{"id":1762,"date":"2014-04-15T21:37:08","date_gmt":"2014-04-15T19:37:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=1762"},"modified":"2014-04-16T07:58:53","modified_gmt":"2014-04-16T05:58:53","slug":"sechs-monate-mit-der-leica-m-eine-liebeserklaerung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=1762","title":{"rendered":"Sechs Monate mit der Leica M &#8211; Eine Liebeserkl\u00e4rung"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich die Leica M nun 6 Monate mein Eigen nenne, wird es Zeit f\u00fcr einen kleinen Bericht (wie immer sehr subjektiv und keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit erhebend). Seit Anfang Oktober fotografiere ich nun \u201enur\u201c noch mit der M (liebevoll \u201eLuigi\u201c genannt) und zwei Objektiven: dem Summicron 35 mm 2.0 ASPH und dem Summilux 50 mm 1.4 ASPH. Mit der Kamera habe ich inzwischen \u00fcber 2.500 Bilder gemacht. Die (nach meiner Meinung) relativ geringe Anzahl an Ausl\u00f6sungen ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass durch die M eine deutliche \u201eEntschleunigung\u201c der eigenen Fotografie stattfand und zum anderen eine relativ stressige berufliche Zeit hinter mir liegt. 2.500 Bilder sind aber ausreichend, um die F\u00e4higkeiten der Kamera einsch\u00e4tzen und vergleichen zu k\u00f6nnen und die Ver\u00e4nderungen am eigenen Stil festzumachen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1771\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1771\" rel=\"attachment wp-att-1771\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1771\" class=\"size-full wp-image-1771\" alt=\"Entschleuningung pur: Summicron 35 mm ASPH @ 1.4\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001969.jpg\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001969.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001969-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001969-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1771\" class=\"wp-caption-text\">Entschleunigung pur: Leica M und Summicron 35 mm ASPH @ 2.0<\/p><\/div>\n<p>Beginnen wir mit den <strong>technischen Dingen<\/strong>. Viel habe ich ja bereits in meinem <a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=1500\" target=\"_blank\">ersten Bericht vorweggenommen<\/a> \u2013 die Leica M ist (und bleibt wohl auch) f\u00fcr mich die ideale Kamera. Klein, kompakt und mit einer unglaublichen Bildqualit\u00e4t gesegnet.\u00a0 Die Bedienung war f\u00fcr mich im \u00fcbrigen von Anfang an schl\u00fcssig und ich hatte kaum Schwierigkeiten bei der Umstellung \u2013 lediglich den Wiedergabeknopf (Play) suchte ich am Anfang mehrmals an falscher Stelle. Die Kompaktheit des Systems hat dazu gef\u00fchrt, dass ich die Kamera nun deutlich \u00f6fter dabei habe \u2013 Wochenendausfl\u00fcge, Kurzreisen, Einladungen, \u2026 Das System der Leica M f\u00fchrt aber auch dazu, dass man nicht einfach mal schnell ein Bild macht \u2013 die Kamera zwingt einen, sich mit dem Sujet zu befassen. Die Fokussierung des Bildes erfolgt manuell und irgendwie f\u00fchrt dies zwangsl\u00e4ufig auch dazu, dass der Ausschnitt etwas bewusster gew\u00e4hlt wird. Die Bilder werden mit der M nicht besser, sondern nur ein wenig \u201ebedachter\u201c. Daf\u00fcr gibt es keine direkte Erkl\u00e4rung (und einige werden mir vielleicht sogar widersprechen) \u2013 f\u00fcr mich funktioniert es aber (ich schaue wohl einfach l\u00e4nger durch den Sucher). Und nat\u00fcrlich gilt noch immer das oft zitierte Klischee, dass man mit dieser Kamera nicht auff\u00e4llt und weitgehend unbeobachtet fotografieren kann. Zudem nehmen die Menschen diese &#8222;alt aussehende&#8220; Kamera nicht ernst\u00a0\u2013 &#8222;und, noch analog unterwegs&#8220; habe ich nicht nur einmal geh\u00f6rt. Dies alles tr\u00e4gt dazu bei, sich etwas unsichtbarer bewegen zu k\u00f6nnen, was in der Street-Fotografie unglaublich wichtig ist.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #808080;\"><em>Die M zwingt einen, sich mit dem Sujet zu befassen.