriften-\u201cTests\u201d zu argumentieren versucht, dem h\u00f6r ich schlicht nicht zu. Sowohl Esoteriker als auch Datenblatttestfreaks beanspruchen unberechtigterweise meine Lebenszeit f\u00fcr sich. Lebenszeit, die ich viel lieber da drau\u00dfen beim fotografieren nutzen will.<\/p>\n<div id=\"attachment_1871\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1871\" rel=\"attachment wp-att-1871\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1871\" class=\"wp-image-1871 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Schnappschuss.jpg\" alt=\"Just Do It\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Schnappschuss.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Schnappschuss-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Schnappschuss-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1871\" class=\"wp-caption-text\">Schnappschuss aus dem fahrenden Auto heraus (fotografiert mit Leica M (Typ 240)).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Ein berechtigter Einwand, der zu diesem Artikel kommen k\u00f6nnte, ist die Frage nach den diversen Systemkameras. Tats\u00e4chlich habe ich mir eine Fuji X100 gekauft und au\u00dferdem einige Zeit mit der X-Pro1 gelieb\u00e4ugelt. Doch was mich daran st\u00f6rt, dass ist der kleine Sensor. Ich hab APS schon nicht leiden k\u00f6nnen als es noch analog war. Und analog ist diese Format ja auch grandios gescheitert. Wer h\u00e4ufig mit MF fotografiert, dem kommt selbst Kleinbild wie ein Kompromiss vor. Die Sensorfl\u00e4che nochmals um den Faktor 2.6x (APS-C) oder gar 3.8x (\u00b5FT) zu schrumpfen, ist ein Kompromiss, den ich nicht mitgehen w\u00fcrde &#8211; nicht mitgehen kann. Dies mag in 50% der Anwendungsf\u00e4lle lediglich eine psychologische H\u00fcrde sein, doch wie ich oben schrieb, allein der &#8222;Unwillen&#8220; w\u00fcrde mich kolossal ausbremsen. Daher gilt f\u00fcr mich ganz pers\u00f6nlich: Systemkameras? Ja gerne, aber mit einem &#8222;richtigen&#8220; Sensor und auch einem Sucher (egal ob elektronisch, optisch oder hybrid), der es mir erm\u00f6glicht, mit dem einen Auge Dies und mit dem anderen Das zu sehen. Sollte Fuji die X-Pro1 hin zu einem Kleinbildsensor aufbohren, m\u00fcssen wir uns hier nochmals treffen (die Sony \u03b1 7(R) hab ich bislang noch nicht in der Hand gehabt).<\/p>\n<div id=\"attachment_1872\" style=\"width: 544px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1872\" rel=\"attachment wp-att-1872\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1872\" class=\"wp-image-1872 size-full\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Street.jpg\" alt=\"Ximen Night \/ Taipei (Taiwan)\" width=\"534\" height=\"799\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Street.jpg 534w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Street-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 534px) 100vw, 534px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1872\" class=\"wp-caption-text\">Streetlive in Taipei Ximending (fotografiert mit Leica M (Typ 240)).<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\"><strong>Fazit:<\/strong> Die Leica M (Typ 240) ist f\u00fcr mich das ideale Werkzeug f\u00fcr die meisten meiner Einsatzf\u00e4lle. Ich werde sie in Zukunft sowohl privat als auch beruflich intensiv und bevorzugt nutzen. Ich kann keine realistischen Angaben in der Art &#8222;80% M und 10% DSLR und 5% MF 5% Andere&#8220; machen, dies wird die Zeit ergeben. Momentan bin ich auf dem Trip, dass ich m\u00f6glichst viel mit der kleinen M und m\u00f6glichst wenig mit den &#8222;Trums&#8220; machen m\u00f6chte. Gleichwohl sind mir das Limit der M bewusst, also beim Sport (au\u00dfer Angeln und Schach) wird das wohl nichts &#8211; oder doch ?<\/p>\n<h2 align=\"justify\"><strong>Der Autor:<\/strong><\/h2>\n<p align=\"justify\">Sven Tetzlaff ist ein deutscher Fotojournalist in Asien, der abwechselnd in Hangzhou, Hong Kong und Singapore wohnt. Er ist einerseits Freelancer, aber auch Angestellter der Agentur Charlotte Green Co. Ltd. Er schreibt und fotografiert als Freelancer \u00fcberwiegend f\u00fcr Zeitschriften, Blogs und Webseiten der Erneuerbaren-Energien-Branche und innerhalb der Agentur \u00fcber alle weiteren m\u00f6glichen und unm\u00f6glichen Themen Asiens &#8211; so auch \u00fcber die Fotografie. Privat und im Netz ist er auf <a href=\"http:\/\/sventetzlaff.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/sventetzlaff.com<\/a> oder bei G+ unter dem Pseudonym +MaxsimKammerer <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/+maxsimkammerer\/posts\" target=\"_blank\">https:\/\/plus.google.com\/+maxsimkammerer\/posts<\/a> zu finden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wird es auf meinem Blog von nun an Beitr\u00e4ge anderer Fotografen geben. Eine neue Serie sollte man immer mit einem riesigen Knall starten &#8211; so auch hier. 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