<\/em><\/span><\/h1>\n<p>Positiv fiel mir auf, dass es mit der M wesentlich leichter f\u00e4llt, die Kamera horizontal\/vertikal auszurichten \u2013 die Begrenzung des Suchers (in Form von hellen farblich gekennzeichneten Linien) erlaubt die perfekte Ausrichtung am Horizont oder an entsprechend vorhandenen Linien. Des Weiteren verdunkeln ND-Filter nicht den Sucher (eine Tatsache, die v\u00f6llig logisch ist, ich mir aber vorher nicht wirklich bewusst gemacht habe). Vor allem sehr starke ND-Filter machen es mit einer Spiegelreflexkamera ja fast unm\u00f6glich, eine entsprechende Bildkomposition vorzunehmen \u2013 anders bei der M. Vor dem Fokussieren hatte ich am Anfang (wie wohl jeder Umsteiger) am meisten Respekt. Umso \u00fcberraschender war es, dass dieser Prozess erstaunlich leicht und einfach von der Hand geht. Statische Motive sind schnell scharf gestellt, bewegte Motive ben\u00f6tigen etwas \u00dcbung \u2013 wenngleich die M sicher nicht geeignet ist, um Sportevents zu fotografieren (bei einem Marathon Anfang April hatte ich mir die H\u00e4nde wund fokussiert). Zu beachten ist nat\u00fcrlich auch, dass man bei Leica nun pl\u00f6tzlich Objektive in der Hand hat, die es einem erlauben, mit weit ge\u00f6ffneter Blende zu arbeiten \u2013 die Sch\u00e4rfentiefe oft nur wenige Millimeter oder Zentimeter. Ein Fehlfokussieren f\u00e4llt also doppelt ins Gewicht. Ein guter Tipp: die Kamera auf eine fixe Distanz fokussieren und das Objekt in die Fokuseben eintreten lassen \u2013 schon Henri Cartier-Bresson hat auf diese Weise erstaunliche Bilder zustande bekommen.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #808080;\"><em>Verschlusszeit, Blenden, Ausschnitt \u2013 Klick!<\/em><\/span><\/h1>\n<p>Neben den technischen Dingen interessiert nat\u00fcrlich, ob man seine \u201e<strong>Sehgewohnheiten<\/strong>\u201c durch ein anderes\/neues Kamerasystem \u00e4ndert. Ich denke, dass es keinen Unterschied macht, ob man von Canon zu Nikon wechselt oder umgekehrt. Ver\u00e4nderung zeigt sich aber sehr wohl, wenn man von einer Spiegelreflexkamera pl\u00f6tzlich auf eine Messsucherkamera wechselt. Nach \u00fcber 20 Jahren mit diversen (D)SLRs kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass einen nichts \u201en\u00e4her\u201c an das Sujet bringt als ein Messsucher. Man blickt durch kein Objektiv\u00a0\u2013 der Sucher\/Ausschnitt bleibt vom Objektiv unbeeinflusst. F\u00fcr mich hat die Fotografie wieder sehr viel von seiner \u201eNat\u00fcrlichkeit\u201c zur\u00fcckgewonnen. Hatte ich in den letzten Jahren immer mehr das Gef\u00fchl, mich vor allem mit der Technik rund um die Fotografie (bzw. die Kamera) zu besch\u00e4ftigen, tritt nun wieder die eigentliche Fotografie in den Vordergrund. Verschlusszeit, Blenden, Ausschnitt \u2013 Klick!<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat der Messsucher auch seine <strong>Nachteile<\/strong> \u2013 je gr\u00f6\u00dfer die Brennweite, desto kleiner der Ausschnitt im Sucher. Da ich mich (derzeit) zwischen 35 mm und 50 mm bewege, ist dies kein wirklicher Nachteil \u2013 im Gegenteil. Als Brillentr\u00e4ger hatte ich bei meinen DSLRs immer das Problem, dass ich nicht das gesamte Sucherbild sah \u2013 bei der M ist das Sucherbild bei 50 mm deutlich gr\u00f6\u00dfer als der auf den Sensor projizierte Teil. Selbst bei 35 mm kann man noch etwas &#8222;jenseits&#8220; der entsprechenden Begrenzungslinien wahrnehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1770\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1770\" rel=\"attachment wp-att-1770\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1770\" class=\"size-full wp-image-1770\" alt=\"Blumenfeld auf Korsika: Summicron 35 mm ASPH @ 1.4\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002063.jpg\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002063.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002063-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002063-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1770\" class=\"wp-caption-text\">Blumenfeld auf Korsika: Summicron 35 mm ASPH @ 2.0<\/p><\/div>\n<p>Der <strong>Umstieg<\/strong> auf die Leica M brachte nat\u00fcrlich auch den Verzicht auf variable Brennweiten (Zoom) mit sich. Mit nur 2 Objektiven zu fotografieren kann schon als Hardcore bezeichnet werden\u00a0\u2013 aber es funktioniert. Vielfach entscheide ich mich erst kurz vor einer Fotosession, ob ich nun mit dem 35er oder dem 50er losziehe. Die Einschr\u00e4nkung hat mir schon erstaunliche Blicke auf Dinge und Details offenbart, die mir mit einem Zoom-Objektiv wohl entgangen w\u00e4ren. Einschr\u00e4nkung ist doch immer noch am f\u00f6rderlichsten f\u00fcr die Kreativit\u00e4t. Bei den Objektiven habe ich mich von Anfang an in das Summilux 50 mm 1.4 ASPH verliebt \u2013 was f\u00fcr eine geniale Ansammlung feinster Optik- und Ingenieurskunst. Im Gegenzug hab ich lange mit dem Summicron 35 mm 2.0 ASPH gek\u00e4mpft. Weniger das Objektiv als die Brennweite machten mir Probleme \u2013 kein richtiges Weitwinkel, keine Normalbrennweite. Schlie\u00dflich zwang ich mich dazu, einen Tagesausflug nach Stra\u00dfburg komplett mit dem 35er abzulichten \u2013 Klick! Yes! Und dann war es pl\u00f6tzlich da: das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die 35 mm.<\/p>\n<div id=\"attachment_1767\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1767\" rel=\"attachment wp-att-1767\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1767\" class=\"size-full wp-image-1767\" alt=\"Stra\u00dfburg @ 35 mm\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001695.jpg\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001695.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001695-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001695-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1767\" class=\"wp-caption-text\">Stra\u00dfburg (Frankreich): Summicron 35 mm ASPH @ 8.0<\/p><\/div>\n<p>Pl\u00f6tzlich verstand ich, warum so viele Leica-Fotografen nur mit dieser einen Brennweite fotografieren. Egal, ob Landschaft oder Portrait, man kann damit einfach alles machen (exemplarisch enth\u00e4lt dieser Beitrag nur Bilder, welche mit dem 35er gemacht wurden). Die kleinste Blende von 2.0 erlaubt das Freistellen, das Objektiv ist wesentlich weniger streulichtempfindlich als die 1.4er-Variante und zus\u00e4tzlich so sch\u00f6n klein, dass es sich perfekt an die M f\u00fcgt. Nat\u00fcrlich hat man Situationen, in denen man sich mehr Weitwinkel w\u00fcnscht. Und so steht auf der Einkaufsliste sicher irgendwann das Leica Super-Elmar 21 mm 3.4 ASPH.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #808080;\"><em>Mit nur 2 Objektiven zu fotografieren kann schon als Hardcore bezeichnet werden.<\/em><\/span><\/h1>\n<p>Die <strong>Bildqualit\u00e4t<\/strong> des gesamten Systems ist ausgezeichnet \u2013 da ein Vergleich mit anderen Systemen m\u00fc\u00dfig ist und wenig bringt, m\u00f6chte ich darauf verzichten. Die 24 MP Files erlauben die Wahl kleinerer Ausschnitte in der Nachbearbeitung, die Reserven in dunklen und hellen Bereichen k\u00f6nnen als ausreichend bezeichnet werden, um eine angemessene Aufbereitung zu machen. Hatte ich an meiner Canon EOS 1Ds III schon nichts zu beanstanden, gibt es auch an der Leica M nichts auszusetzen. Der Dynamikumfang ist im Vergleich zur 1Ds aber sp\u00fcrbar gr\u00f6\u00dfer\u00a0\u2013 dies macht sich vor allem beim Fotografieren mit viel Licht und Schatten bemerkbar. Pixel-Beeping \u00fcberlasse ich an dieser Stelle aber anderen. Die Kamera liefert die erwarteten Ergebnisse.<\/p>\n<div id=\"attachment_1769\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1769\" rel=\"attachment wp-att-1769\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1769\" class=\"size-full wp-image-1769\" alt=\"Porto (Korsika)\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002183.jpg\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002183.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002183-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1002183-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1769\" class=\"wp-caption-text\">Abendstimmung in Porto (Korsika): Summicron 35 mm ASPH @ 8.0<\/p><\/div>\n<p>Noch ein paar technische Dinge im Schnelldurchlauf, die mir aufgefallen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Belichtungsmessung scheint auch in schwierigen Situationen relativ robust zu sein, versagt aber bei gro\u00dfen (dunkel)gr\u00fcnen Bereichen im Bild. W\u00e4lder oder B\u00e4ume werden stark \u00fcberbelichtet. Eine Erkl\u00e4rung l\u00e4sst sich leicht finden: Gr\u00fcn wird vom Sensor als dunkles Grau wahrgenommen und wird daher in der Belichtung angehoben. Einen \u00e4hnlichen Effekt kenne ich von der Canon EOS 5D. Hier wird wohl mit einer sp\u00e4teren Firmware von Leica nachgebessert werden.<\/li>\n<li>LiveView und Video habe ich so gut wie nie in Verwendung. Vielleicht finde ich sp\u00e4ter noch Situationen, wo diese Features zum Einsatz kommen.<\/li>\n<li>Irgendwie schaffe ich es relativ oft, mit den Fingern auf die Vorderseite des Messsuchers zu greifen. St\u00f6rt nicht wirklich, aber es bedarf dann doch ab und an einer kleinen Reinigung. Ich muss wohl meine Fingerhaltung noch etwas optimieren.<\/li>\n<li>Absolut positiv \u00fcberrascht bin ich von der Laufzeit des Akkus \u2013 irgendwie habe ich das Gef\u00fchl, ich lade das Ding praktisch nie auf. Gro\u00dfes Kompliment an das Energiemanagement der Kamera.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wo stehe ich also nach 6 Monaten? Ich habe das Gef\u00fchl, angekommen zu sein\u00a0\u2013 endlich eine Kamera in den H\u00e4nden halten zu k\u00f6nnen, die mir technisch und emotional zusagt. F\u00fcr einige mag dies zu \u201eesoterisch\u201c klingen, aber anders kann ich es nicht umschreiben. F\u00fcr mich war der Bezug zur Kamera schon immer sehr emotional gepr\u00e4gt. Ich besitze Kameras viele Jahre und bin kein schneller Systemwechsler (<a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?p=1456\" target=\"_blank\">die Historie l\u00e4sst sich hier nachlesen<\/a>). Auch dem Wechsel zur Leica M ist ein fast einj\u00e4hriger Entscheidungsprozess vorangegangen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1772\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/?attachment_id=1772\" rel=\"attachment wp-att-1772\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1772\" class=\"size-full wp-image-1772\" alt=\"Auftanken: Summicron 35 mm ASPH @ 4.0\" src=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001799.jpg\" width=\"1000\" height=\"668\" srcset=\"http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001799.jpg 1000w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001799-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.lichtknoten.com\/webblog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/L1001799-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1772\" class=\"wp-caption-text\">Auftanken: Summicron 35 mm ASPH @ 4.0<\/p><\/div>\n<p>Mit Sicherheit sind die aktuellen DSLRs (z. B. Nikon D800, Canon 5D III) wesentlich flexibler und universeller einsetzbar. Mit Sicherheit produziert man mit diesen Kameras in der gleichen Zeit sehr viel mehr Bilder als mit einer Leica M. Aber mit Sicherheit ist keine der aktuellen DSLRs eine so individuelle Kamera, mit der sich die Fotografie so genie\u00dfen l\u00e4sst \u2013 das Fokussieren, das W\u00e4hlen des Ausschnittes, das Bet\u00e4tigen des Ausl\u00f6sers und schlie\u00dflich das Betrachten des Bildes.<\/p>\n<h1><span style=\"color: #808080;\"><em>Eine M kauft man nicht, f\u00fcr eine M entscheidet man sich \u2013 f\u00fcr ein ganzes Leben.<\/em><\/span><\/h1>\n<p>F\u00fcr mich ist die Fotografie mit der M wieder zu einem sehr emotionalen Vorgang geworden. Gleichzeitig ist die Leica M jeden Tag eine strenge Erzieherin, die das exakte Arbeiten voraussetzt\u00a0\u2013 wo moderne DSLRs das Unverm\u00f6gen des Fotografen kaschieren, zeigt es die Leica M mit aller Direktheit und H\u00e4rte auf. Es stimmt wohl, was man unter Leica-Fotografen sagt: eine M kauft man nicht, f\u00fcr eine M entscheidet man sich \u2013 f\u00fcr ein ganzes Leben.<\/p>\n<p>LiK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich die Leica M nun 6 Monate mein Eigen nenne, wird es Zeit f\u00fcr einen kleinen Bericht (wie immer sehr subjektiv und keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit erhebend). 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